Kroatien
Gewichtheben-EM: Drei Goldmedaillen für Türkei

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Split (nex)  – Die Türkei hat am ersten Tag der Europameisterschaften im Gewichtheben 2017 drei Goldmedaillen gewonnen.

Der türkische Gewichtheber Hursit Atak (Gewichtsklasse bis 62 kg) hat beim Stoßen und in der Gesamtkategorie zwei Goldmedaillen sowie beim Reißen eine Bronzemedaille gewonnen.

Bünyamin Sezer, ebenfalls Federgewicht, nahm beim Reißen eine Gold- und in der Gesamtkategorie eine Silbermedaille mit.

Die Europameisterschaften im Gewichtheben 2017 finden vom 2. bis zum 8. April im kroatischen Split statt.

 

"Populistischer Vorstoß"
Türkische Gemeinde: Forderung nach Islamgesetz schadet dem Zusammenleben

Heilbronn (ots) – Die Türkische Gemeinde in Deutschland lehnt die Forderung aus der CDU nach einem Islamgesetz ab. „Das ist nur reine Wahlkampftaktik und schadet gerade in der aktuellen Situation dem Zusammenleben zwischen Türken und Deutschen“, sagte der Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu der „Heilbronner Stimme“ und dem „Mannheimer Morgen“. Dies sei ein populistischer Vorstoß mit dem Ziel, die Islamverbände einzuschüchtern. Trotzdem sagte Sofuoglu, er sei bereit, sachlich eine Debatte über die bessere Integration von Muslimen zu führen. Dabei müsse aber beachtet werden, dass „der Islam zu Deutschland gehört“. Aus der CDU waren zuletzt Forderungen nach einem Islamgesetz laut geworden. Es solle etwa die Finanzierung von muslimischen Organisationen aus dem Ausland verbieten sowie Anspruch auf muslimische Seelsorger in Gefängnissen und Krankenhäusern festschreiben. Sofuoglu kündigte zudem an, dass die Türkische Gemeinde im Vorfeld der Bundestagwahl Wahlprüfsteine mit Fragen zum Zusammenleben von Deutschen und Türken an jeden Bundestagsabgeordneten schicken wird. Damit solle ein offener Dialog geführt werden. Es sei geplant, die Antworten der Bundestagsabgeordneten zu veröffentlichen.

Verfassungsreform in der Türkei
Referendum: Cavusoglu geht von 63 Prozent Ja-Wählern aus

Ankara (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu geht davon aus, dass beim anstehenden Verfassungsreferendum 63 Prozent der Teilnehmer mit Ja stimmen werden. Cavusoglu erklärte gegenüber Journalisten, dass einige Umfragen Ergebnisse von über 58 Prozent Ja-Stimmen aufwiesen und ergänzte, dass von noch mehr Referendumsbefürwortern ausgegangen werden könne. „Ich hoffe, dass es mehr sein werden“, betonte er. „Die Menschen zeigen großes Interesse.“ Er erwarte eine Wahlbeteiligung von über 50 Prozent, so Cavusoglu weiter. 2014 lag die Wahlbeteiligung der Auslandstürken bei 8,32 Prozent. Es war das erste Mal, dass sie im Ausland ihre Stimme abgeben durften. Etwa drei Millionen Auslandstürken haben seit vergangenem Montag bis zum 9. April die Möglichkeit, bei 120 Auslandsvertretungen in 57 Ländern am Referendum teilzunehmen. Die Wahllokale sind zwischen 9 und 21 Uhr geöffnet, sodass auch nach der Arbeit die Möglichkeit bestehe, seine Stimme abzugeben, so der türkische Außenminister.

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Flughafen Köln-Bonn
Mitarbeiter erheben Vorwürfe gegen Flughafen-Sicherheitsfirma

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Düsseldorf (ots) – Am Flughafen Köln/Bonn eingesetzte Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Kötter werfen ihrem Arbeitgeber in einer Mail an das NRW-Verkehrsministerium vor, dass dieser Bescheinigungen ausgestellt hat für Schulungen, die nie erfolgt seien. „Es werden uns Ordner von den Objektleitern vorgelegt, in denen sich Blanko-Schulungsbescheinigungen ohne Datum, Name und Schulungsinhalten befinden. Wir werden genötigt, diese dann zu unterschreiben“, heißt es in der Mail, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. So seien nicht dazu qualifizierte Mitarbeiter im Hochsicherheitsbereich eingesetzt worden. Kötter weist die Vorwürfe ausdrücklich zurück. Das NRW-Verkehrsministerium verlangt eine schnellstmögliche und lückenlose Aufklärung des Falls. Nach Informationen der Redaktion wollen Prüfer der Bezirksregierung Köln die Vorwürfe untersuchen und bereits heute am Flughafen Köln/Bonn die entsprechenden Dokumente bei Kötter einsehen.

