Aufbau Ostafrika
Türkische Unternehmensgruppe hilft Uganda bei der Entwicklung zur Exportnation

Die türkische ASB-Unternehmensgruppe wird in einer Sonderwirtschaftszone in Uganda 600 Millionen US-Dollar investieren. Schwerpunkt des Projekts werden Landwirtschaft, Fleischverarbeitung und Nebenbereiche der Viehwirtschaft sein. Auch sollen mittels erneuerbarer Energien 700 MW an Elektrizität erzeugt werden.

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Kampala (nex) – Die Regierung von Uganda hat ihren ersten Vertrag mit einem ausländischen Investor im Zusammenhang mit ihren Bemühungen um die Schaffung von Sonderwirtschaftszonen geschlossen. Der Partner dabei ist die türkische ASB-Gruppe. In den Sonderwirtschaftszonen soll es ausländischen Investoren ermöglicht werden, Investitionsgüter und Dienstleistungen, die für den Produktionsprozess erforderlich sind, einführen zu können, ohne zuvor Zollgebühren entrichten zu müssen, erklärte der ugandische Minister für Finanzen und Wirtschaftsentwicklung, Matia Kasaija, am Montag in einer Pressekonferenz erklärt.

„Die ugandische Regierung versucht mittels ihres Ziels, freie Wirtschaftszonen zu errichten, Ugandas Exportpotenzial zu optimieren, auf diesem Wege seine Exporte zu diversifizieren und auf diese Weise das derzeitige Handelsdefizit zu reduzieren“, erklärte Kasaija. Am Montag unterfertigte die Regierung in Kampala ihren ersten Vertrag in diesem Zusammenhang mit der türkischen ASB-Gruppe, die sich bereit erklärte, 600 Millionen US-Dollar in einer Sonderwirtschaftszone zu investieren.

Nakaseke soll zu Ugandas Aushängeschild als Investitionsstandort werden

Kasaija zufolge konzentriere sich die Vereinbarung auf „kritisches Investment im Bereich des produzierenden Gewerbes, des landwirtschaftlichen Sektors, vor allem der Viehwirtschaft und der Fleischproduktion in Uganda“. Darüber hinaus werde es auch eine Reihe von Investitionen in damit zusammenhängende Industriebereiche wie Leder und Gerbereien, Futtermittel und auch unter anderem in erneuerbare Energien geben. Die Investition, die ihren Schwerpunkt im zentralugandischen Bezirk Nakaseke haben wird, wird durch Maßnahmen zur Entwicklung der Infrastruktur sowie zum Technologietransfer an Bauern begleitet.

„Darüber hinaus wird die Qualität der Produkte in großem Ausmaße zunehmen und die freie Zone wird unser Land als glaubwürdigen Standort für Investitionen präsentieren“, erklärte Minister Kasaija. Dem ASB-Businessplan zufolge sollen mehr als 200 Wirtschaftsunternehmen in der Sonderwirtschaftszone zwischen 15 000 und 20 000 qualifizierte und teilweise qualifizierte Jobs für Menschen aus Uganda schaffen, darüber hinaus soll auf indirektem Wege etwa eine Million Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Produktionskette entstehen. Der Finanzminister bat um Nachsicht für die lange Zeitspanne, die es gedauert hatte, um die Verhandlungen mit dem Unternehmen, die bereits 2009 begonnen hatten, zum Abschluss zu bringen.

Der türkische Botschafter in Uganda, Sedef Yavuzalp, bezeichnete das Abkommen als Symbol für die enge Beziehung zwischen der Türkei und Uganda. „Ich denke, das wird eine der wichtigsten Investitionen sein, die der ugandischen Wirtschaft, dem ugandischen Volk und dem türkischen Volk nützen werden“, erklärte der Diplomat. „Wenn die Exportkapazitäten in diesem Bereich voll ausgeschöpft werden, wird dieses Projekt jährlich etwa vier Milliarden für Uganda einspielen.“ Außerdem sollen im Zusammenhang mit dem Projekt 700 MW an Elektrizität in der Sonderwirtschaftszone produziert werden.

ASB-Gruppe will Qualitätsoffensive forcieren

Der Vorsitzende der ASB-Unternehmensgruppe, Sitki Ayan, erklärte, dass trotz der Tatsache, dass die Produktion von Treibstoffen zu den Haupteinnahmequellen Ugandas gehört, für seine Unternehmen Landwirtschaft, Viehwirtschaft und Viehzucht den Hauptfokus bilden würden. Sitki erklärte, man hoffe, die Qualität von Produkten für den Export aufseiten lokaler Produzenten zu verbessern und so für beide Seiten mehr an Gewinn zu erzielen. „Wir werden uns auf Elektrizität, Fabriken und Landwirtschaft konzentrieren, und wir werden direkt investieren – etwa wenn wir planen, Mittel für Viehwirtschaft, Kaffee und Baumwolle freizumachen und Verarbeitungsstätten zu errichten.

Wir werden zudem auch noch andere Investoren einladen“, äußerte Sitki. Dass es Uganda nicht gelungen sei, internationale Standards zu erreichen, sei eines der Hauptprobleme im Export innerhalb der ostafrikanischen Region gewesen, erklärte Sitki, jedoch sagte er auch voraus: „Wenn wir unser System etabliert haben, wird Uganda leicht in der Lage sein, in die Türkei, in den Iran und nach Europa zu exportieren.“ Die ASB-Unternehmensgruppe hat bereits in jüngster Zeit Abkommen zur Investition in Sonderwirtschaftszonen mit Ägypten, dem Senegal und Ghana abgeschlossen.

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