EU-Türkei-Beziehungen
Erdogan an Merkel: „Wie wollt ihr nach den Wahlen in mein Gesicht schauen“

In einer Rede vor Vertretern der regierenden Partei AKP in Ankara verurteilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Haltung deutscher Politiker in Bezug auf die Türkei und ihre Regierung. „Wie wollt ihr nach den Wahlen in mein Gesicht schauen“, fragte Erdogan.

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Ankara (nex) – In einer Rede vor Vertretern der regierenden Partei AKP in Ankara verurteilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Haltung deutscher Politiker in Bezug auf die Türkei und ihre Regierung. „Wie wollt ihr nach den Wahlen in mein Gesicht schauen“, fragte Erdogan. „Was hat Erdogan euch getan?“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich beim TV-Duell am Sonntag erstmals überraschend deutlich für das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ausgesprochen und diese Woche auch eine „Neuausrichtung“ der Türkei-Politik angekündigt.

Bei der heutigen Rede in Ankara hat Erdogan den Willen seines Landes zur Fortsetzung der Gespräche mit der EU für eine volle Mitgliedschaft bekräftigt.

„Die Türkei hat ihre strategischen Ziele einer EU-Mitgliedschaft, die eine offizielle Regierungspolitik sind, nicht aufgegeben“, sagte Erdogan.

Einige EU-Länder hofften, die Türkei zu einer Beendigung des Beitrittsprozesss zwingen zu können anstatt ihre wirklichen Absichten zu nennen – eine Haltung, die der türkische Präsident als „unmoralisch“ bezeichnete.

„Wir wollen, dass die EU-Institutionen und die europäischen Länder in ihrer Politik in Bezug auf die Türkei realistisch und aufrichtig sind“, so Erdogan weiter.

Es liege nun an der EU, den Weg zur vollen Mitgliedschaft zu ebnen und ihre Verpflichtungen zur Verhinderung der illegalen Einwanderung zu erfüllen oder den ganzen Prozess zu beenden.

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