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Türkische Rentner: Serap Güler fordert Pflegeabkommen mit der Türkei

"Viele Migranten, die in Deutschland in die Pflegekasse eingezahlt haben, möchten in ihrem Herkunftsland betreut werden", sagte Güler.

(Symbolfoto: pixa)
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Essen – Integrations-Staatssekretärin Serap Güler (CDU) fordert ein bilaterales Pflegeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland, damit sich die Türkei-Zuwanderer der ersten Generation in der Türkei pflegen lassen können.

„Viele Migranten, die in Deutschland in die Pflegekasse eingezahlt haben, möchten in ihrem Herkunftsland betreut werden“, sagte Güler der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Warum sollte das nicht möglich sein? Ein Deutscher kann ja auch in Spanien von seiner Pflegeversicherung profitieren.“

Die Menschen sollten dort alt werden können, wo sie wollen und wo es ihnen einfacher fällt, so Güler.

Die erste Generation der Deutschtürken ist inzwischen im Rentenalter. Nach den Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) von 2015 lag der Anteil der 65-80-jährigen Türkeistämmigen bei 10,5 Prozent und somit bei etwa 300.000 Menschen.

Aus kulturellen und religiösen Gründe kommt ein deutsches Pflegeheim nicht in Frage und die Kinder sind oft nicht in der Lage, sich um die Pflege ihrer Eltern zu kümmern, weil sie berufstätig sind und in zu kleinen Wohnungen leben.

 

 

 

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