IDB-Turkish Airlines-Kooperation
Turkish Airlines wird Staaten der Islamischen Entwicklungsbank Luftfahrttraining erteilen

Islamische Bank und Turkish Airlines unterzeichnen Kooperationsvertrag

Istanbul (nex) – Die Islamic Development Bank (Islamische Entwicklungsbank, IDB) und Turkish Airlines haben am gestrigen Mittwoch eine Vereinbarung über die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den 56 islamischen Mitgliedsstaaten unterzeichnet.

Wie die Bank in einem Statement mitteilte, sei in der Absichtserklärung vereinbart worden, dass die türkische Fluggesellschaft den IDB-Mitgliedsstaaten Luftfahrttrainigs anbieten solle. Die Airline habe desweiteren zugestimmt, den Staaten bei der Gründung regionaler Fluggesellschaften mit technischer Unterstützung zur Seite zu stehen, erklärte die Bank.

„Die IBD und Turkish Airlines werden im Rahmen des Programms der Sozialen Verantwortung der Parteien zusammenarbeiten und nicht nur, aber auch Hadschfleisch für die Bedürftigen transportieren und an diese verteilen“, hieß es im Statement. Auch in anderen Bereichen wie Gesundheit und Bildung werde man zusammenarbeiten.

IDB-Präsident Ahmad Mohamed Ali äußerte sich zum Deal mit fogenden Worten: „Dieser Schritt ist in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein. Dieser Deal wird die Kooperation zwischen den islamischen Staaten stärken, und die IDB sowie Turkish Airlines würden diese Kooperation gerne erleichtern. Turkish Airlines wird mit ihrer großen Erfahrung Erfolgsstory ganz sicher ein ausgezeichnetes Beispiel für die anderen Staaten sein.“

Temel Kotil, CEO der Turkish Airlines, erklärte: „Turkish Airlines ist bereit, seine gesamte Erfahrung mit den anderen Ländern zu teilen und wir glauben, dass diese Absichtserklärung neue Tore öffnen wird, um der Welt Synergien zu bieten.“

Die IDB wurde im Jahre 1973 von den Mitgliedsstaaten der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) gegründet und nahm zwei Jahre später die Arbeit auf.

Die Aufgabe der Bank besteht darin, einen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung seiner 57 Mitgliedsstaaten und muslimischer Communities im Einklang mit den Prinzipien des Islams zu leisten.

Seit ihrer Geschäftsaufnahme vor 41 Jahren hat die Bank ihren Mitgliedsstaaten Finanzierungen in Höhe von insgesamt mehr als 115 Milliarden US-Dollar bereitgestellt.

Maarif Stiftung
Türkei: Regierung plant Eröffnung türkischer Schulen im Ausland

Türkei möchte mit Maarif Stiftung staatlich finanzierte Schulen im Ausland eröffnen Ankara (nex) – Der endgültige Gesetzentwurf, der dem türkischen Parlament vom ehemaligen Ministerpräsident Ahmet Davutoglu vorgelegt wurde, schlägt die Gründung einer dem Bildungsministerium unterstehenden Stiftung mit dem Namen Maarif vor. Diese soll über ein Gesamtbudget von einer Million Türkische Lira verfügen. Maarif soll im Ausland Schulen eröffnen und betreiben, wie die türkische Tageszeitung Cumhuriyet in ihrer Ausgabe vom 23. Mai berichtet.
Die Maarif Stiftung soll im Ausland Grund-, Mittel- und Oberschulen betreiben sowie Privatkurse bieten. Desweiteren soll ihr Angebot Kulturzentren, Bibliotheken, Laboratorien, Kunst- und Sportzentren sowie Wohnheime für Schüler und Lehrkräfte enthalten.
Die Stiftung soll unter der Aufsicht einer Kommission aus zwölf Mitgliedern stehen. Dabei sollen vier der Mitglieder vom Präsidialamt, drei vom Kabinett, zwei vom Bildungsministerium und die übrigen vom Finanzministerium und dem Hochschulrat (YÖK) kommen. Das Budget der Stiftung, deren Hauptsitz sich in Istanbul befinden soll, soll vom Bildungsministerium gestellt werden und die Befugnis erhalten, andere ausländische Bildungsinstitute zu kaufen, zu übernehmen, zu mieten oder mit diesen Partnerschaftsverträge abzuschließen. Die Stiftung soll Berichten zufolge auch ausländische Regierungen bei der Übernahme und Schließung von Schulen anderer türkischer Stiftungen, die in den jeweiligen Ländern aktiv sind, unterstützen. Möglicherweise wird damit auf Unternehmen gezielt, die von dem in den USA lebenden islamischen Gelehrten Fethullah Gülen nahestehenden Personen geleitet werden, der vom Freund zum Feind der türkischen Regierung wurde.
Bei der Übernahme dieser Stiftungen soll die Maarif Stiftung als Alternative angeboten werden mit der Befugnis, erstere zu erwerben, zu übernehmen oder anzumieten.
In den USA investieren Gülen-Anhänger hauptsächlich in Charterschulen, die zwar von der Regierung Fördergelder erhalten, aber unabhängig vom öffentlichen Schulsystem handeln.
Dutzende Schulen mit Verbindungen zu dem Prediger im Ruhestand und seinen Anhängern sehen sich Kritik und gerichtlichen Ermittlungen ausgesetzt. Es geht dabei um den Vorwurf des Missbrauchs staatlicher Zuschüsse sowie des Visasystems, das zur Einschleusung türkischer Lehrer in die USA zum Unterrichten an den Charterschulen genutzt wurde.

