"Gründungsfreude trifft Ambition"
Jeder fünfte Existenzgründer ist Migrant
Anteil am Gründergeschehen stabil
Frankfurt am Main (ots) – 2016 war jeder fünfte Gründer in Deutschland Ausländer oder eingebürgert. Migranten leisten somit einen wichtigen, über die Jahre stabilen Beitrag zum Gründungsgeschehen.
Gleichwohl war ihre absolute Anzahl mit 139.000 Gründern so niedrig wie nie zuvor seit Erhebung des Wertes im Jahr 2009. Dies spiegelt den historischen Tiefstand der gesamten Gründungstätigkeit wider, wie die aktuelle Kurzanalyse von KfW Research „Gründungen durch Migranten: Gründungsfreude trifft Ambition“ zeigt. Migranten sind jedoch leicht überdurchschnittlich gründungsaktiv (21 % bei einem Bevölkerungsanteil von 20 %).
Migranten mit akademischen Abschluss zeigen außergewöhnlich hohe Gründungsneigung
Treiber dabei war die außergewöhnlich hohe Gründerquote bei Migranten mit akademischem Abschluss:
Diese überragt mit 3,1 Gründern/100 Erwerbsfähigen (im Durchschnitt der Jahre 2009-2016) sowohl die Gründerquote bei Migranten insgesamt (1,8 %) als auch die allgemeine Gründerquote bei Akademikern (2,3 %) deutlich.
„Bei Existenzgründungen durch Migranten sind Akademiker eine treibende Kraft“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Akademische Gründer sind bei Migranten nicht nur wachstumsorientierter sondern auch bestandsfester. Das ist eine Erfolg versprechende Kombination.“
In den Daten des KfW-Gründungsmonitors zeigt sich, dass Migranten ihre Existenzgründungen überdurchschnittlich offensiv angehen: Sie investieren mehr Wochenstunden in ihre Gründungsprojekte (durchschnittlich 32 Stunden verglichen mit 29 Stunden bei Gründern insgesamt); gründen häufiger im Team (23 % zu 20 %) und schaffen häufiger Arbeitsplätze (39 % zu 28 %).
Größere Wachstumsambitionen bei Migranten
Besonders hervorzuheben ist zudem die Wachstumsorientierung von Migranten. Jeder fünfte möchte mit seinem Unternehmen „so groß wie möglich“ werden (22 %). Insgesamt streben dies nur 15 % aller Gründer an. Migranten gründen ingesamt häufiger aus Mangel an Erwerbsalternativen, weshalb auch ihre Abbruchquote höher ist als im Durchschnitt:
41 % brechen innerhalb der ersten drei Jahre ihre Existenzgründung ab im Vergleich zu 30 % aller Gründer. Notgründer beenden ihr Gründungsprojekt eher wieder, wenn sich attraktive Jobmöglichkeiten bieten.
Eine weitere Besonderheit zeigt sich bei der Gründungsfinanzierung. Zwar nutzen Migranten gleich häufig und in gleichem Umfang Fremdmittel wie alle anderen Gründer, doch nutzen sie seltener Bankdarlehen als Finanzierungsquelle. Sie greifen dafür häufiger auf Überziehungskredite oder auf die finanzielle Unterstützung von Freunden und Verwandten zurück.
„Die Tendenz zu teureren Überziehungskrediten kann ein Hinweis auf beschränkten Kreditzugang sein, der seinerseits Erfolgschancen mindert. Eine erfolgversprechende Gründung sollte aber nicht am Kreditzugang scheitern. Für Gründer ist ein offener und bezahlbarer Kreditzugang wichtig,“ sagt Dr. Zeuner.
Terrorismus
Ermittlern gelingt Schlag gegen Terrorfinanzierer: Zwei Millionen Euro beschlagnahmt
Köln (ots) – Im Kampf gegen die Finanzierung „islamistischer Terrorgruppen“ ist Sonderermittlern des Landeskriminalamts in NRW und der Steuerfahndung ein erfolgreicher Schlag gelungen. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Geldspürhunde der Polizei entdeckten bei einer Razzia gegen eine international operierende Bande von Umsatzsteuerbetrügern Barbeträge von rund zwei Millionen Euro, wie das Finanzministerium des Landes bestätigte.
Die Festgenommenen hatten die Geldbündel hinter Wandverkleidungen versteckt. Die Organisation, deren Hintermänner von der arabischen Halbinsel aus agierten, sollen über ein geschickt inszeniertes Umsatzsteuerkarussell den Fiskus hierzulande um zweistellige Millionenbeträge betrogen haben.
