Gaza-Krieg
Türkei: Erdogan vergleicht Hamas mit türkischen Widerstandsgruppen

"Ich sage es ganz klar und offen: Die Hamas ist genau dasselbe wie die Kuva-i Milliye [Nationale Kräfte] in der Türkei während des Befreiungskrieges", sagte er in seiner Ansprache.

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die bewaffnete palästinensische Bewegung Hamas mit den türkischen revolutionären Kräften verglichen, die in den 1920er Jahren dazu beitrugen, ausländische Armeen aus Anatolien zu vertreiben.

„Ich sage es ganz klar und offen: Die Hamas ist genau dasselbe wie die Kuva-i Milliye [Nationale Kräfte] in der Türkei während des Befreiungskrieges“, sagte er in seiner Ansprache.

Die Kuvâ-yi Milliye waren Widerstandsgruppen in der Türkei, die sich nach der Besetzung des Landes durch die Truppen der Triple Entente nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg, bildeten.

Sie bestanden aus desertierten Offizieren der osmanischen Armee und Milizen. Sie traten zum ersten Mal in Izmir, das durch die griechische Armee besetzt worden war, in Aktion. Dort wurden die Kuvâ-yi Milliye durch einige Offiziere aufgestellt und organisiert. In Westanatolien kämpften diese Kuvayı Milliye durch Hit and Run-Aktionen gegen die griechischen Armeen, bevor die Nationalbewegung um Mustafa Kemal eine Armee aufstellen konnte.

Die Kuvâ-yi Milliye bekämpften die regulären Armeen der Besatzer mit Guerillataktik. Die zerstreuten Einheiten wurden durch die Gegenregierung in Ankara gebündelt und organisiert und ab der ersten Schlacht bei Inönü zu einer Armee auf- und umgebaut.

Hamas dankt Erdogan für Vergleich

Die Hamas erklärte daraufhin am heutigen Mittwoch, dass sie den Vergleich mit „großer Wertschätzung“ begrüße.

„Die Erklärungen Erdogans, in denen er seine Position bekräftigte, die Verteidigung des palästinensischen Volkes und seinen legitimen Kampf für die Befreiung seines Landes fortzusetzen, wurden sehr geschätzt“, erklärte die Hamas in einer heute auf ihrer Website veröffentlichten Erklärung.

Die Türkei hat den israelischen Feldzug im Gazastreifen schon früh kritisiert. Erdogan bezeichnete den Angriff bereits am 20. Oktober als Völkermord und war damit einer der ersten führenden Politiker der Welt, der diesen Begriff verwendete.

Das Land ist neben den Vereinigten Arabischen Emiraten einer der größten Geber von humanitärer Hilfe für den Gazastreifen und hat Dutzende von Palästinensern aus dem Gazastreifen zur medizinischen Behandlung in türkische Krankenhäuser eingeflogen.

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