Ausland
Bericht: Ägypten könnte Anerkennung des Kosovo zurückziehen

Kairo (nex) – Der renommierte ägyptische Journalist Abdel Latif El Menawy fordert in einem Kommentar in der ägyptischen Tageszeitung Al-Masry Al-Youm die Entscheidung Kairos während der Regierungszeit Mohamed Mursis Kosovo als Staat anzuerkennen, wieder rückgängig zu machen. Diese Entscheidung, so El Menawy, sei ein Fehler gewesen, da es die Beziehungen Ägyptens zu Serbien verschlechtert habe. Mursi habe auf Druck eines „expansionistischen türkischen Einflusses“ gehandelt, mit dem Ziel Ankaras, seine Einflussphäre im Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches wiederzuerlangen. El Menawy steht, nach Einschätzung internationaler Experten, der gegenwärtigen ägyptischen Regierung unter Abdel Fatah El-Sisi nahe. Kairo erkannte Kosovo am 26. Juni 2013 an – nur wenige Tage bevor das ägyptische Militär den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes stürzte. Die serbische Tageszeitung Vecernje Novosti schreibt, dass sich die Beziehungen Serbiens mit Ägypten seit dem Sturz Mursis wieder verbessert hätten und betont, dass Kairo seit der Anerkennung Kosovos als Staat vor fast fünf Jahren noch immer keine Botschaft in Pristina eröffnet habe und es auch sonst keine diplomatischen Beziehungen gebe. Laut Vecernje Novosti werden serbische Behörden in den kommenden Monaten die Liste aller Länder, die den Kosovo anerkannt haben, durchgehen, um ihre eigene Liste derjenigen zu bestimmen, die diese Entscheidung möglicherweise widerrufen könnten, darauf werde „bald eine groß angelegte diplomatische Kampagne“ folgen.

Zum Thema

– „Gottes ewiges Versprechen“ – Patriarch Irinej: “Kosovo ist das serbische Jerusalem”

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej hat vor Weihnachten, das in Serbien am 7. Januar gefeiert wird, seine Botschaft verkündet und auch dieses Jahr den Anspruch seines Landes auf den Kosovo bekräftigt.

Patriarch Irinej: „Kosovo ist das serbische Jerusalem“
 

Deutsch-polnische Beziehungen
Morawiecki-Besuch: Juncker will auf Rechtsstaatlichkeit pochen

Brüssel / Köln (ots) – Im Vorfeld des Besuchs des neuen polnischen Regierungschefs Mateusz Morawiecki in Brüssel machte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker gegenüber dem ARD-Europamagazin deutlich, was er von der polnischen Regierung erwartet. Im Interview mit Markus Preiss, Leiter des ARD-Studios Brüssel, sagte er: „Ich erwarte, dass Polen sich um ein größeres Verständnis, was unsere Position anbelangt, bemüht. Wir müssen auf Rechtsstaatlichkeit pochen. Wir müssen auf Gewaltentrennung pochen. Wir müssen auf Pressefreiheit pochen. Und ich möchte davon ausgehen wollen, dass ich mich mit dem polnischen Ministerpräsidenten, wenn auch nicht einige, so doch ein Klima schaffe, das das Aufeinanderzugehen einfacher macht.“ Das Treffen steht im Schatten des Verfahrens, das die EU gegen Polen wegen möglicher Verletzung demokratischer Grundwerte eingeleitet hat. Juncker will den Besuch aber nutzen, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen: „Ich bin froh, dass er kommt.“ Juncker hält auch nichts davon, mit der Kürzung von Fördergeldern zu drohen, sollte Polen bei wichtigen Fragen nicht einlenken: „Ich bin der Meinung, dass es nicht angebracht wäre, wenn der Kommissionspräsident jetzt drohend in die Debatte angreifen würde. Ich würde gerne vermittelnd in die Debatte eingreifen.“ Dennoch will er in prinzipiellen Fragen an seinen Forderungen gegenüber Polen und anderen mitteleuropäischer Staaten festhalten. Dazu zählt auch die Aufnahme von Flüchtlingen: „Die Größenordnung wurde festgelegt durch einen Mehrheitsbeschluss des Ministerrates. Jeder weiß, was er zu tun hat … Das wären mehr als mehrere hundert.“ Und weiter: „Ich akzeptiere nicht, dass man sagt, wir nehmen auf unserem Staatsgebiet keine farbigen Menschen auf, wir nehmen keine Schwulen auf, keine Islam-Gläubigen auf. Das verstößt massiv gegen die europäischen Grundwerte.“ Auf die Frage, ob nicht auch die westeuropäischen Staaten und Brüssel dazu beigetragen haben, dass es zu der Spaltung in der EU gekommen sei, meint Juncker: „Nein, ich bin den Mittel- und Osteuropäern immer mit offenen Armen entgegen getreten. Ich war Premierminister als die Erweiterung beschlossen wurde. Die wurde unter meinem Vorsitz des Europäischen Rats 1997 beschlossen. Ich wünschte mir, dass einige Mitgliedsstaaten, die dauernd das Gefühl haben, abgehängt zu werden von anderen sich weiter entwickelt habenden Staaten, zu mehr Selbstvertrauen finden würden. Man ist nicht stark in Europa, dadurch dass man Nein sagt. Man ist stark, wenn man sein Ja mit den Jas der anderen in Kombination bringt.“

