US-Krise
Bericht: Deutsche Bank beendet Geschäftsbeziehungen mit Donald Trump

Die Deutsche Bank wird nach der Stürmung seiner Anhänger auf das US-Kapitol künftig keine Geschäfte mehr mit US-Präsident Donald Trump oder seinen Unternehmen machen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Meldung der New York Times (NYT).

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Frankfurt – Die Deutsche Bank wird nach der Stürmung seiner Anhänger auf das US-Kapitol künftig keine Geschäfte mehr mit US-Präsident Donald Trump oder seinen Unternehmen machen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Meldung der New York Times (NYT).

Die Deutsche Bank ist mit ausstehenden Krediten in Höhe von rund 340 Millionen Dollar an die „Trump Organization“, dem Dachkonzern des Präsidenten, der derzeit von seinen beiden Söhnen geführt wird, Trumps größter Kreditgeber. Dies geht laut Reuters aus Trumps Offenlegungen gegenüber dem U.S. Office of Government Ethics vom 31. Juli letzten Jahres sowie aus Bankquellen hervor.

Der Schritt, über den die NYT unter Berufung auf eine Person, die mit den Plänen der Bank vertraut sei, berichtet, kommt zu dem Zeitpunkt, als die Signature Bank – bei der Trump laut den Ethik-Offenlegungen Giro- und Geldmarktkonten unterhält – seinen Rücktritt forderte.

„Der Rücktritt des Präsidenten ….ist im besten Interesse unserer Nation und des amerikanischen Volkes“, zitiert Reuters eine Mitteilung der Signature Bank auf ihrer Website.

Ein Sprecher der Deutschen Bank habe am Dienstag eine Stellungnahme zu dem NYT-Bericht abgelehnt und die „Trump Organization“ habe bisher nicht auf eine E-Mail, in der Reuters um einen Kommentar bat, geantwortet. Auch die Pressestelle des Weißen Hauses sei nicht ans Telefon gegangen.

„Wir sind stolz auf unsere Verfassung und stehen an der Seite derer, die versuchen, sie aufrechtzuerhalten, um sicherzustellen, dass der Wille des Volkes respektiert wird und ein friedlicher Machtwechsel stattfindet“, zitiert Reuters Christiana Riley, die Leiterin des US-Geschäfts der Deutschen Bank, die die Gewalt am Kapitol in Washington in einem Beitrag auf LinkedIn verurteilte.

Reuters berichtete bereits im November, dass die Deutsche Bank nach Wegen suchte, ihre Beziehung zu Trump nach den US-Wahlen zu beenden, da sie die negative Publicity, die aus den Beziehungen resultierte, leid sei.

Während der Kongresssitzung zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden, haben am Mittwoch Anhänger Trumps das Kapitol gestürmt. Mindestens vier Menschen kamen dabei ums Leben.

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