Die kriminellen Erträge dienten laut den Ermittlungen der beim LKA angesiedelten Sondereinheit EOKS zur Finanzierung des islamistischen Terrors. Wo und wann die Razzia stattfand wollte das Ministerium aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Laut einem internen Vermerk für das Finanzministerium laufen „unter Beteiligung von EOKS bundesweit Ermittlungsverfahren, in denen gewerbs- und bandenmäßige Umsatzsteuerhinterziehungen mit Schäden von mehr als 10 Milliarden Euro verfolgt werden“.
Oft steckten hinter diesen Betrugsmodellen professionell organisierte Banden, die vom Ausland heraus agieren – zum Teil auch, um den islamistischen Terrorismus zu finanzieren“, heißt es weiter. Seit ihrem Start im Februar 2015 erzielte die NRW-Spezialeinheit bis Juli 2017 zusätzlich Mehreinnahmen für die Staatskasse in Höhe von 144 Millionen Euro.
In den abgeschlossenen Verfahren seien Haftstrafen von zusammengerechnet mehr als 54 Jahren verhängt worden, so das Finanzministerium.
Die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf will nun mit Hilfe einer neugegründeten Task Force aus Steuerfahndern, Kripo-Beamten und Staatsanwälten „einen starken Beitrag im Kampf gegen Terror, Geldwäsche und organisierte Kriminalität leisten“, sagte Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) der Zeitung.
Nahrungsmittelproduktion
Kommentar: „Separatorenfleisch wird meist Menschen mit Migrationshintergrund untergejubelt“
Gastbeitrag von Dilara Faslak
In der Fleischwarenindustrie wird heutzutage das Tier vollständig verarbeitet, sodass man alle Komponenten vom Tier in verschiedensten Bereichen der Lebensmittelindustrie verwerten kann. Sei es die Gelatine in Fruchtsäften, die Feder und Borsten in Teigwaren oder eben die Restfleischanhaftungen an den Knochen der Tiere in Fleischprodukten.
Dabei handelt es sich um sogenanntes Separatorenfleisch. Es umfasst die maschinelle Entfernung jenes Fleisches, welches nicht von Hand mit dem Messer vom Knochen getrennt werden kann. Dafür wird das Fleisch samt dem Knochen unter hohem Druck durch löchrige Zylinder gepresst oder durch Zentrifugen getrennt, sodass das knochennahe Fleisch vom Knochen „separiert“ werden kann.
So vorteilhaft und positiv sich das auch anhören mag, durch das Pressverfahren löst sich die Struktur der Muskelfaser auf, sodass Reste vom Knochen, Sehnen, Rückenmark und Nervengewebe in dem Separatorenfleisch nachgewiesen werden können (Kolsarici, Candogan, 2002). Auch, wenn es nicht als gesundheitlich bedenklich gilt, das gewonnene Gemisch ist mit normalem Muskelfleisch nicht mehr vergleichbar, zudem anfällig für Keime und weist eine minderwertige Qualität in den Fleischprodukten auf, welche überwiegend an Menschen mit Migrationshintergrund gerichtet ist.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Wo wird Separatorenfleisch verwendet?
