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PKK-Anschläge in Deutschland
Köln: PKK-Anhänger attackieren weiteren türkischen Verein

In ihrem Hass auf Erdogan und die türkische Regierung machen Anhänger der Terrororganisation PKK auch nicht vor Angriffen auf Vereine der türkischen Opposition halt. In Köln attackierten Aktivisten der YPG den Sitz der oppositionsnahen türkischen Jugendvereinigung TGB. 

(Foto: tgb.ev)
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Köln (tp) – In ihrem Hass auf Erdogan und die türkische Regierung machen Anhänger der Terrororganisation PKK auch nicht vor Angriffen auf Vereine der türkischen Opposition halt. In Köln attackierten Aktivisten der YPG den Sitz der oppositionsnahen türkischen Jugendvereinigung TGB. Die Türkiye Genclik Birligi (deutsch: „Türkischer Jugendbund“, Abkürzung: TGB) ist eine kemalistische und antiimperialistische türkische Jugend- und Studentenorganisation.

Es entstand Sachschaden. Das Büro war schon einmal Ziel eines Anschlags. Die YPG ist der syrische Arm der Terrororganisation PKK. Im Netz kursieren Videoaufnahmen über die Tat. Laut einem Beitrag der TGB mit Sitz in Köln, verübten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Unbekannte den Anschlag auf das Büro der Jugendvereinigung. Dabei wurde eine Scheibe eingeschlagen, die unbekannten Täter versuchten auch in die Räumlichkeiten zu gelangen, was offenbar misslang. Anschließend beschmierten die Täter die Fassade mit politischen Parolen der YPG.

Nach Angaben der Vertreter der TGB, entstand ein Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Der Sitz sei nicht das erste Mal attackiert worden, so Yıldırım Gençer, dieselben Kreise hätten bereits Ende 2017 die Fassade beschmiert und die Fensterscheibe eingeschlagen. Man erwarte von der Polizei nun konkrete Schritte, damit solche Übergriffe auf türkische Einrichtungen unterbleiben.

Es ist in diesem Jahr bereits der zweite Übergriff auf eine türkische Einrichtung, die von den Tätern vor Ort zeitnah gefilmt und in PKK-nahen Internetseiten verbreitet wird. Am vergangenem Dienstagmorgen griffen unbekannte Täter zunächst ein türkisches Cafe im Ritterlandweg im Berliner Gesundbrunnen an und warfen die Schaufensterscheibe ein. Anschließend wurde die Fassade mit Farbbeuteln in rot, grün und gelb beworfen. Auch diese Tat wurde gefilmt und anschließend Online gestellt.

Am Dienstagabend wie auch Mittwochabend versammelten sich anschließend Vermummte in Berlin-Kreuzberg. Laut der Berliner Polizei, verstießen die Teilnehmer der nicht angemeldeten Protestaktion gegen das Betätigungsverbot der PKK bzw. YPG und das Sprengstoffgesetz. Eine Person wurde am Dienstagabend festgenommen, es wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Zu landesweiten „koordinierten“ Protestaktionen hatte das „Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland“ (NAV-DEM) aufgerufen, einem Dachverband dem vom Verfassungsschutz eine Nähe zur PKK nachgesagt wird. In einer Mitteilung wirft die NAV-DEM Deutschland im Falle einer Intervention der Türkei in Nordsyrien vor, indirekt eine Kriegspartei zu sein. Es gelte daher, hier Druck auf die „Bundesregierung aufzubauen und den Protest auf die Straße zu tragen.“

Sicherheitsbehörden hatten am Dienstag deutsche Medienhäuser vor Redaktionsbesetzungen aus dem Umfeld der Terrororganisation PKK gewarnt. Das bestätigte auch eine Sprecherin der Berliner Polizei auf Anfrage des Tagesspiegels. „Uns ist bekannt, dass Besetzungsaktionen geplant sind“, sagte sie laut dem Bericht und es handle sich dabei um eine bundesweite Warnung.

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