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Türkei will ungesunde Transfette in Lebensmitteln begrenzen

Die Türkei hat angekündigt, Regelungen zur Begrenzung der erlaubten Menge an industriell hergestellten Transfettsäuren in Lebensmitteln einführen zu wollen.

(Beispielfoto: nex24)
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Ankara (who) – Die Türkei hat angekündigt, Regelungen zur Begrenzung der erlaubten Menge an industriell hergestellten Transfettsäuren in Lebensmitteln einführen zu wollen.

In Einklang mit Empfehlungen der WHO sehen diese Regelungen vor, dass für den Endverbraucher und für den Einzelhandel bestimmte Lebensmittel nicht mehr als 2 g Transfettsäuren pro 100 g Fett enthalten dürfen. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Eliminierung von Transfettsäuren aus der Lebensmittelversorgung. Jährlich sterben rund 500.000 Menschen an einer Herzerkrankung, die von Transfettsäuren verursacht wurde.

In der Türkei sind nichtübertragbare Krankheiten für 87,5% aller Todesfälle verantwortlich, wobei davon wiederum 36,6% auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind.

„Die Türkei hat großes politisches Engagement gezeigt, vorzeitige Todesfälle zu verhindern, indem sie einen verbindlichen Ansatz zur Eliminierung industriell hergestellter Transfettsäuren aus der Lebensmittelversorgung verfolgt. Dies reduziert die Belastung durch künstliche Transfette und erhöht die Verfügbarkeit gesünderer Alternativen, um die Zahl der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren“, erklärt Dr. Toker Ergüder, Experte für nichtübertragbare Krankheiten und Gesundheitsförderung im gesamten Lebensverlauf im WHO-Länderbüro in der Türkei.

Industriell hergestellte Transfettsäuren sind ein unnötiger und potenziell schädlicher chemischer Stoff, der an Orten ohne entsprechende Beschränkungen oft in Backwaren und frittierten Waren zu finden und mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen verbunden ist. Die WHO und ihre Mitgliedstaaten haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 industriell hergestellte Transfettsäuren aus der Lebensmittelversorgung zu eliminieren.

Nichtübertragbare Krankheiten wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die führende Todesursache in der Europäischen Region der WHO. Eine an Transfetten reiche Ernährung erhöht das Risiko für Herzerkrankungen um 21% und das Risiko eines vorzeitigen Todes um 28%. Die Eliminierung industriell hergestellter Transfettsäuren aus der globalen Lebensmittelversorgung wird daher als lebensrettende Intervention für den Schutz der öffentlichen Gesundheit erachtet, berichtet die WHO.