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Zehn Salate betroffen
Kunststoffteilchen gefunden: HOMANN ruft Gut & Günstig-Salate zurück

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Dissen (nex/ots) – Die HOMANN Feinkost GmbH ruft Feinkostsalate der Marken HOMANN, Ofterdinger, Fürstenkrone, Prima Kost und Gut & Günstig zurück. „Im Sinne unseres kompromisslosen Qualitätsverständnisses und des vorsorglichen Verbraucherschutzes sahen wir uns zu dieser Maßnahme veranlasst, da in Einzelfällen ein Kunststoffteilchen in den aufgeführten Produkten gefunden wurde“, so das Unternehmen in einem Statement. Betroffen sein könnten folgende Produkte mit den angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten:
  • HOMANN Klassischer Kartoffelsalat mit Gurke & Zwiebel (800g) – MHD 08.06.2016
  • HOMANN Feiner Pellkartoffelsalat mit Gurke & Ei (800g) – MHD 08.06.2016
  • HOMANN Feiner Nudelsalat mit Schinkenwurst & Ei (400g) – MHD 08.06.2016
  • HOMANN Feiner Nudelsalat mit Schinkenwurst & Ei (400g) – MHD 09.06.2016
  • Ofterdinger Pellkartoffelsalat mit Ei und Gurke (1000g) – MHD 07.06.2016
  • Ofterdinger Käsesalat (200g) – MHD 12.06.2016
  • Fürstenkrone Käsesalat (200g) – MHD 10.06.2016
  • Fürstenkrone Budapester Salat (250g) – MHD 10.06.2016
  • Prima Kost Budapester Salat (200g) – MHD 10.06.2016
  • Gut & Günstig Delikatess Heringssalat (250g) – MHD 10.06.2016
Alle übrigen Sorten der Marken HOMANN, Ofterdinger, Fürstenkrone, Prima Kost und Gut & Günstig seien nicht betroffen. „Wir bitten Verbraucher, die oben aufgeführte Produkte mit den angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten zu Hause haben, vorsorglich vom Verzehr abzusehen und die entsprechenden Produkte zur Verkaufsstelle zurückzubringen. Dort wird das Produkt ausgetauscht oder erstattet“, so das Unternehmen weiter.

Aufstand der Wutbürger
Islamkritik: Pegida gegen Gündogan und Boateng auf Kinderschokolade

