"Das Internet zurückgewinnen"
Twitter-Studie: Frauen beleidigen online genauso oft in sexistischer Weise wie Männer

Eine am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Studie des britischen Thintanks 'Demos' kommt auf ein erstaunliches Ergebnis.

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Londin (nex) – Eine am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Studie des britischen Thinktanks ‚Demos‘ kommt auf ein erstaunliches Ergebnis: Die Hälfte der sexistischen Bemerkungen, denen Frauen auf Twitter ausgesetzt sind, kommt von anderen Frauen.

Demos‘ Untersuchung zeigt, dass sowohl Männer als auch Frauen im selben Maß auf Twitter ein frauenfeindliches Verhalten an den Tag legen: Beide Geschlechter benutzen Ausdrücke wie „Schlampe“ oder „Hure“, welche Indikatoren für geschlechtsbezogene Beleidigungen im Internet darstellen.

Der Thinktank beobachtete britische Twitteruser über drei Wochen und stellte fest, dass 6500 Userinnen 10 000 „eindeutig aggressiven und frauenfeindlichen“ Tweets im Vereinigten Königreich ausgesetzt waren. Als die Untersuchung auf die internationale Ebene ausgeweitet wurde, fanden die Forscher sogar über 200 000 Tweets mit denselben Kraftausdrücken, die im gleichen Zeitraum an 80 000 Menschen gesendet wurden.

Eine vorherige ebenfalls von Demos durchgeführte Studie  kam damals zum Ergebnis, dass im Internet Frauen viel eher Opfer aggressiver, beleidigender Tweets werden als Männer.

Die Untersuchung wurde auf Initiative der fünf Unterhausabgeordneten Yvette Cooper, Maria Miller, Stella Creasy, Jo Swinson und Jess Philips durchgeführt. Sie starteten eine Kampagne „Reclaim the Internet“ („Das Internet zurückgewinnen“), die verschiedene Institutionen und soziale Medienplattformen zur Zusammenarbeit und Bewältigung des Online-Sexismus aufruft.

 

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