Ukraine-Krise
Erdogan: Russlands Anerkennung der Teilrepubliken inakzeptabel

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Entscheidung Moskaus, die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine anzuerkennen, scharf verurteilt.

Teilen

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Entscheidung Moskaus, die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine anzuerkennen, scharf verurteilt.

Auf seinem Flug von der Demokratischen Republik Kongo nach Senegal beantwortete Erdogan Fragen von Reportern zu den aktuellen Entwicklungen mit den Worten: „Wir halten die Entscheidung Russlands, die sogenannten Republiken Donezk und Luhansk anzuerkennen, für inakzeptabel. Wir wiederholen noch einmal, dass wir alle betroffenen Parteien auffordern, mit gesundem Menschenverstand zu handeln und sich an das Völkerrecht zu halten.“

Erdogan:

Wir haben uns von Anfang an aufrichtig bemüht, die Spannungen in dieser Krise abzubauen. Wir haben unsere Botschaften zur Beilegung der Krise klar und deutlich dargelegt. Unser Außenministerium erklärte in einer Erklärung zu den jüngsten Entwicklungen, dass die Entscheidung Russlands, die so genannten Republiken Donezk und Luhansk anzuerkennen, im Widerspruch zu den Minsker Vereinbarungen steht. Der Erklärung zufolge stellt diese Entscheidung eine klare Verletzung der politischen Einheit, der Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine dar.

Auf die Frage nach dem Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Selenskyj für ein gemeinsames Gipfeltreffen mit den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates sowie mit der Türkei und Deutschland sagte Erdogan: „Wenn ein solcher Vorschlag als geeignet erachtet wird, werden wir uns natürlich gerne daran beteiligen. Dies habe ich bereits erwähnt. Meiner Meinung nach sollte man so vorgehen. Der Vorschlag von Herrn Selenskyj ist ein großer Schritt nach vorn. Wir werden teilnehmen, wenn sowohl die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates als auch andere Nationen diesen konstruktiven Ansatz aufgreifen.“

Zum Thema

– Ukraine-Krise –
NATO-Chef dankt Erdogan für Bemühungen

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat am Montag Präsident Recep Tayyip Erdogan für seinen Beitrag zu einer politischen Lösung der Russland-Ukraine-Krise und seinen persönlichen Einsatz gedankt.

Ukraine-Krise: NATO-Chef dankt Erdogan für Bemühungen

Auch interessant

Nach fast 20 Jahren: IG Metall-Vorstand Urban tritt zurück

Frankfurt - Es ist ein Einschnitt für die Gewerkschaftsbewegung: Hans-Jürgen Urban, geschäftsführender Vorstand der IG Metall, zieht sich nach bald zwanzig Jahren von seinem...

Automobilbranche im Wandel: Trends und Entwicklungen

Die Automobilindustrie befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Digitalisierung, Elektromobilität, nachhaltige Produktion und intelligente Assistenzsysteme verändern den Markt schneller als jemals zuvor. Hersteller...

Wirtschaftsministerin Reiche: „Wir brauchen die Türkei“

Ankara / Berlin – Inmitten schwerer geopolitischer Verwerfungen setzt die Bundesregierung auf eine drastische Vertiefung der wirtschaftlichen und strategischen Allianz mit Ankara. Bei ihrem ersten...

Meilenstein für den Islam in Deutschland: Erste Islamisch-Theologische Fakultät Europas entsteht in Münster

Münster / Berlin – An der Universität Münster wird Geschichte geschrieben: Zum 1. Juli nimmt an der dortigen Hochschule die europaweit erste eigenständige Islamisch-Theologische...

Sprachtest fürs Strandbad: Wenn Bürokratie und Ausgrenzung die Sicherheit ersetzen

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner In einem Strandbad in Halle (Sachsen-Anhalt) werden Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse künftig nicht mehr eingelassen. Die Begründung: Sicherheit. Badegäste müssten...

Headlines

Nach fast 20 Jahren: IG Metall-Vorstand Urban tritt zurück

Frankfurt - Es ist ein Einschnitt für die Gewerkschaftsbewegung: Hans-Jürgen Urban, geschäftsführender Vorstand der IG Metall, zieht sich nach...

Polnischer Präsident Nawrocki auf Türkisch: „Merhaba Asker!“

Ankara - Ein sympathischer Protokollbruch sorgt derzeit in den sozialen Netzwerken für Begeisterung: Beim offiziellen Staatsbesuch in Ankara begrüßte...

Israel: Abgeordneter Gideon Sa’ar fordert Anerkennung des „Völkermords an den Armeniern“

Tel Aviv - Inmitten einer historischen Annäherung zwischen der Türkei und Armenien sorgt ein politischer Vorstoß aus Israel für...

„Qantara“ – und das Schmusemärchen vom Zionismus

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Da meldet sich jetzt bei Qantara die israelische, selbstbekennende Zionistin und Historikerin Fania Oz-Salzberger zu...

Meinung

Türkischer Schauspieler Kadir Inanir gestorben

Istanbul - Die türkische Kinowelt steht unter Schock: Der legendäre Schauspieler Kadir İnanır ist im Alter von 77 Jahren im Krankenhaus verstorben. Der unvergessene...

Nach fast 20 Jahren: IG Metall-Vorstand Urban tritt zurück

Frankfurt - Es ist ein Einschnitt für die Gewerkschaftsbewegung: Hans-Jürgen Urban, geschäftsführender Vorstand der IG Metall, zieht sich nach bald zwanzig Jahren von seinem...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...