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– Polnisch-deutsche Krise – Reparationszahlungen: Polen fordert fast 1.000 Milliarden US-Dollar

In einem Interview mit dem polnischen Radiosender RMF FM bekräftigte Außenminister Witold Waszczykowski die Forderung Warschaus nach Entschädigungen aus Deutschland wegen der Schäden im Zweiten Weltkrieg.

Reparationszahlungen: Polen fordert fast 1.000 Milliarden US-Dollar

Serbien
Französisches Unternehmen übernimmt Belgrader Flughafen für 25 Jahre

Belgrad (nex) – Das französische Unternehmen Vinci Airport hat laut serbischen Medienberichten die 25-jährige Konzession für den Belgrader Flughafen erhalten. Für den gesamten Zeitraum seien aus der Konzession und den Investitionen Einnahmen von 1,5 Milliarden Euro erwartet, so die serbische Premierministerin Ana Brnabić gegenüber der in Belgrad ansässigen Nachrichtenagentur BETA. Anschließend soll der Flughafen an Serbien zurückgegeben werden. Vincis Angebot war laut Brnabić das beste in jeder Kategorie – finanziell, technisch und rechtlich. Die Premierministerin hob hervor, dass das französische Unternehmen weltweit bereits acht Flughäfen betreibe. 501 Millionen Euro boten die Franzosen für die Konzession an und verpflichteten sich zudem 732 Millionen Euro in den Flughafen zu investieren, sagte Serbiens President Aleksandar Vucic gegenüber Medien am Samstag. Vucic fügte hinzu, dass es keine Entlassungen geben werde und Vinci die Verpflichtung übernommen habe, die Flughafengebühren drei Jahre lang nicht zu erhöhen.

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– Jerusalem-Krise – Kosovo: Präsident Hashim Thaçi hätte bei Jerusalem-Resolution für Trump gestimmt

Der kosovarische Präsident Hashim Thaci sagte in einem Interview, dass der Kosovo bei der UN-Vollversammlung im vergangenen Dezember, gemeinsam mit den USA und Israel, gegen eine Resolution der UNO, in der sie die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die Trump-Administration verurteilte, gestimmt hätte.