Die Verwendung des knochnahen Fleisches erfolgt in diversen verarbeiteten Produkten, sei es in Wurst, Salami, Döner, Sosis, Sucuk, Burger oder weiteren Fleischprodukten. Abhängig vom Gewinnungsverfahren besitzt Separatorenfleisch eine hackfleischähnliche, zähe, pastöse oder auch flüssige Konsistenz; es ist auf Grund des hohen Zerkleinerungsgrades besonders leicht verderblich und darf nur in hitzebehandelten Fleischerzeugnissen verwendet werden. Dabei ist in Europa die Gewinnung aus dem Restfleisch vom Rind aufgrund des BSE-Skandals untersagt. Aus diesem Grund werden für die Produktion von Separatorenfleisch die Knochen mit dem anhaftenden Fleisch vom Schwein oder Geflügel, wie Huhn oder Pute, verwendet. Dabei stammt das in Europa gewonnene Separatorenfleisch zu 88% aus Geflügel und die restlichen 12% vom Schwein (LGL Bayern, 2014). Seperatorenfleisch gilt rechtlich nicht als Fleisch und fällt daher in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung unter die Regelung von „Ersatzzutaten”. Daher besteht für das maschinell gewonnene Fleisch eine Deklarationspflicht, sodass der Einsatz und die jeweilige Tierart des Separatorenfleisches für den Verbraucher ersichtlich sein muss. In zahlreichen Fleischprodukten, die vor allem in türkischen Lebensmittelgeschäften angeboten werden, ist der enthaltene Separatorenfleischanteil jedoch so hoch, dass die Warenverkehrsbezeichnung eines Produktes beispielsweise explizit „Separatorenfleisch-Fleischwurst“ lauten müsste. Für den Hersteller und den türkischen Lebensmittel Groß- und Einzelhandel stellt dies eine praktische Alternative zum Muskelfleisch dar, es ist kostengünstig und wirtschaftlich vorteilhafter. Aber: wie ethisch ist es, diese Fleisch-Knochen-Masse dem Verbraucher, vor allem gezielt an solche mit Migrationshintergrund, unter verschiedensten Bezeichnungen unterzujubeln? Anzumerken bleibt, dass Produkte die Separatorenfleisch enthalten ein Phänomen des vorwiegend türkischen Lebensmittelhandels sind. Im deutschen Lebenshandel werden solche Produkte nicht gelistet da die Einkäufer der Lebensmittelketten penibel auf die Zutaten und die Einhaltung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse achten. Auch wäre ein Hersteller von Produkten die Separatorenfleisch enthalten und sich offen dazu bekennen würde schnell insolvent, da deutsche Verbraucher die Produkte nicht kaufen würden und der Imageschaden auch für den Einzelhandel sehr groß wäre. Die Produzenten von Separatorenfleischprodukten sitzen daher meist im europäischen Ausland und produzieren primär nur für Verbraucher mit Migrationshintergrund. Folgend nur eine kleine Auflistung jener Marken und Produkte welche Separatorenfleisch beinhalten (die jeweiligen Ziffern hinter den Produktbezeichnungen geben den enthaltenen Separatorenfleischanteil an): – ALADIN: Aladilim Zeytinli (mit Oliven, 30%) – DESTAN: Tavuk Sosis (Hühnerseparatorenfleischerzeugnis mit Weizenmehl, 56%), Parmak Sucuk (Knoblauchwurst nach türkischer Art, 55g), Hindi Sosis (Hühnerwürstchen mit Putenfleisch und Stärke, 52%) – ESMA: Sucuk (Knoblauchwurst aus Huhn und Rindfleisch, 55g) – FULYA: Tavuk sosis (Hühnerwürstchen mit Mechanisch getrenntem Hühnerfleisch, 63%), Izgara Sosis (Hühnerbratwurst mit Putenfleisch, 38%), Tavuk Salam (Erzeugnis nach Art einer Fleischwurst, 55%) – LEZIZ: Tavuk Salam (Hühnerwurst mit Weizenmehl, 37%) – ÖZMIRAC: Mini Sucuk 20%, Tavuk sosis, Sigir sosis, Sade salam, Tavuk Dilim Salam – ÖZYÖREM: Yumurcak Cocktail Sosis (Mini Hühnerseparatorenfleischerzeugnis mit Rindfleisch und Weizenmehl, 57%), Kangal Sucuk (Knoblauchwurst nach türkischer Art), Sade Dilim Salam (Geflügelfleischerzeugnis mit Separatorenfleisch und Kartoffelstärke nach Art einer Fleischwurst, 30%) – SELAM: Yavru Sosis (Mini-Hühnerwürstchen mit Mechanisch getrenntem Hühnerfleisch und Rindfleisch, 57%), Yavrum Wiener Sosis (Hühnerwürstchen mit Mechanisch getrenntem Hühnerfleisch, 51%), Jumbo Sosis 7% – ŞÖLEN: Doyum Sucuk (Hühner Knoblauchwurst 55g) – TAMTÜRK: Sığırlı Haşlamalık Tavuk sosis (Feinzerkleinerte Brühwurst zum Brühen, aus Hühnerseparatorenfleisch mit Rindfleisch, 70%) – TUNA: Dilimli Tavuk Salam (Erzeugnis aus Hähnchenseparatorenfleisch, 72%), Tavuk Salam (Erzeugnis aus Hähnchenseparatorenfleisch, 71%) – YEDOY: Hindi Salam (Brühwurst, 65%)Einzelnachweise
- Hochspringen↑ https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_07_fleischerzeugnisse/et_separatorenfleisch.htm
Quellenangabe
- Kolsarici Nuray, Candogan Kezban: Quality Characteristics and uses of mechanically deboned meat, 2002. Ankara
- Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL Bayern): Separatorenfleisch, 2014
- HalalWiki
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Reisen
Afrika: „Turkish Airlines fliegt Ziele an, die andere Fluggesellschaften meiden“
Istanbul (nex) – Als die teilstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines mit täglichen Direktflügen in einen vom Krieg verwüsteten und von Terrormilizen geplagten afrikanischen failed state startete, waren Branchenexperten skeptisch. Das sind sie mittlerweile nicht mehr.
