Schlagabtausch
Till Schweiger trifft Sigmar Gabriel
Berlin (dts) – Nach einem längeren Schlagabtausch über Facebook und Telefon haben sich Vizekanzler Sigmar Gabriel und Schauspieler Til Schweiger am Freitag in Berlin persönlich getroffen, um „gemeinsame Aktionen für Flüchtlingsfamilien und gegen rechtsradikale Hetzer“ zu planen. Das berichtet „Bild“ (Samstag). Zuvor hatte Schweiger auf Facebook die Politik dazu aufgerufen, mehr für Flüchtlinge und deren Sicherheit zu tun.
Gabriel hatte sich daraufhin per Telefon gemeldet und sich Schweigers „Frust angehört“, wie der Schauspieler auf Facebook schrieb. Das jetzige Treffen fand im Berliner Club „Soho-House“ statt, berichtet „Bild“. Schweiger dreht in der Hauptstadt derzeit einen neuen „Tatort“.
Einwanderungspolitik
Asselborn: „Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsgesetz“
Berlin (dts) – Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat ein europäisches Einwanderungsgesetz gefordert. „Ganz klar“ brauche Europa gemeinsame EInwanderungsregeln, so Asselborn in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“. Die Anerkennungsraten in den EU-Staaten seien genauso unterschiedlich wie Bearbeitungsdauer von Anträgen.
„In den Köpfen der Menschen sind Deutschland und Großbritannien. Sie möchten nicht in Griechenland, Italien und in den südlichen Ländern der EU bleiben“, sagte Asselborn weiter. „Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsgesetz“, sagte er weiter, die Regelungen innerhalb der Union müssten harmonisiert werden.
Ci-Nex Film Review
Filmkritik: Kunstvolle Tiefschläge – Southpaw
Kunstvolle Tiefschläge – Southpaw
Review von Julius Zunker
Düsseldorf (nex) – Boxen ist ein Sport, der oft nur wenige Überraschungen bereit hält. Häufig scheint ein Kampf schon entschieden, bevor er überhaupt begonnen hat. Schlussendlich dreht sich, wie in vielen Sportarten, alles um die Verfeinerung und Meisterung von Technik und die Wiederholung von Bewegungsabläufen bis jene Meisterschaft erreicht ist. „Southpaw“ von Antoine Fuqua („Trainig Day“, „The Equalizer“ und „Olympus Has Fallen“) ist vielleicht auch deswegen in dem in ihm vermittelten Gefühl von Bekanntheit so passend, so vertraut, aber eben auch so gut.
Nicht immer muss für einen guten Film das Rad neu erfunden werden. Eigentlich reicht es eine bekannte Geschichte nur besser zu erzählen als alle anderen. Kurt Sutter, kreativer Kopf und federführender Regisseur hinter „Sons of Anarchy“ (demnächst mit „The Bastard Executioner“ wieder im TV), weiß das wie kaum ein anderer. Über 6 Jahre und 92 Folgen hat er stets die selbe griechische Tragödie um Väter, Söhne, Männer gefangen in einer Welt aus selbstgeschaffener Gewalt und voller Taten, die immer wieder durch jene Väter und Söhne negiert werden, nur um das Rad der Gewalt im Bewegung zu halten, erzählt. Sicher hat er damit den ein oder anderen Zuschauer verschreckt, aber Sutter erzählt eben keine neuen Geschichten, sondern eigentlich seit „The Shield“ klassische Männersagen um Helden auf dem Weg zu Vergebung und Erlösung. Mit Antoine Fuqua als Regisseur trifft Sutter auf einen Gesinnungsgenossen.
Ausgezählt
Dies im Hinterkopf sollte wirklich niemand in „Southpaw“, einem Film um einen Boxer, der von persönlicher Tragödie gefällt sich wieder aufrichtet um die einzige Person zu retten, die ihm etwas bedeutet, eine Handlung voller Drehungen und Wendungen erwarten. Wer dies aus seinen Erwartungen verdrängt, der und die wird in „Southpaw“ zunächst einen Jake Gyllenhaal (zuletzt überragend in „Nightcrawler“ und hoffentlich ähnlich gut in Bälde in „Everest“) erleben, der sich als Boxer Billy Hope erneut einer völligen Wandlung unterzieht. Billy ist ein gealterter Champion, dem Ende seiner Karriere sehr nahe. Der Kampf zu Beginn von „Southpaw“ erweist sich als einer, der ungeahnt schwierig wird und ihn blutig und zerschlagen in den Seilen enden lässt. Maureen (Rachel McAdams), seine Frau, bittet ihn eine Pause einzulegen und warnt ihn, wenn er weiter so macht, dann wird er in ein oder zwei Jahren nicht mehr viel vom Leben haben und es sich unmöglich machen, dass Leben mit seiner Tochter Leila (in jeder Szene genial: Oona Laurence) zu genießen. Billy aber kennt kein Leben außer dem im Ring.