Frankfurt/Main (nex) – Erstmals seitdem das seit 1973 auf der Verpackung der „Kinder-Schokolade“ von Ferrero abgebildete Gesicht des Langzeitmodels Günter Euringer 2005 durch das eines anderen Jungen, der prompt despektierlich „Kevin“ genannt wurde, ersetzt worden war, ist das Foto auf der Schachtel wieder zum Gegenstand öffentlicher Erregung geworden. Mittlerweile ist die Aufregung über „Kevin“ abgeklungen, da steht dem Süßwarenhersteller wieder Ärger ins Haus. Zwar ändert Ferrero diesmal nicht dauerhaft die Verpackung, aber die Fan-Edition aus Anlass der bevorstehenden Euro 2016 in Frankreich reicht den Rechtsextremisten von „Pegida BW – Bodensee“ schon aus, um erstmals seit dem „WM-Kalender“ der NPD von 2006 wieder eine rassistische Kampagne im Vorfeld eines Fußball-Großevents vom Zaun zu brechen, die bundesweit Beachtung findet. Pegida Bodensee und ihre Anhänger ereifern sich auf ihrer Facebook-Seite jedenfalls über die Gesichter von Kindern mit türkischen oder afrikanischen Wurzeln, die auf den Packungen abgebildet sind, überschwemmen das Netz mit Hasskommentaren und rufen zum Boykott auf.
(Foto: Screenshot/Facebook)
(Foto: Screenshot/Facebook)
Es ist ungewiss, ob die Rechtsextremen überhaupt mitbekommen haben, dass es sich bei den Gesichtern um die Kinderbilder gefeierter deutscher Fußballstars wie Ilkay Gündogan oder Jérôme Boateng handelt, bevor sie sich auf ihrer Facebook-Pinnwand mit den Worten „Vor Nichts wird Halt gemacht … Gibts die echt so zu kaufen? oder ist das ein Scherz?“ über die „ausländischen“ Kinder auf den Verpackungen ereiferten. Die Drohung der in der Tendenz nicht sehr kinderreichen Pegida-Anhänger, keine Produkte von Ferrero mehr zu kaufen, scheint das Unternehmen jedoch nur bedingt zu beeindrucken. In einem Beitrag auf Facebook heißt es von dessen Seite jedenfalls: „Wir von Ferrero möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich von jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung distanzieren. Wir akzeptieren und tolerieren diese auch nicht in unseren Facebook-Communities.“ Das Magazin „11 Freunde“ hat unterdessen bereits auf seine Weise reagiert und ein vermeintlich auf Pegida abgestimmtes Cover als Meme für Facebook kreiert: Auf diesem Verpackungsentwurf prangt Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg mit seiner berühmten „Stinkefinger“-Geste aus dem Jahr 1994.

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Eklat in Berlin
Zentralrat der Muslime will mit Teilen der AfD weiter im Gespräch bleiben

Düsseldorf (ots) – Auch nach dem gescheiterten Treffen des Zentralrates der Muslime mit der Spitze der AfD will Zentralratspräsident Aiman Mazyek mit Teilen der islamkritischen Partei weiter in Kontakt kommen. „Wir werden mit den Gemäßigten in der AfD weiter reden“, sagte Mazyek der „Rheinischen Post“. Der Zentralrat habe zu dem ersten Treffen eingeladen. „Wir bleiben gesprächsbereit“, unterstrich Mazyek.

Bayer-Monsanto-Deal
NRW-Umweltminister Remmel warnt Bayer vor Monsanto-Übernahme

Düsseldorf (ots) – NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) warnt Bayer vor der Monsanto-Übernahme: „Aus agrarpolitischer Sicht wäre der Monsanto-Kauf durch Bayer kontraproduktiv. Ein solch großes Unternehmen, das den Markt faktisch dominiert, würde wie ein Düsenantrieb den Umbruch in der Landwirtschaft weiter forcieren, zum Nachteil der familiengeführten Betriebe und damit der ländlichen Räume nicht nur in NRW“, sagte Remmel der „Rheinischen Post“. Das hätte mit freier Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Er sei gespannt auf die Reaktion der Kartellbehörden. Auch aus Sicht von Bayer sieht der Minister Probleme: „Wenn der Bayer-Konzern die Fehl-Entwicklungen bei Monsanto stoppen will, dann wäre das sicherlich zu begrüßen. Ansonsten bin ich mir sicher, dass sich die Führung der Bayer AG darüber im Klaren ist, dass sie das negative Image und die gesellschaftlichen Probleme von Monsanto mit einkaufen wird.“

"Denk!"
Niederlande: Europa hat mit „Denk!“ jetzt eine erste reine Migrantenpartei