Kosovo: Präsident Hashim Thaçi hätte bei Jerusalem-Resolution für Trump gestimmt
         

New York
Manhattan: Feuer bricht im Trump-Tower aus

New York (nex) – Wie US-Medien berichten, ist im Trump-Tower in New York ein Feuer ausgebrochen. Auf Live-Bildern ist zu sehen, wie Rauch aus den oberen Stockwerken austritt. Feuerwehrleute befinden sich bereits auf dem Dach. Der Grund für den Brand war zunächst unklar. Dem Nachrichtensender CNBC zufolge handle es sich um einen elektrischen Defekt. Bisher wurden keine Verletzte gemeldet.   Das Gebäude in Manhattan an der berühmten 5th Avenue gehört dem US-Präsident Donald Trump. Trump behielt nach seinem Einzug ins Weiße Haus seine Wohnung im 58. Stock des Gebäudes, in dem seine Frau Melania und der gemeinsame Sohn Barron weiterhin wohnen. Bereits in der vergangenen Woche machte das Gebäude wegen einer Bombendrohung Schlagzeilen. Einem Bericht des Nachrichtenportals Daily News zufolge durchsuchte die Polizei nach einem anonymen Anruf am vergangenen Freitag das Gebäude. Dabei sei aber nichts Verdächtiges entdeckt worden. +++ Update +++ Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von mindestens zwei Verletzten, einer davon schwer.  

Irak
30.000 Barrel täglich: Bagdad kündigt Ölexport nach Iran an

Bagdad (nex) – Der Irak werde noch vor Ende Januar Öl aus den nördlichen Kirkuk-Feldern in den Iran exportieren, sagte der irakische Ölminister Jabar al-Luaibi am Sonntag in Bagdad. Ungefähr 30.000 Barrel Öl pro Tag würden in die iranische Kermanschah-Raffinerie transportiert, sagte er. „Wir werden, so Gott will, vor dem Ende des Monats damit beginnen“, fügte er hinzu. Der Transport von Rohöl in den Iran unterliegt einem Swap-Abkommen, das die beiden Länder im vergangenen Monat angekündigt hatten, um eine Wiederaufnahme der Ölexporte aus Kirkuk zu ermöglichen. Der Verkauf von Rohöl aus Kirkuk wurde eingestellt, nachdem die irakischen Truppen im vergangenen Oktober die Kontrolle über die Felder von den Kurden übernommen hatten. Der Irak und der Iran planen auch den Bau einer Pipeline zum Transport des Öls von Kirkuk, um so die Abladung des Rohöls zu vermeiden, hatte al-Luaibi im Dezember erklärt. Wie das irakische Erdölministerium im vergangenen Monat mitteilte, soll mit der geplanten 350 Kilometer langen Pipeline Erdöl aus der nördlichen Provinz Kirkuk exportiert werden. Die geschätzte Kapazität der neuen Pipeline wird mit einer Million Barrel pro Tag angegeben. Die neue Pipeline soll bis zum türkisch-irakischen Grenzort Semalka führen. Von dort aus kann eine existierende Pipeline zum türkischen Hafen Ceyhan genutzt werden. Des Weiteren unterzeichnete Bagdad mit dem chinesischen staatlichen Unternehmen ZhenHua Oil heute ein Abkommen um ein Ölfeld in der Nähe von Bagdad zu entwickeln. Ziel sei es, innerhalb von fünf Jahren nach der Umsetzung des Abkommens zwischen ZhenHua und der irakischen Midland Oil Company 40.000 Barrel pro Tag im südlichen Sektor des East Bagdad-Feldes zu produzieren, so ein Sprecher des Ministeriums sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Hochrangige irakische Ölexperten schätzen das Feld “East Bagdad” als einen “Supergiganten” mit rund 8 Milliarden Barrel Rohölreserven ein, das das Potenzial habe, 120.000 Barrel Öl pro Tag zu produzieren. Die Iraker würden anfangs 50 Prozent der Belegschaft ausmachen, die dann mit der Zeit auf 80 Prozent steigen werde. Nach dem ersten Abkommen, das am heutigen Montag in Bagdad offiziell verkündet wurde, wird sich das chinesische Unternehmen verpflichten, einen “Öl-Wohnkomplex” zu bauen, heißt es weiter in der Erklärung. Vertreter des Ölministeriums sagten, die zunehmende Rohölproduktion in Ost-Bagdad würde dazu beitragen, Raffinerien und Kraftwerke in der Nähe zu versorgen und mehr Öl für Exporte aus der südlichen Region freizusetzen. Der Irak produziert und exportiert den Großteil seines Rohöls aus der südlichen Region. ZhenHua, eine Einheit des staatlichen Militärkonzerns China North Industries Group Corp. (NORINCO), wurde 2003 gegründet und betreibt 11 Öl- und Gasexplorations- und -produktionsprojekte in Ägypten, Myanmar, Kasachstan und im Irak.