Türkei
Antalya: Die Rückkehr der russischen Ehefrauen – 4 Millionen Touristen erwartet

Antalya (nex) – Mit der diplomatischen Normalisierung zwischen der Türkei und Russland kehren nicht nur die Touristen wieder in die sonnige Millionen-Metropole am Mittelmeer zurück, sondern auch die Tausenden russischen Ehefrauen, die nach der Jet-Krise mit der Türkei vorsichtshalber nach Russland heimgekehrt waren. „Nach Beendigung der Krise haben sich auch die Ehen wieder normalisiert. Frauen kehren wieder zu ihren Männern heim“, sagte Irina Balci, Leiterin des Vereins für russische Kunst und Kultur in Antalya, in einem Gespräch mit türkischen Medien. In der südtürkischen Provinz Antalya leben etwa 60.000 Russen, davon seien fast 90 Prozent Frauen. Etwa 40.000 Russinnen seien türkischen Medien zufolge mit türkischen Männern verheiratet und hätten etwa 80.000 Kinder zusammen. Der russische Generalkonsul zu Antalya, Oleg Wasilijewitsch Rogosa, erkannte die Bemühungen des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu an. „Unsere Staatsbürger wurden nicht allein gelassen“, erklärte Rogosa gegenüber türkischen Medien und ergänzte: „Es hat sich keiner bei uns über Diskriminierung beschwert. Außenminister Cavusoglu traf sich mit unseren Staatsbürgern und zeigte ihnen seine Liebe und Unterstützung in den harten Zeiten. Wir konnten so unsere Schlechtwetterfreunde erkennen.“ Antalya habe einen sehr besonderen Platz im Herzen der Russen, betonte der Generalkonsul. „Wir haben in Antalya Immobilieninvestitionen in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Die Russen belegen bei den Frühbuchungen den ersten Platz, und es werden nach Angaben unserer Reiseveranstalter drei bis vier Millionen Touristen erwartet.“

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Auto&Motor
Verkehrssünden werden im Ausland oft strenger bestraft als hierzulande

München (nex) – Verkehrssünden werden im europäischen Ausland teils deutlich strenger bestraft als in Deutschland. Besonders teuer kommt es deutsche Reisende zu stehen, wenn sie zu schnell fahren, am Steuer telefonieren oder alkoholisiert sind. Urlauber sollten daher die Verkehrsvorschriften des Landes kennen und sich entsprechend verhalten. Der ADAC gibt einen Überblick über die wichtigsten Bußgelder in den Reiseländern. Die Niederlande, die Schweiz und Italien stehen an der Spitze der Länder mit den höchsten Bußgeldern. Wer etwa das Tempolimit um 20 km/h überschreitet, muss in Italien mit einem Bußgeld von 170 Euro rechnen. Mindestens 165 Euro werden in den Niederlanden und der Schweiz fällig. Besonders schwere Folgen haben Fahrten unter Alkoholeinfluss. In Italien kann bei 1,5 Promille im Blut sogar das Fahrzeug enteignet werden, wenn Fahrer und Halter identisch sind. Dänemark sieht eine ähnliche Regelung ab 2,0 Promille vor. Stattliche Bußgelder drohen für das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung. Hier führen die Niederlande (230 Euro), Dänemark (200 Euro) und Italien (160 Euro) das Ranking an. Äußerst kostspielig wird falsches Parken etwa in den Niederlanden (ab 90 Euro), in Spanien (bis 200 Euro) und Dänemark (70 Euro). Innerhalb der EU werden Bescheide inzwischen schneller erstellt und mit Infos in der Landessprache des Kfz-Halters zugesandt. Nicht bezahlte Strafen aus dem EU-Ausland werden ab einer Bagatellgrenze von 70 Euro (Österreich ab 25 Euro) vollstreckt. Wer ein Bußgeld aus dem Ausland schnell bezahlt, kann viel Geld sparen. Italien, Frankreich und Spanien beispielsweise gewähren bei Sofortzahlung hohe Rabatte. Bei fehlerhaften oder offenkundig zu hohen Bußgeldbescheiden rät der ADAC, unverzüglich Einspruch einzulegen und juristischen Beistand zu suchen. Für Verkehrsverstöße im Ausland gibt es keine Punkte in Flensburg. Ein von einer ausländischen Behörde ausgesprochenes Fahrverbot hat in Deutschland keine Auswirkung.