Den Haag (nex) – Seit Jahren treibt der rechtsextreme Geert Wilders die niederländische Politik vor sich her und führt die etablierten Parteien gleichsam am Nasenring durch die politische Manege. Immer mehr Positionen der extremen Rechten wurden in den letzten Jahren von den traditionellen Parteien übernommen in der Hoffnung, die Abwanderung von Wählern damit stoppen zu können. Am Ende wurden auch in linken Parteien Politiker aus der muslimischen oder der Einwanderer-Community massiv unter Druck gesetzt, Kritik an ihrer Religion zu üben und einseitige Beschuldigungen gegen Regierungen von Herkunftsländern der Einwanderer zu reproduzieren. So auch in der sozialdemokratischen Arbeitspartei (PvdA), wo die Abgeordneten Tunahan Kuzu und Selçuk Öztürk eine gegenüber Einwanderern schulmeisternde und diese unter Pauschalverdacht setzende Integrationspolitik mittragen sollten. Die Abgeordneten weigerten sich jedoch, die ihnen vorgesetzten Gesslerhüte zu grüßen, traten aus der Fraktion aus und gründeten unter dem Namen „Denk!“ eine neue politische Bewegung. Seither ist es dieser gelungen, ihre Strukturen auszubauen und vor allem die Aufmerksamkeit junger Menschen aus Einwandererfamilien auf sich zu ziehen. Dies weckt nun Hoffnungen, dass sich die „Einwandererpartei“ auch dauerhaft etablieren kann, zumal mittlerweile selbst prominente Persönlichkeiten zu „Denk!“ stießen. So wurde im letzten November die ehemalige Miss Niederlande, die aus einer osteuropäischen Einwandererfamilie stammende Tatjana Maul, Sprecherin der Fraktion. Vor einer Woche kündigte dann auch die bekannte Fernsehmoderatorin Sylvana Simons, deren Familie aus Surinam stammt, ihre Kandidatur bei den Wahlen im nächsten Jahr an. „Denk!“ scheint vor allem dadurch im Unterschied zu früheren Projekten dieser Art eine bessere Ausgangsposition zu haben, dass es der Bewegung bisher gelingt, übergreifend Menschen aus Einwanderercommunitys für sich zu begeistern und nicht vorwiegend nur aus bestimmten Einwanderergruppen. Menschen mit osteuropäischen Wurzeln und solche mit türkischen und marokkanischen zeigen sich einig gegen Rassismus und Diskriminierung, gleichzeitig bieten sie auch religiösen Menschen und Aufsteigern mit Migrationshintergrund eine politische Vertretung, ohne sie zur Adaption sozialistischer Ideologieelemente zu zwingen, wie man dies zuvor von linken Parteien kannte. „Denk!“ will die Stimme der Ungehörten sein, die ihrer Hautfarbe oder ihres Namens wegen in weiten Teilen der europäischen Gesellschaft zu Menschen zweiter Klasse abgestempelt werden. Gleichzeitig respektiert „Denk!“ die Wurzeln der Einwanderer und will diese im Unterschied zu etablierten politischen Kräften nicht zur Assimilation zwingen. Auch ist es bei „Denk!“ keine Karrierevoraussetzung, sich europäischen Narrativen über die Geschichte und Regierungen der Herkunftsländer zu unterwerfen, etwa im Zusammenhang mit Forderungen an die Türkei, die Ereignisse von 1915 als „Armenier-Genozid“ anzuerkennen oder von Europa aus moralinsaure Belehrungen an die türkische oder russische Regierung zu richten. Man ist nicht „Charlie“ und distanziert sich von Politikern mit Einwanderungshintergrund wie der mittlerweile aus der Politik ausgeschiedenen Ayaan Hirsi Ali, die sich mit „Islamkritik“ den westlichen politischen Eliten anbiedern. Innerhalb eines Jahres hat „Denk!“ mehr als 2000 Mitglieder geworben. Bei den Wahlen im nächsten Jahr peilt man fünf Sitze im niederländischen Parlament an.

World Humanitarian Summit
Flüchtlingsgipfel: UNO-Chef kritisiert Abwesenheit der G7-Staaten