Deutsche Schlüsseldienst Zentrale
Abzocke: Verdacht gegen „Schlüsseldienst-Mafia“ weitet sich aus

Köln (ots) – Die Betrugsermittlungen gegen eine Bande, die mit einem Netzwerk von Schlüsseldienstfirmen bundesweit Kunden betrogen haben soll, weiten sich aus. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Berufung auf Justizkreise berichtet, lässt die zuständige Staatsanwaltschaft in Kleve inzwischen mehr als 1000 Fälle auswerten, in denen überteuert abgerechnet worden sein soll. Von Landshut über München und Augsburg bis in den Bremer Raum, von Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet bis nach Görlitz, Chemnitz und Dresden soll die Betrugsmasche gereicht haben. Selbst die Kreispolizeibehörde in Wesel soll bei Türöffnungen von der „Schlüsseldienst-Mafia“ abgezockt worden sein, berichtet die Zeitung. Die Strafverfolger werfen zwei Geschäftsleuten aus dem niederrheinischen Geldern bandenmäßigen Betrug und Wucher von mindestens einer halben Million Euro vor. Ein 57 Jahre alter Kaufmann und sein 37 Jahre alter mutmaßlicher Komplize sollen den bundesweiten Schwindel über die „Deutsche Schlüsseldienst Zentrale“ (DSZ), ein Firmengeflecht mit knapp 300 Monteuren, in Geldern und Düsseldorf gesteuert haben. Den Ermittlungen zufolge sollen betrügerische Monteure bis zu 1500 Euro für Noteinsätze kassiert, die Margen im Schnitt 200 bis 600 Euro über den ortsüblichen Preisen gelegen haben. Hinzu kommen mutmaßlicher Sozialversicherungs- und Steuerbetrug in zweistelliger Millionenhöhe. Etliche beschuldigte Monteure belasten die inzwischen inhaftierten mutmaßlichen Bandenchefs. Deren Anwälte bestreiten die Vorwürfe, sind aber mit Haftbeschwerden bereits mehrfach gescheitert.

Los Angeles
Fatih Akins „Aus dem Nichts“ gewinnt Golden Globe Award

Los Angeles (nex) – Der Film „Aus dem Nichts“ des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin hat in Los Angeles den Golden Globe Award als bester nicht-englischsprachiger Film gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse am Sonntagabend Ortszeit bei einer Hollywood-Gala bekannt. Das deutsche Drama setzte sich somit gegen „Fantastic Woman“ aus Chile, den russischen Film „Loveless“, die schwedische Satire „The Square“ sowie den kambodschanischen Film „First They Killed My Father“ durch. „Diane, ohne dich – das ist deins. Das ist unsere Sache“, sagte Fatih Akin, Autor und Regisseur des Films, der Hauptdarstellerin Diane Kruger mit der Trophäe in der Hand. „Aus dem Nichts“ erzählt von einem Bombenanschlag durch Rechtsterroristen in Hamburg, bei dem ein Kurde und dessen Sohn ums Leben kommen. Der Film feierte im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes am 26. Mai 2017 seine Weltpremiere. Kruger gewann für ihre Rolle als Ehefrau und Mutter, die die Täter zur Rechenschaft ziehen will, den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Cannes.  

