Weltfrauentag
Frauengipfel in Istanbul: Nobelpreisträgerin Karman fordert mehr Frauen in Politik und Wirtschaft

Frauen sollten eine größere Initiative in der Politik und Wirtschaft zeigen, um ihre Rechte zu erlangen und die Entwicklung der Gesellschaft zu fördern, erklärte Medienberichten zufolge die jemenitische Nobelpreisträgerin Tawakkol Karman am heutigen Montag auf dem „Women Who Make a Mark“-Gipfel in Istanbul.

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Istanbul (nex) – Frauen sollten eine größere Initiative in der Politik und Wirtschaft zeigen, um ihre Rechte zu erlangen und die Entwicklung der Gesellschaft zu fördern, erklärte Medienberichten zufolge die jemenitische Nobelpreisträgerin Tawakkol Karman am heutigen Montag auf dem „Women Who Make a Mark“-Gipfel in Istanbul.

„Wenn Frauen in der Politik stärker die Initiative ergreifen, können sie ihren Geschlechtsgenossinnen den Weg in die Gesellschaft ebnen“, erklärte die Aktivistin auf der Veranstaltung anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages am 8. März und fügte hinzu, dass sie auf diese Weise auch mehr Respekt erhalten würden.

„Frauen sind die Anführer der Familie“, betonte sie. „Aber jetzt rufe ich die Frauen auf der ganzen Welt dazu auf, mehr Interesse an der Politik zu zeigen. Wenn sie dies tun, werden sie mehr Respekt in der Gesellschaft erlangen und eine Schlüsselrolle in ihren Ländern einnehmen.“

Auch die Männer forderte die 38-Jährige dazu auf, Frauen bei ihrem politischen und wirtschaftlichen Vorwärtskommen zu unterstützen:

„Bitte vertraut eurer Frau, eurer Tochter und Schwester, unterstützt sie. Männer, vor allem die aus muslimischen Gesellschaften, haben tausend Gründe, um stolz auf ihre Frauen und Töchter zu sein.“

Frauen spielten in jeder erfolgreichen Revolution eine Schlüsselrolle und hätten unter Beweis gestellt, dass sie jedes Hindernis überwinden könnten, so Karman weiter.

„Hinter allen Revolutionen waren Frauen, die für die Unabhängigkeit gekämpft haben“, unterstrich sie und forderte: „Wir stehen Schulter an Schulter mit den Männern, um Änderungen herbeizuführen und die Zukunft zu gestalten.

 

„Wir leben jedoch leider in einer von Männern dominierten Gesellschaft“, betonte sie und wies auf das gleiche Recht der Frauen , Bürgerinnen zu sein und Gerechtigkeit zu erhalten, hin. „Jeder sollte gleichbehandelt werden“, unterstrich sie und ergänzte, dass Männer die Frauen dabei unterstützen sollten: „Eine Gesellschaft kann nicht Respekt erlangen, wenn sie Frauen wie Bürger zweiter Klasse behandelt.“

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