UNO-Chef Ban Ki-moon prangert Abwesenheit der G7 auf dem Humanitären Weltgipfel (WHS) an Istanbul (nex) – Ban Ki-moon erklärt, die Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs der G7 – mit Ausnahme von Angela Merkel – auf dem Humanitären Weltgipfel sei keine Entschuldigung für Untätigkeit. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon übte am gestrigen Dienstag scharfe Kritik an der Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs der G7 mit Ausnahme der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem weltweit ersten Humanitären Weltgipfel in Istanbul. „Es ist enttäuschend, dass [einige] Weltführer hier nicht dabei sein konnten, insbesondere jene der G7-Staaten außer Frau Merkel aus Deutschland“, sagte Ban auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem WHS-Gastgeber, dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.Die Abwesenheit dieser Spitzenpolitiker stellt keine Entschuldigung für Untätigkeit dar. Sie haben eine besondere Verantwortung zur Förderung des Friedens und der Stabilität“, fuhr der UNO-Chef fort und fügte hinzu, dass er den Gipfel vor vier Jahren „aus Besorgnis über steigende Bedürfnisse im humanitären Bereich und sinkenden Willen aufseiten der Politik“ vorgeschlagen habe. Die G7-Staaten, auch Gruppe der 7 genannt, besteht aus den weltweit bedeutendsten Industrienationen. Dem Gremium gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die USA an. Während des Gipfels, an dem über 100 der insgesamt 193 UN-Mitgliedsstaaten und 55 Staats- und Regierungschefs teilnahmen, wurden Ansätze zur Lösung der sich verschlimmernden humanitären Krise erörtert. Diese sind unter anderem: Vorbeugung und Beendigung von Konflikten, Beachtung der Regeln der Kriegsführung, Behandlung der Zwangsumsiedlungsfrage, Behandlung der Geschlechtergleichstellungsfrage, Bewältigung des Klimawandels, Beendigung der Notwendigkeit von Beihilfen und Investition in die Menschheit. Die Türkei, Gastgeberin des ersten Humanitären Gipfels dieser Art, belegte nach den neuesten Zahlen des Türkischen Präsidiums für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) in den Jahren 2012 und 2013 auf der Liste der Länder mit dem größten humanitären Engagement den dritten Platz. Nach einem weiteren Bericht über Globale Humanitäre Hilfe waren im Jahr 2013 die fünf größten Spendengeber die USA mit 3,8 Milliarden US-Dollar, gefolgt von EU-Institutionen mit 1,9 Milliarden US-Dollar, der Türkei mit einer Milliarde US-Dollar und Schweden mit 784 Millionen US-Dollar. Seit Beginn der Flüchtlingskrise hat die Türkei, die fast drei Millionen Syrer beherbergt, etwa 10 Milliarden US-Dollar für deren Versorgung ausgegeben.

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Türkisch-ukrainische Beziehungen
Drei Tausend ukrainische Polizisten sollen in der Türkei trainiert werden

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Istanbiul (nex) – Präsident Erdogan und sein ukrainischer Amtskollege Poroschenko besprachen die Angelegenheit während Poroschenkos Istanbulaufenthalt. 3000 ukrainische Polizeibeamte sollen in der Türkei ein Training erhalten. Nach Angaben des Präsidialamtes besprach der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Angelegenheit mit seinem ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko während dessen Aufenthalts in Istanbul. Neben qualifizierenden Maßnahmen werden die Programmteilnehmer Berichten zufolge auch mit den notwendigen Ausstattungen versorgt werden. Das Polizeitraining sei eine gute Form der internationalen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der Türkei, betonte Poroschenko und fügte hinzu, dass ähnliche Vereinbarungen auch für die ukrainische Nationalgarde vorgesehen seien. Neben den Trainingsvereinbarungen für Polizei und Militär kamen Ankara und Kiew darin überein, gegenseitigen Investitionsschutz zur Vermeidung von Doppelbesteuerung zu gewährleisten und so türkischen Geschäftsleuten Invetitionsmöglichkeiten zu bieten. Dasselbe soll auch für ukrainische Investoren in der Türkei gelten. Desweiteren erörterten die beiden Staatschefs die Freihandelszone und wiesen darauf hin, dass die Verhandlungen darüber wie auch über die Gemeinschaftsprojekte in den Bereichen Maschinen- und Flugzeugbau sowie Verteidigungsindustrie intensiviert werden müssten. Poroschenko teilte mit, dass man sich darauf geeinigt habe, die Gültigkeitsdauer des nationalen Visums für Ukrainer, die sich 90 Tage durchgehend in der Türkei aufhalten, zu verlängern.

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Tennis
French Open: Türkische Tennisspielerin erreicht zweite Runde in Paris

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Paris (nex) – Cagla Büyükakcay ist die erste türkische Tennisspielerin in der Open Era, die die zweite Runde einer Grand Slam erreicht, nachdem sie am gestrigen Montag ihre Gegnerin 2:1 bei den French Open in Paris geschlagen hat. Nach einem Satzrückstand kämpfte sich Büyükakcay zurück und schlug die Weißrussin Aliaksandra Sasnovich mit 5-7, 7-6 und 6-2 in der ersten Runde im Stade Roland Garros. Die 27-Jährige, die auf Platz 83 der Damen-Weltrangliste (WTA) steht, gewann am vergangenen Freitag gegen die Tschechin Klara Koukalova in der dritten Qualifikationsrunde der French Open. Ihren ersten WTA-Titel holte Büyükakcay im vergangenen Monat in Istanbul. Am morgigen Mittwoch wird sie gegen die Russin Anastasia Pavlyuchenkova (Platz 24) antreten.