BDS-Bewegung
Israel verweigert Menschenrechtsaktivisten Einreise

Tel Aviv (nex) – Wegen Menschenrechtsverletzungen in Israel rufen internationale NGOs seit Jahren zum Boykott des Landes auf. Tel Aviv wird nun Vertretern dieser Gruppen künftig die Einreise verweigern. Der zuständige Minister nannte am Sonntag 20 betroffene Organisationen. Wie internationale Medien übereinstimmend berichten, handelt es sich bei den Nichtregierungsorganisationen um elf europäische und sechs US-Gruppen. „Wir haben von Verteidigung auf Angriff umgeschaltet“, zitierte der israelische Nachrichtensender Channel 7 den Minister für innere Sicherheit, Gilad Erdan, am Sonntag. „Die Boykottorganisationen müssen wissen, dass der Staat Israel gegen sie vorgehen und ihnen nicht erlauben wird, in ihr Territorium einzudringen“ so der Minister weiter. Auf der „schwarzen Liste“ stehen unter anderem die Gruppen Code Pink, die Jewish Voice for Peace (JVP), die American Friends Service Committee; die American Muslims for Palestine, die National Students for Justice in Palestine, die Ireland Palestine Solidarity Campaign aus Irland, BDS Frankreich, Italien, Chile und Südafrika,  France-Palestine Solidarity Association aus Frankreich sowie die British War on Want aus Großbritannien. Die im Jahre 2005 gegründete BDS-Bewegung (Boykott, Divestment and Sanctions/ Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) ist eine internationale soziale Bewegung, die nach eigenen Angaben Israel durch Boykottaufrufe und andere Kampagnen dazu bewegen will, die Besetzung Palästinas zu beenden, den palästinensischen Bürgern Israels volle Gleichberechtigung zu gewähren und den palästinensischen Flüchtlingen und deren Nachkommen die Rückkehr in ihre frühere Heimat und zu ihrem Eigentum ermöglichen. Bei den 20 Gruppen handle es sich laut Minister Erdan um die „wichtigsten Boykottorganisationen, die kontinuierlich gegen den Staat Israel vorgehen und Druck auf Organisationen, Institutionen und Länder ausüben, um Israel zu boykottieren“. Vor kurzem hatte die neuseeländische Popsängerin Lorde ein im Sommer geplantes Konzert in Tel Aviv abgesagt. Die Musiker Peter Gabriel, Tom Morello, Roger Waters, Kathleen Hanna und Talib Kweli, die Schauspieler John Cusack und Mark Ruffalo sowie die Wissenschaftlerin Angela Davis gehören laut Angaben der BDS-Bewegung zu den über 100 Persönlichkeiten, die mit einem Brief Lordes Schritt unterstützen.  

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– Buch: „Die Antisemitenmacher“ – Kommentar: Antizionismus bedeutet nicht Antisemitismus

„Jeder sollte sich dessen bewusst werden, dass eine Debatte über den Nahost-Konflikt nichts mit Antisemitismus zu tun hat, sondern allein mit Fragen des Völkerrechts, der UNO-Charta, den Genfer Konventionen, die leider von den Israelis tagtäglich verletzt werden, und damit, dass man darüber reden darf und soll und auch eine eigene Meinung haben darf.“ Ein Kommentar.

Kommentar: Antizionismus bedeutet nicht Antisemitismus
 

"Innovationspotenziale erschließen"
World Business Angels Investitionsforum findet erneut in Istanbul statt

Istanbul (nex) – Internationale Angel-Investoren werden sich im Februar in Istanbul treffen, um die Rolle von „Family Offices“ und Vermögensverwaltungsgesellschaften bei der Förderung von Innovationen zu erörten. Das World Business Angels Investitionsforum 2018 (WBAF), das vom 18. bis 20. Februar stattfindet, beherbergt die Präsidenten und führenden Persönlichkeiten von Angel-Investoren aus 75 Ländern, die Unternehmer mit einem Transaktionsvolumen von 50 Milliarden US-Dollar weltweit finanzieren. Die Nachrichtenagentur Anadolu Agency (AA) ist bereits zum zweiten Mal der globale Kommunikationspartner des WBAF. Das diesjährige Forum wird unter dem Motto „Innovationspotenziale erschließen: Angel-Investoren, die mit Family Offices und Gesundheitsmanagement-Institutionen zusammenarbeiten“ zusammengefasst. Die wichtigsten Angel-Investoren der Welt, Politiker, Führer von Nichtregierungsorganisationen, Banker, Börsenpräsidenten, Geschäftsführer von Technoparks, internationale Akademiker werden zu den Rednern der Veranstaltung gehören. Angel-Investoren sind wohlhabende Einzelinvestoren, die über Wissen, Expertise und verfügbare Finanzmittel verfügen und bereit sind, in wachstumsstarke Start-up-Unternehmen zu investieren. Auf der dreitägigen Veranstaltung wird die Rolle von Family Offices und Vermögensverwaltungsgesellschaften bei der Förderung offener Innovation und der Schaffung von mehr Geschäftswert durch Partnerschaften mit Angel-Investoren, Start-ups, Scale-ups, wachstumsstarken Unternehmen und KMU erörtert.

