Putin rüstet auf
Russland verstärkt Militärbasis in Armenien

Die russische Luftwaffe hat ihre Präsenz auf der Militärbasis Erebuni verstärkt, die nahe der armenischen Hauptstadt Jerewan liegt. Die Militärpräsenz liegt nur 15 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

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Jerewan (nex) – Die Russische Föderation setzt weiter ihr Vorhaben um, nach dem Abschuss eines russischen Su-24-Kampfflugzeuges am 24. November infolge einer Luftraumverletzung an der syrisch-türkischen Grenze verstärkte Militärpräsenz in der Region zu zeigen.

Die Verlegung von Kampfhubschraubern auf eine Militärbasis nahe der armenischen Hauptstadt Jerewan ist der bis dato jüngste Schritt Russlands im Rahmen der militärischen Aufrüstung in den Nachbarländern der Türkei. Unter Berufung auf Quellen aus dem Verteidigungsministerium berichtete die Nachrichtenagentur RIA Novosti, man habe seine Militärbasis in Armenien verstärkt und insgesamt sieben Helikopter der Serien MI-24 und MI-8, auf die Basis Erebuni nahe der Hauptstadt Jerewan verlegt. Vor Jahresende solle noch eine weitere Verlegung stattfinden, würde die Quelle aus dem Ministerium zitiert. Die Basis liegt an der Peripherie der Stadt Jerewan, etwa 15 Kilometer nordöstlich der türkischen Grenze. Die Luftwaffenbasis wurde 1995 errichtet.

Seit 1998 hat die Russische Föderation dort MIG-29-Kampfflugzeuge stationiert. Russland unterhält auch in Gyumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens im Nordwesten des Landes, eine Militärbasis nahe der türkischen Grenze. Dort sind Landstreitkräfte etwa zehn Kilometer im Landesinneren stationiert. Etwa 3000 bis 5000 Soldaten und unterschiedliche gepanzerte Fahrzeuge sind auf der Basis einer Vereinbarung in Armenien stationiert und es ist ihnen sogar erlaubt, entlang der türkischen und iranischen Grenze zu patrouillieren. In den betroffenen Städten, insbesondere in Gyumri, regt sich jedoch einiger Widerstand innerhalb der dortigen armenischen Bevölkerung, nachdem es zu mehreren Formen der Disziplinlosigkeit unter russischen Soldaten gekommen war. Russland, das seit dem Beginn seiner Militäroperationen in Syrien auf Einladung der Regierung Assad begonnen hat, seine Militärpräsenzen auszubauen, hat den Vorfall an der türkisch-syrischen Grenze zum Prätext für eine weitere Verstärkung der Präsenz in der Region genutzt.

Kritiker behaupten, Russland würde fast ausschließlich die moderate syrische Opposition bombardieren. Vor knapp zwei Wochen hatte Russland zwei S-400-Raketenbatterien in die Region verlegt, deren Reichweite fast ein Drittel des türkischen Territoriums erfasst. Anschließend wurde das mit Raketen bestückte Kreuzfahrtsschiff Moskva in die Nähe türkischer Gewässer verlegt. Mittlerweile befinden sich auch mit Cruise Missiles bestückte russische U-Boote in syrischen Gewässern. Am 4. Dezember hatte zudem die Aufnahme eines russischen Seemanns für Irritationen zwischen Russland und der Türkei gesorgt. Dieser hatte einen Boden-Luft-Raketenwerfer auf seiner Schulter getragen, während ein russisches Kriegsschiff durch die Bosporus-Meerenge transportiert wurde.

 

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