„Somalia gehört zu unseren meistgebuchten und profitabelsten Zielen weltweit“, sagte Turkish Airlines Kenya-Chef Mustafa Özkahraman gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters und fügte hinzu: „Weil wir die einzige internationale Airline sind, die Somalia anfliegt – die erste und einzige“. Im Jahr 2011 bot Turkish Airlines Flüge in 14 afrikanische Städte an. Ende 2017 werden es mit Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, bereits 52 Strecken sein, die das Unternehmen von Istanbul aus anfliegt. Die in Istanbul ansässige Fluggesellschaft möchte an den Erfolg in Somalia anknüpfen und ihr Angebot afrikaweit in den Ländern ausbauen, die von anderen Airlines gemieden werden. Özkahraman bestritt den Vorwurf, dass die neue Afrika-Strategie der Turkish-Airlines mit dem wachsenden Interesse Ankaras am afrikanischen Kontinent zusammenhänge.„Viele Leute mögen denken, unsere Flüge nach Somalia seien nicht gewinnorientiert, sondern politischer Natur“, sagte Özkahraman und ergänzte:“Wir führen Machbarkeitsanalalysen durch, und die jeweilige Strecke muss nach diesen Studien profitabel sein, entweder jetzt oder in naher Zukunft“.
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"Demokratie ist uns das wert"
Piratenpartei klagt gegen die kommunale Sperrklausel von 2,5 Prozent
Düsseldorf (ots) – Der Landtag in Nordrhein-Westfalen beschloss im Juni 2016 mit den Stimmen von SPD, Grünen und CDU eine kommunale Sperrklausel von 2,5 %. Die Piratenfraktion stimmte in der von ihr beantragten namentlichen Abstimmung dagegen, die FDP enthielt sich.
Der Landesverband NRW der Piratenpartei reichte daraufhin im Oktober 2016 eine Verfassungsbeschwerde ein. Bereits 1999 hat das Landesverfassungsgericht NRW die damalige Fünf-Prozent-Sperrklausel bei Kommunalwahlen gekippt. Der Politikbetrieb in den kommunalen Parlamenten hat nicht gezeigt, dass Kleinst- oder Splitterparteien die Arbeitsfähigkeit der Räte behindern. Im Gegenteil: in vielen Räten werde die Mitarbeit der Einzelvertreter und Ratsgruppen sehr geschätzt.
„Erst die Beteiligung neuer Parteien hat die Verkrustung in der Kommunalpolitik aufgebrochen“, so Torsten Sommer, ehemaliger Abgeordneter der Piratenfraktion NRW, Mitglied der Verfassungskommission bis 2017 und Listenkandidat zur Bundestagswahl.
Michele Marsching, ehemaliger Fraktionsvorsitzender und Vertreter der NRW PIRATEN im Organstreitverfahren ergänzt: „Zudem hindern die kleinen Parteien die kommunalen Gremien nicht an der Arbeit, sondern bringen Menschen neu in die Politik. Abseits des Postengeschachers von SPD und CDU.“
„Besonders ärgert mich, dass die Grünen jetzt andere ausschließen. Wer so schnell seine Wurzeln vergisst, muss nicht nur vom Wähler, sondern auch vor Gericht abgestraft werden. Wir werden uns weiter für die Demokratie einsetzen!“, betont Dennis Deutschkämer, Landesvorsitzender der PIRATEN NRW kämpferisch.
Die mündliche Verhandlung zur eingereichten Klage findet am 24. Oktober 2017 um 10:30 Uhr am Verfassungsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster statt.
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"Farbenfrohe Kultur Mesopotamiens"
Aufruf für Öcalan: 20.000 Kurden in Köln erwartet
Köln (nex) – Trotz zahlreicher Beschwerden im vergangenen Jahr findet an der Deutzer Werft in Köln auch dieses Jahr wieder das „Internationale Kulturfestival“ statt.
Das demokratische Gesellschaftszentrum der Kurden in Deutschland (Nav-Dem e.V.), das auch im vergangenen Jahr die Veranstaltung organisierte, erwartet am 16. September zu der Feier in Köln unter dem Motto „Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten“ rund 20.000 Besucher aus ganz Europa.
