Muslim-Rat in Frankreich verurteilt Anschlag
Journalistin: „Auch viele muslimische Opfer in Nizza“

Wie die Journalistin Maryam Violet gegenüber der britischen Zeitung Guardian erklärte, gebe es unter den Opfern des Anschlags auch viele Muslime. Violet befand sich wegen ihres Urlaubs zum Zeitpunkt des Anschlags am Strandboulevard Promenade des Anglais und wurde Zeugin des Angriffs.

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Nizza (nex) – Wie die Journalistin Maryam Violet gegenüber der britischen Zeitung Guardian erklärte, gebe es unter den Opfern des Anschlags auch viele Muslime. Violet befand sich wegen ihres Urlaubs zum Zeitpunkt des Anschlags am Strandboulevard Promenade des Anglais und wurde Zeugin des Angriffs.

Der französische Rat für muslimischen Glauben (CFCM) verurteilte den Anschlag aufs Schärfste und rief die Muslime im Land dazu auf, am heutigen Freitag für die Opfer des barbarischen Anschlags zu beten. Kurz nachdem Bekanntwerden der Tragödie verurteilte US-Präsident Obama den Anschlag aufs Schärfste und versicherte, dass Washington in Solidarität und Partnerschaft an der Seite seines ältesten Verbündeten stehe.

Mindestens 80 Menschen, unter ihnen Kinder, wurden getötet und weitere 20 verletzt, als ein LKW am gestrigen Donnerstag während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Erstürmung des Pariser Bastille-Gefängnisses (14. Juli 1789) in der südfranzösischen Stadt Nizza in eine Menschenmenge raste.

„Frankreich wurde an seinem Nationalfeiertag, der ein Symbol der Freiheit darstellt, getroffen“, sagte der französische Staatspräsident in einer landesweit im Fernsehen übertragenen Rede und teilte mit, dass der Ausnahmezustand, der am Ende dieses Monats enden sollte, für weitere drei Monate verlängert werden soll.

Ersten Berichten zufolge raste ein weißer LKW in die Menschenmenge und überfuhr über zwei Kilometer hinweg an der Promenade des Anglais Passanten, die ein Feuerwerk anlässlich des Nationalfeiertags ansahen. Laut Innenministerium starben mindestens 80 Menschen, zahlreiche weitere wurden demnach verletzt.

Hollande verurteilte den Terroranschlag: „Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terror bedroht“, betonte er. „Wir müssen absolute Wachsamkeit und unermüdliche Entschlossenheit an den Tag legen.“ Der Präsident führte weiter aus, dass sein Land seinen Einsatz in Syrien und im Irak gegen diejenigen verstärken werde, „die uns auf unserem eigenen Territorium angreifen.“

Mehrere Zeugen berichteten, dass der Fahrer, der während des Anschlags getötet wurde, aus dem LKW ausstieg und begann, um sich herumzuschießen. Ein anderer Zeuge erzählte dem französischen Fernsehsender BFMTV dass er weitere Männer mit Waffen in den Händen im LKW sitzen gesehen habe.

Die französische Tageszeitung Le Figaro zitiert Sicherheitskräfte, dass „mehrere Waffen, Gewehre und Handgranaten im LKW gefunden worden sind“.

Die lokale Zeitung Nice Matin und BFMTV berichteten, dass der Angreifer ein 31-jähriger Einwohner mit französisch-tunesischem Pass sei. Sicherheitsquellen hätten mitgeteilt, dass im LKW ein Ausweisdokument gefunden worden sei.

 

Der Anschlag fand kurz nach der Ankündigung des französischen Präsidenten statt, der erklärt hatte, dass der nach den tödlichen Anschlägen im vergangenen Jahr verhängte Ausnahmezustand nicht verlängert werde. Dieser hätte am 26. Juli geendet.

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