Treffen in Baku
Syrien: Gespräche zwischen Israel und der Türkei

Israel und die Türkei haben in Baku trotz ihres angespannten Verhältnisses Gespräche über ihre Interessen in der Region geführt.

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Baku – Israel und die Türkei haben in Baku trotz ihres angespannten Verhältnisses Gespräche über ihre Interessen in der Region geführt.

Eine israelische Delegation unter Leitung des Nationalen Sicherheitsberaters Zachi Hanegbi traf sich mit einer türkischen Delegation.

„Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen, um die regionale Stabilität zu wahren“, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit.

„Es ist vereinbart worden, den Dialog fortzusetzen, um die regionale Stabilität zu wahren“, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit.

In einer Rede am Mittwoch sagte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew, sein Land trage zur Beruhigung der Spannungen zwischen den beiden Nationen bei. Aserbaidschans Botschafter in Israel, Mukhtar Mammadov, sagte der Jerusalem Post:

„Aserbaidschan steht der Türkei sehr nahe und ist ein Freund Israels. Wir möchten, dass sich die Beziehungen zwischen Ihnen positiv entwickeln, und wir sind bereit, dies zu unterstützen“.

„Mechanismus zur Konfliktverhütung“

Laut dem türkischen Verteidigungsministerium stand beim Treffen ein „Mechanismus zur Konfliktverhütung“ im Fokus, der mögliche Zusammenstöße zwischen türkischen und israelischen Soldaten verhindern soll.

Das Ministerium fügte am Donnerstag hinzu, dass Israel seine „provokativen Angriffe“, die die territoriale Integrität Syriens bedrohen und die Sicherheit und Stabilität des Landes destabilisieren, sofort einstellen müsse.

„Um die regionale Sicherheit zu gewährleisten, muss Israel seine expansionistische und besatzende Haltung aufgeben, und die internationale Gemeinschaft muss diese Unrechtmäßigkeit verhindern“, so das Ministerium.

Nach Angaben des israelischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks Kan konnten die beiden Seiten keine Einigung erzielen, so dass beschlossen wurde, die nächste Gesprächsrunde auf die Zeit nach dem jüdischen Pessachfest zu verschieben, das in der folgenden Woche stattfindet.

Die Quelle wies auch darauf hin, dass die türkischen Behörden dem Militärflugzeug der israelischen Delegation auf dem Weg nach Baku keine Genehmigung für den Durchflug durch den türkischen Luftraum erteilten. Daher musste das Flugzeug die Türkei umgehen und über das Schwarze Meer fliegen.

Israel habe Ankara in Baku „unmissverständlich klargemacht, dass jede Änderung bei der Stationierung ausländischer Streitkräfte in Syrien, insbesondere die Einrichtung türkischer Stützpunkte in der Region Palmyra, eine rote Linie überschreitet“ und als schwerwiegender Verstoß betrachtet würde, so eine diplomatische Quelle gegenüber The Jerusalem Post.

Über Jahre hinweg war die Türkei die maßgebliche militärische und politische Unterstützerin der syrischen Opposition, die Ende 2024 das Assad-Regime stürzte. Die neue Regierung in Damaskus unter der Führung von Ahmad al-Scharaa pflegt enge Verbindungen zu Ankara und Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Nun strebt die Türkei an, ihren Einfluss im Nachbarland weiter auszubauen, unter anderem durch den Aufbau von Militärstützpunkten tief im Süden Syriens.

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