Aufgewachsen in staatlicher Obhut eines Kinderheims, sind alle, die ihn umgeben ebenfalls dort aufgewachsen. Seine Frau und seine Freunde, die ihn stets anhalten dem Weg zum Ruhm weiter zu folgen. Doch wie so oft taucht ein neuer, ein jüngerer Kämpfer auf und will sich an dem alten Haudegen messen. Miguel Escobar (Miguel Gomez) ist jung und sehr agil und will seine Chance. Boxpromoter Jordan Mains (50 Cent – bitte keine Scherze über Zahlungsunfähigkeit an dieser Stelle) will lieber noch ein paar Vormatches haben, aber die beiden Kontrahenten haben Blut geleckt. Doch bevor es zum Wettstreit im Ring kommen kann eskaliert eine Auseinandersetzung zwischen dem zu Gewaltausbrüchen neigenden Hope und dem aufstrebenden Star Escobar. Als sich der Nebel des Kampfes lichtet liegt Maureen am Boden mit einer Kugel im Bauch.
Schlagabtausch
Ähnlich wie in „Sons of Anarchy“ und „The Shield“ zeichnet Sutter in „Southpaw“ einen Hauptcharakter, für den Kampf und Liebe extrem nah aneinander liegen. Billy hat alles verloren und dreht sich abwärts in suizidalem Verhalten, bis er einen neuen Trainer (Forest Whitaker) findet, der erkennt, dass Männer wie Billy (und dies gilt auch sowohl für „Sons of Anarchy“s Jax Teller als für „The Shield“s Vic Mackey) am besten sind, wenn sie ein Ziel haben. Gyllenhaal setzt das hervorragend um. Im Ring lässt er Billy zu einer Naturgewalt werden, außerhalb unsicher, fast schon schüchtern wenn es um seine Gefühle geht. Hier zeigt er erneut bravourös, dass er einer der besten Schauspieler ist, die derzeit auf der Leinwand zu sehen sind, wenn es darum geht Körperlichkeit zu einem Charakter zu verwandeln. In „Prisoners“ und „Nightcrawler“ gelang ihm das perfekt, gleiches gilt für „Southpaw“. Im Spiel mit Whitaker wird dies exzellent beantwortet, leider wirken die meisten anderen Rollen wie hohle Plothilfen.
Letzte Runde
Als Regisseur ist Fuqua solche Geschichten sehr gewohnt und er dreht „Southpaw“ routiniert ab. In den Kämpfen wird der Zuschauer mitten ins Geschehen gesogen, allerdings scheinen viel Subplots auf etwas dünner Schreibe gebaut zu sein. Hier hat entweder der Schnitt gnadenlos zugeschlagen oder Sutter hat versucht an ein paar Ecken abzukürzen. Trotz kleinerer Mängel aber liefert „Southpaw“ in der langen Tradition von Boxfilmen einen ab, der einen guten Kampf liefert. Im Vergleich zu dem, was in der Realität im Ring zu sehen ist, ist die schmutzige Hollywood-Version seine Länge in voller Gänze wert. Hier geht es eben nicht um einen Schlagabtausch nur mit einem Gegner, sondern auch um einen Kampf mit den inneren Dämonen. Sehr sehenswert.
Julius Zunker
Flüchtlingskrise
Mazedonien fordert von EU rasche Hilfe in Flüchtlingskrise
Skopje (dts) – Mazedonien fordert von der EU rasches Handeln in der Flüchtlingskrise, die das Land immer stärker trifft. Innenminister Mitko Cavkov sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die EU stehe in der Pflicht, Mazedonien zu unterstützen, „weil das Problem bei uns aus einem EU-Land importiert wird“. Seit die mazedonischen Behörden am 19. Juni begonnen haben, die aus Griechenland kommenden Flüchtlinge zu registrieren, ist ihre Zahl auf mehr als 27.000 gewachsen.
