Krieg gegen den Terror Türkischer Elitesoldat: Zwei Drittel der PKK-Terroristen im Kandil-Gebirge sind vernichtet worden
„Egal, wer sich hinter der PKK befindet, egal welche Hilfestellung der PKK geleistet wird, wird entfernt werden, so wie man den Rost von einem Boot entfernt. Im Moment ist ein Großteil der Bergguerilla vernichtet worden. Ihre Organisationen in den Städten werden die nächsten sein.“
"Ich habe mich dort in ein Auftankflugzeug begeben und war für fünf Stunden in der Luft. Ich habe mit Bomberpiloten gesprochen, die dort ihren Einsatz flogen. Mit dem Versprechen, die Grenze des „Streng Geheimen“ nicht zu durchbrechen, konnte ich mir als Augenzeuge ein Bild von der Sache machen.“ (Foto: haber7)
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Sicherheitsexperte: Zwei Drittel der PKK-Terroristen im Kandil-Gebirge sind eliminiert worden
Ankara (nex) – In einem Interview mit der Zeitung „Hürriyet“ sprach der frühere Elitesoldat und heutige Sicherheitsexperte Mete Yarar über den Terror in Dağlıca, das aus dem Syrienkrieg nachgeahmte Vorgehen der PKK und die Luftschläge der türkischen Luftwaffe. Der Veteran der Spezialeinheit „Bordeaux-Barette“ und Spezialist für strategische Kriegsführung erklärte, dass die PKK ihre nunmehrige Vorgehensweise aus dem Syrienkrieg übernommen habe und nun versuche, diese in der Türkei anzuwenden. Er geht davon aus, dass die Terroristen den bislang von den Bergen aus geführten Krieg in die Städte tragen werden.
Der Reporter trug an Mete Yarar die Frage heran, ob tatsächlich, wie oft von regierungskritischen Kreisen behauptet werde, bei den seit knapp zwei Monaten durchgeführten Luftschlägen „nur Berge und Steine bombardiert“ würden. Der Experte erklärte daraufhin: „Um dieser Behauptung nachzugehen, habe ich mich entschlossen, Filmaufnahmen in İncirlik zu machen, habe mich dort in ein Auftankflugzeug begeben und war für fünf Stunden in der Luft. Ich habe mit Bomberpiloten gesprochen, die dort ihren Einsatz flogen. Mit dem Versprechen, die Grenze des „Streng Geheimen“ nicht zu durchbrechen, konnte ich mir als Augenzeuge ein Bild von der Sache machen.“ Die technologische Entwicklung des Wesens der Luftstreitkräfte, so Yarar, ließe ein Bombardement von lediglich Bergen und Steinen nicht zu. Ein Lufteinsatz, der vor wenigen Tagen stattgefunden hatte, als 100 Flugzeuge im Einsatz gewesen waren, sei der größte seit 25 Jahren gewesen. Zwei Drittel der 1500 aktiven PKK-Kämpfer im Kandil-Gebirge seien, so Yarar, unschädlich gemacht worden.
„Wenn wir aber so erfolgreich sind, wie konnte dann das Attentat in Daglica passieren?“, fragte die Zeitung weiter. „Der Punkt an dem wir angelangt sind, ist, dass Terroristen nicht mehr aus den Bergen kommen, um Anschläge zu verüben“, so Yarar, „sondern sie gehen aus den Städten in die Berge, um Anschläge zu verüben“. Das Ziel der PKK sei, Angst zu schüren, und diese Taktik habe sie sich von den Akteuren des Syrienkrieges abgeschaut. Deshalb sei sie auch dazu übergegangen, Sicherheitsbeamte vor den Augen von Frau und Kindern zu ermorden oder sie im Schlaf mit Kopfschüssen hinzurichten.
„Die Terrororganisation PKK hat nicht nur das Bombenbauen in Syrien gelernt“, so der Sicherheitsexperte. „Den Terroristen ist auch aufgefallen, dass, wenn ihnen die erforderliche Kampfstärke fehlt, um ein Gebiet unter Kontrolle zu bringen, man die Hegemonie trotzdem aufrechterhalten kann, indem man Angst schürt. Daher hat die PKK angefangen, brutale, hinterhältige Anschläge, die traumatisch sind, zu verüben, um Ängste zu schüren. Der eigentliche Grund der letzten Anschläge ist, die Nerven der Bevölkerung blank zu legen.“
(Foto: haber7)
Sogar bei der Mafia, so Yarar, gelte der Grundsatz, „keine Frauen und Kinder“ zu töten. Die PKK habe die Mafia nun an Skrupellosigkeit überholt und töte Frauen und Kinder. Auch der Kultur- und Tourismusminister der Türkei, Yalçın Topçu, fand am Wochenende deutliche Worte: „Egal, wer sich hinter der PKK befindet, egal welche Hilfestellung der PKK geleistet wird, wird entfernt werden, so wie man den Lack von einem Boot abkratzt. Im Moment ist ein Großteil der Bergguerilla vernichtet worden. Ihre Organisationen in den Städten werden die nächsten sein.“
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