Flüchtlingspolitik
Caritas-Präsident: Laden AfD-Politiker nicht zu Veranstaltungen ein

„Laden AfD-Politiker nicht zu Caritas-Veranstaltungen ein“ Osnabrück (ots) – „Sie sind demokratisch gewählt, also werden wir mit ihnen in ihrer Abgeordnetenrolle reden. Aber wir werden sie nicht zu Caritas-Veranstaltungen einladen. Es gibt eindeutig nationalistische, rassistische, menschenfeindliche Äußerungen aus den Reihen der AfD, und da gibt es dann auch keine Gespräche“, sagte Caritas-Präsident Peter Neher im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Erfolg der AfD sei nur zum Teil der Sorge um die Heimat zuzuschreiben; ein anderer und vermutlich nicht weniger wichtiger Grund sei „ein allgemeiner Unmut über die politisch Verantwortlichen“, erklärte Neher. „Ich habe deshalb kein Interesse daran, AfD-Politiker zu Märtyrern verweigerter Kommunikation zu machen.“ Debatte um Obergrenze völlig verfehlt Neher sieht im Dauerstreit um eine Obergrenze ein falsches Signal an die bereits zugewanderten Menschen. „Ich halte die Debatte um die Obergrenze für völlig verfehlt. Sie ist für diejenigen, die bereits hier sind und heimisch werden wollen, die sich um eine Wohnung und Arbeit bemühen, eine Brüskierung. Diese Menschen erleben eine Debatte darüber, dass man sie hier eigentlich nicht will. Das ist weder ermutigend noch ein Ansporn, in dieser Gesellschaft Fuß fassen zu wollen.“ Zudem gehe es um ganz unterschiedliche Menschen, betonte Neher: „Da sind welche, die persönlich verfolgt wurden und bei denen sich die Frage nach Asyl stellt. Da kann ich nur noch einmal betonen: Asyl kennt keine Obergrenze. Das Grundgesetz kennt keine Obergrenze.“ Darüber hinaus gebe es Flüchtlinge, die sich hier eine bessere Zukunft erhofften. Für diese Menschen sollte es ein Einwanderungsgesetz geben. „Nicht jeder findet hier Arbeit, auch wenn er sich dies wünscht. Daher bin ich für ein Einwanderungsgesetz, das die Bedingungen klärt. Allerdings nicht so, dass wir uns nur die Besten abschöpfen.“ Denkbar sei, zugleich „eine zirkuläre, temporäre Migration“ zu fördern, so Neher: „Es könnten beispielsweise Menschen hier eine Ausbildung machen und qualifiziert werden, die später in ihre Heimatländer zurückgehen. Das wäre eine Form der Entwicklungszusammenarbeit.“ Mit Blick auf die Gespräche von CDU/CSU und SPD zu einer gemeinsamen Regierungsbildung riet Neher den Verhandlungspartnern, sich „auf die zentralen Themen“ zu konzentrieren und „uns kein wochenlanges Schauspiel mit Winke-Winke-Fotos von Balkonen und Ähnliches“ zu bieten. „Die Zeit der Kuschelrunden ist vorbei. Jetzt geht es darum, ob man zusammenkommt“, sagte Neher. Die Forderungen an eine neue Bundesregierung würden weiterhin gelten, betonte der Caritas-Präsident. „Hier sind zu nennen die Stichworte Bekämpfung der Kinderarmut, Prävention der Altersarmut, die Frage, was wir gegen Langzeitarbeitslosigkeit tun, die Schaffung eines Einwanderungsgesetzes mit vernünftigen Modalitäten und letztlich für mich die zentrale Frage, wie gesellschaftliche Spaltung überwunden werden kann.“