„Das ist aber nicht die reale Zahl“, sagte Cavkov. „Wir haben nicht genug Kapazitäten, alle zu erfassen.“ Seit Anfang dieser Woche haben nach Schätzungen von Hilfsorganisationen jeden Tag mehr als 2.000 Flüchtlinge illegal die griechisch-mazedonische Grenze überschritten. Setze man das in Relation zur Bevölkerung Mazedoniens, „dann ist das, als würden jeden Tag 80.000 Menschen nach Deutschland kommen“, sagte Cavkov. Mazedonien fühlt sich nach seinen Worten „von der EU im Stich gelassen“. Schwere Vorwürfe erhebt Cavkov gegen Griechenland:
Von dort würden die Flüchtlinge in Bussen organisiert bis an die Grenze zu Mazedonien gebracht, während die griechischen Behörden zugleich jegliche Kommunikation verweigerten. Ein ranghoher Mitarbeiter Cavkovs bezeichnete die Situation als „absurd“, dass auf der einen Seite Menschen aus der EU ungehindert nach Mazedonien gelangten, auf der anderen Seite die EU aber Serbien dabei unterstütze, diese Menschen von der Weiterreise in die eigentlichen Zielländer abzuhalten. An der serbisch-mazedonischen Grenze finden gemeinsame Patrouillen serbischer, ungarischer und österreichischer Grenzschützer statt.
Atomabkommen
Israel droht Iran bei Verletzung des Abkommens mit Luftschlägen
Berlin (dts) – Der israelische Verteidigungsminister Moshe Yaalon hat Iran mit Luftschlägen gedroht, sollte Teheran das ausgehandelte Atomabkommen verletzen. „Wir können unter keinen Umständen ein Iran mit Nuklearwaffen tolerieren“, sagte Minister Yaalon in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. „Am Ende ist es ganz einfach: Auf die eine oder andere Art sollten Irans nukleare Ambitionen gestoppt werden. Wir bevorzugen, dass dies durch ein Abkommen oder Sanktionen erreicht wird. Aber am Ende sollte Israel in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen.“
Auf die Frage, ob es auch nach dem Nukleardeal Anschläge auf iranische Wissenschaftler sowie Sabotage iranischer Computernetze geben werde, sagte Yaalon: „Wir sollten bereit sein, uns zu verteidigen. Ich bin nicht für das Leben iranischer Wissenschaftler verantwortlich.“ Zugleich kritisierte der Minister das Abkommen als „historischen Fehler“.
Palästina
Gaza: Erster Fußballcup nach 15 Jahren israelischer Besatzung
Gaza (nex) – Mitglieder der im Westjordanland beheimateten Fußballmannschaft Ahli al-Khalil sind zum ersten Mal nach 15 Jahren am späten Dienstag über den israelischen Grenzübergang in den unter Blockade stehenden Gazastreifen eingereist.
Ahli al-Khalil wird am Donnerstag gegen die Mannschaft Ittihad al-Shejaiya aus Gaza im Finalspiel des palästinensischen Fußballcups antreten, bevor es am 9. August zurück in die Westbank geht.
“Die israelischen Behörden hatten sich geweigert, dem Fußballteam die Reise zwischen dem Gazastreifen und dem von den Israelis besetzten Westjordanland zu gestatten, bis die Palestinian Football Association (PFA) eine Klage bei der FIFA über Israels diskriminierende Machenschaften eingereicht hat”, teilt PFA Vizegeneralsekretär Mohamed al-Emsi der Nachrichtenagentur Anadolu in einem Interview mit.
Das Finale am Donnerstag wird das erste Match im Gazastreifen seit 2000 sein, dass seit den Volksaufständen gegen Israel stattfindet. In der jahrzehntelangen Besatzung des Gazastreifens seitens der Israelis sind Tausende Palästinenser getötet worden.