Staatliche Grundsicherung
Jeder vierte Arbeitslose rutscht sofort in Hartz IV – Künstler und Kreative besonders stark betroffen

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Berlin/Saarbrücken (ots) – Fast jeder vierte Arbeitslose fällt nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ trotz einer vormals versicherungspflichtigen Beschäftigung sofort ins Hartz-IV-System. Besonders stark betroffen seien Künstler und andere Kreative mit nur kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine entsprechende Anfrage der Grünen. Den Daten zufolge sind im vergangenen Jahr mehr als 580.000 Menschen in die staatliche Grundsicherung abgerutscht, weil sie entweder die Zugangsvoraussetzung für Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung nicht erfüllten, oder aber vorher so wenig verdient hatten, dass ihr Arbeitslosengeld mit Hartz IV aufgestockt werden musste. Das waren 23 Prozent aller im letzten Jahr arbeitslos gewordenen Personen. Laut Bundesregierung profitierten in den vergangenen zwölf Monaten lediglich 239 kurzzeitig beschäftigte Personen wie Künstler und andere Kreative von der Arbeitslosenversicherung, obwohl für sie eine Sonderregelung mit niedrigeren Zugangshürden gilt. Künstler und andere kurzfristig Beschäftigte müssten weiter damit rechnen, trotz ihrer Beitragszahlungen nur in Ausnahmefällen über das Arbeitslosengeld abgesichert zu sein, kritisierte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer. „So droht die Arbeitslosenversicherung ihre Legitimation zu verlieren“.

Ökologischer Landbau
Landwirtschaftsminister will Anteil an Öko-Landbau in Deutschland auf 20 Prozent steigern

Düsseldorf (nex) – Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sieht beim ökologischen Landbau in Deutschland „deutlich Steigerungspotenzial“. „Ich bin davon überzeugt, dass es sinnvoll und machbar ist, 20 Prozent der Fläche im landwirtschaftlichen Anbau ökologisch zu betreiben“, sagte Schmidt der „Rheinischen Post“. Aktuell liege Deutschland bei sechs bis sieben Prozent. „Wir müssen heute sehr viel importieren, weil wir die heimische Nachfrage nicht selbst decken können. Das halte ich gerade im ökologischen Bereich nur für die zweite Wahl.“ Diese Steigerung gehe nicht „von heute auf morgen“, erklärte Schmidt. Realistisch lasse sich das in einer Zeitspanne von zehn bis 15 Jahren umsetzen. „Letztendlich entscheidet aber jeder Landwirt selbst, ob er umstellt oder nicht. Das lässt sich nicht per Gesetz verordnen, aber wir schaffen Anreize.“ Schmidt verwies auch darauf, dass im vergangen Jahr in Deutschland Bioprodukte „für fast 10 Milliarden Euro umgesetzt“ worden seien, „ein Plus von annähernd zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr“.

Internationaler Fahrrad-Kongress
Bund setzt auf mehr Fahrradschnellwege für Berufspendler

Düsseldorf (nex) – Die Bundesregierung will den schnellen Fahrradverkehr für Berufspendler weiter durch mehr Radschnellwege ausbauen. „Erstmals fördert der Bund im Jahr 2017 besondere Radschnellwege mit zusätzlichen 25 Millionen Euro. Das sind kleine Fahrradautobahnen für die, die ohne Ampeln und Kreuzungsverkehr viel schneller zur Uni oder zur Arbeit wollen“, sagte Verkehrs-Staatssekretär Norbert Barthle der „Rheinischen Post“. „Um den Fahrradverkehr weiter zu fördern, hat der Bund seine Mittel für Radwege von 60 auf 100 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt“, sagte Barthle. Das Fahrrad erlebe an seinem 200. Geburtstag einen „richtigen Boom in Deutschland“, sagte er. „Die Leute entdecken das Fahrrad als echte Alternative zum Auto im Stau oder zum überfüllten Bahn-Regionalverkehr. E-Bikes und Pedelecs erleben einen Verkaufsrekord“, sagte der CDU-Politiker. In Mannheim findet am Montag und Dienstag ein internationaler Fahrrad-Kongress statt.

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EU-Türkei-Beziehungen
Erdogan: Die EU ist eine Kreuzritter-Allianz

Ankara (nex) – Die Audienz der Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsländer beim Papst Franziskus in der vergangenen Woche ist nach den Worten des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan der Beweis dafür, dass die bedeutendste Union Europas eine „Kreuzritter-Allianz“ ist. Dies sei auch der Grund, warum die Türkei seit 54 Jahren nicht in die EU aufgenommen werde, erklärte der türkische Präsident bei einem Auftritt in Istanbul am heutigen Sonntag und fügte hinzu, dass das anstehende Referendum über die Verfassungsreform auch eine Abstimmung über die Beziehungen Ankaras zu Brüssel darstellen würden. Anlass zu der Audienz war der 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge gewesen. „Alle EU-Staats- und Regierungschefs gingen in den Vatikan und lauschten den Worten des Papstes“, sagte er. „Versteht ihr nun, warum sie die Türkei seit 54 Jahren nicht in die EU aufgenommen haben?“, fragte er und gab selbst die Antwort: „Die Situation ist ganz klar, und ich sage es in aller Deutlichkeit: Dies ist eine Kreuzritter-Allianz. Der 16. April wird auch der Tag sein, an dem wir diese Entscheidung bewerten müssen.“ Er habe mit dem, was er über die EU gesagt habe, recht behalten, betonte der türkische Präsident und ergänzte: „14 Jahre lang haben sie uns belogen. Und sie tun es immer noch.“

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