Abschiebungspolitik
Bundesregierung: Widerstand gegen Abschiebungen nimmt ab
Berlin (dts) – Der Widerstand gegen Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern hat nach Ansicht der Bundesregierung abgenommen. Das geht aus einer Antwort auf eine Schriftliche Frage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der „Welt“ vorliegt. Demnach hat die Beobachtung durch kirchliche Projekte an mehreren Flughäfen in Deutschland dafür gesorgt, dass das behördliche Handeln von Bundes- und teilweise Landesbehörden „transparenter“ geworden ist.
Dabei gelang es nach Auskunft der Bundesregierung, „Vorurteile gegenüber der Bundespolizei durch den fortgesetzten Informations- und Gedankenaustausch abzubauen“. Die Beteiligung der Bundespolizei an dieser sogenannten Abschiebungsbeobachtung habe sich „unter diesem Gesichtspunkt bewährt“. Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, forderte die Regierung auf, sich künftig an der Finanzierung der Abschiebungsbeobachtung zu beteiligen. Er bezeichnete es als „vollkommen unverständlich, dass die Bundesregierung Projekte, die sie für sinnvoll hält, nicht finanziell unterstützt“. Bereits in der Vergangenheit hätten die Projekte an den Flughäfen Frankfurt/Main, Düsseldorf, Berlin und Hamburg nur einen kleinen Teil der Abschiebungen begleiten können. Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Luise Amtsberg, appellierte in der „Welt“: „Das Abschiebungsmonitoring muss ausgebaut statt eingeschränkt werden.“ Nur durch unabhängige Dritte könnten Verstöße gegen die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel und Verletzungen humanitärer Ansprüche bei zwangsweisen Rückführungen „glaubwürdig dokumentiert werden“, sagte Amtsberg.
SPD
Berliner SPD-Mitglieder stimmen über Cannabis-Legalisierung ab
Berlin (dts) – Die Berliner SPD will im Oktober ihre rund 17.000 Mitglieder über zentrale Themen ihres Wahlprogramms, darunter über eine Legalisierung von Cannabis, befragen. „Bei uns schreibt die Basis das Programm“, sagte der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß der „Welt“. „Unsere Mitglieder sollen nicht nur mit Ja oder Nein über ein fertiges umfängliches Programm abstimmen, sondern dieses Programm selbst mit entwickeln.“
Die reguläre Wahl des Abgeordnetenhauses von Berlin findet im Spätsommer 2016 statt. In Berlin regieren SPD und CDU in einer Koalition unter dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). „Alle Mitglieder der Berliner SPD sollen die Kernforderungen und Inhalte festlegen, mit denen wir ab 2016 Politik machen werden“, sagte Stöß: „Wir werden unsere Mitglieder unter anderem fragen, ob sie sich für oder gegen eine Legalisierung von Cannabis aussprechen.“ Vor der Abstimmung solle es „ausführlich Gelegenheit geben, das Thema zu diskutieren“. Die SPD werde Befürworter und Gegner einer Legalisierung einladen und sich mit ihnen auseinandersetzen, sagte Stöß: „Ich hoffe auf eine rege Beteiligung unter unseren rund 17.000 Mitgliedern.“ Die Mitglieder sollen per Post oder online ihr Votum abgeben können, kündigte Stöß an:
„Dieses Votum wird auch politisch verbindlich sein. Wir beginnen damit einen Weg, den noch keine andere Partei in Deutschland für ihr Wahlprogramm beschritten hat. Ich freue mich auf basisdemokratisches Neuland.“ Der Berliner Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert kündigte an, seine Organisation werde sich für eine Legalisierung von Cannabis stark machen. „Wir Jusos setzen uns für den kontrollierten Verkauf von Cannabis ein“, sagte Kühnert der „Welt“: „Cannabis ist gesellschaftliche Realität, nahezu überall erhältlich und wird quer durch alle gesellschaftlichen Schichten konsumiert.“
Krieg gegen den Terror
PKK-Terror erreicht Deutschland!
Ein Kommentar von Thorsten Reuters
Dortmund (nex) – Beobachter mutmaßten angesichts der bisherigen Rezeption des türkischen Antiterroreinsatzes in Deutschland, dass die Angst vor einer Rückkehr der PKK-Gewalt ins eigene Land die Ursache für die apologetische Herangehensweise führender Politiker und eines Großteils der Medien hinsichtlich des Terrors und für die unfaire und einseitige Kritik an der türkischen Regierung sei. Jüngste Entwicklungen zeigen nun, dass sich die Strategie, Deutschland durch ein Auftreten als PKK-Versteher Ruhe im eigenen Land zu erkaufen, möglicherweise als Schlag ins Wasser erwiesen hat.
So wurde in der Nacht auf Freitag ein Anschlag auf das Vereinshaus des Türkisch-Deutschen Kulturzentrums e.V. in Kornwestheim verübt. Bereits nach Beendigung des Nachtgebets in der Einrichtung des dem Dachverband ATİB („Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V.“) angehörigen Kulturzentrums waren Gemeindemitgliedern verdächtige Personen im Umfeld des Gebäudes aufgefallen. Die Polizei reagierte jedoch nicht auf einen ersten Hinweis. Nachdem die Gemeindemitglieder nach Hause gegangen waren, beschädigten Unbekannte Fenster, drangen in die Räumlichkeiten ein und zerstörten Einrichtungsgegenstände.
Die Wände des Gebäudes wurden mit Schriftzügen beschmiert, die eindeutig auf eine Nähe der Täter zu den Terrororganisationen PKK und YDG-H hinweisen. Erst nachdem der Anschlag verübt worden war, reagierte die Polizei und leitete eine Fahndung nach den Verdächtigen ein.
Der Anschlag auf das ATİB-Heim in Kornwestheim blieb nicht die einzige Straftat mit Bezug zur terroristischen PKK, der sich in den letzten Tagen ereignet hatte. In Bielefeld behinderten etwa 20 PKK-Sympathisanten durch eine Sitzblockade den Verkehr auf der Hauptstraße und sie Baustellen-Absperrungen vor der Bodelschwinghstraße zu Boden, die wegen Bauarbeiten derzeit noch komplett gesperrt ist. Anschließend blockierten die etwa 20 jungen Leute die Stadtbahn und forderten in Sprechchören die Freilassung des inhaftierten Terroristenführers Abdullah Öcalan. Polizeisprecher Achim Ridder bestätigte den Vorfall. Einzelheiten zum Polizeieinsatz im Zusammenhang mit dem Vorfall wollte er erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.Die Gewaltbereitschaft und den fehlenden Respekt vor in Deutschland geltenden Gesetzen, die sich in den Handlungen der PKK-Sympathisanten zeigt, macht deutlich, dass die laut Verfassungsschutz in Deutschland über mittlerweile 23 000 Mitglieder und ein dazugehöriges Sympathisantenumfeld verfügende PKK selbst über den Einsatz legaler oder illegaler Formen ihres politischen Kampfes entscheiden wird und nicht bereit ist, Gewalt und Gesetzlosigkeit als Optionen auszuklammern. Wer sich an die Geschichte der PKK-Terrorakte auf deutschem Boden in den 1990er Jahren erinnert, wird feststellen, dass auch damals eine stetige Zunahme in der Qualität der Gewalt zu verzeichnen war.
Einseitig gegen den Antiterrorkampf der türkischen Regierung gerichtete Politikerstatements und Medienberichte scheinen die Terrorsympathisanten in Deutschland dabei nicht zu besänftigen. Abgesehen davon waren in Deutschland, wo die PKK ebenso wie in der gesamten EU als terroristische Organisation verboten ist, die Zugehörigkeit und Unterstützung derselben sowie die Verwendung ihrer Symbole ohnehin kaum jemals strafrechtlich verfolgt worden. Die weiche Linie scheint die Organisation offenbar nur wenig zu beeindrucken.
Atemwegsprobleme aufgetreten
Chemieunfall in Hamburg – Menschen sollen Fenster schließen
Hamburg (dts) – Nach einem Chemieunfall in Hamburg sind Tausende Menschen aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Besonders betroffen sei das Gebiet südlich der B5 und nördlich der A1, wie auf einer von der Feuerwehr Hamburg verbreiteten Graphik zu sehen war. Um kurz nach 21 Uhr war der Notruf in der Zentrale der Feuerwehr eingegangen, wonach auf dem Gelände einer Firma im Stadtteil Billbrook ein unbekanntes Gas ausgetreten war.
Menschen in unmittelbarer Umgebung klagten über Atemwegsprobleme und Augenreizungen. Der Austritt des Gases konnte mittlerweile gestoppt werden.