Nav-Dem zufolge soll die diesjährige Feier „ein Ausdruck der farbenfrohen Kultur Mesopotamiens“ sein, aber auch die „Forderungen der kurdischen Gesellschaft nach demokratischen Grundrechten in ihrer Heimat Kurdistan, dem Mittleren Osten sowie in Deutschland“ stehen auf dem Programm.
Im vergangenen Jahr war es am Rande der Kundgebung zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Die Beamten waren mit Flaschen und Steinen angegriffen worden, als eine Gruppe junger Kurden aus der Versammlung heraus aufgebrochen und auf den Gleisen der Stadtbahn Feuerwerkskörper gezündet hatte. Die einschreitenden Polizisten hatten Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt.
Da sich im letzten Jahr viele Anwohner auch über die Lautstärke beschwert hatten, ordnete die Kölner Polizei dieses Jahr eine „Lärmpegelobergrenze“ als Auflage an. Außerdem wurden Verkaufs- und Essensstände auf dem Gelände untersagt.
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Turkish Airlines
Köln-Bonn: Nach Drohanruf türkisches Passagierflugzeug geräumt
Köln (nex) – Unmittelbar vor dem Start hat die Polizei am Donnerstag nach einem Drohanruf ein Passagierfllugzeug geräumt. Das berichten Medien unter Berufung auf eine dpa-Meldung.
Demnach sei die Maschine der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines am Vormittag bereits auf dem Rollfeld des Köln-Bonner Flughafens gewesen und dann in die Sicherungsposition zurückgebracht worden, so ein Sprecher der Bundespolizei.
Die 111 Passagiere wurden mit Bussen wieder in einen Warteraum gebracht.
Das Flugzeug befindet sich aktuell vor dem Terminal 2 und wird zurzeit von Beamten der Bundespolizei mit Sprengstoffspürhunden durchsucht. Die Maßnahmen dauern aktuell noch an.
Präventionsgesetz
Studie: Tod eines Angehörigen beeinflusst eigene Berufstätigkeit erheblich
Berlin (ots) – Eine schwere Krankheit oder der Tod eines nahen Angehörigen – eine Krise beeinflusst die Berufstätigkeit der betroffenen Menschen erheblich.
So fühlt sich jeder zweite Betroffene in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt oder geht krank zur Arbeit, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in einer repräsentativen Befragung von 2.000 Beschäftigten herausgefunden hat.
„Etwa die Hälfte der Erwerbstätigen war in den letzten fünf Jahren von einem kritischen Lebensereignis betroffen. Die Folgen sind für Beschäftigte und Arbeitgeber gravierend“, so Helmut Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.
„Viele Unternehmen reagieren darauf bereits, doch vor allem kleine Firmen haben Nachholbedarf.“ Die AOK unterstützt hier mit ihren Angeboten im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. „Doch Prävention findet nicht nur am Arbeitsplatz statt, sondern geht alle an“, betont Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.
„Das muss auch im Präventionsgesetz noch klarer definiert werden. Vor allem die Kommunen müssen stärker in die Pflicht genommen werden.“
Laut einer aktuellen Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) kommen bei den 2.000 befragten Beschäftigten am häufigsten Konflikte im privaten Umfeld (16 Prozent), eine schwere Erkrankung von Angehörigen (zwölf Prozent) und finanzielle Probleme (elf Prozent) vor.
Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Betroffenen an: Etwas mehr als ein Drittel der Beschäftigten unter Dreißig (37,6 Prozent) berichtet über kritische Lebensereignisse, bei den 50- bis 65-Jährigen sind dies schon fast zwei Drittel (64,7 Prozent). Jüngere Erwerbstätige berichten neben privaten Konflikten auch über finanzielle oder soziale Probleme, während bei älteren Erwerbstätigen Krankheit, Altern oder der Tod des Partners eine größere Rolle spielen.
Diese kritischen Lebensereignisse belasten die Gesundheit der Betroffenen und beeinflussen auch die Berufstätigkeit. So berichten 58,7 Prozent von körperlichen und 79 Prozent von psychischen Problemen. In der Folge fühlen sich mehr als die Hälfte der Befragten durch die Krise in der eigenen Leistungsfähigkeit in ihrem Berufsleben eingeschränkt (53,4 Prozent).
Ähnlich viele Menschen geben an, trotz einer Erkrankung in diesem Kontext zur Arbeit gegangen zu sein (48,8 Prozent). Mehr als ein Drittel fühlte sich aufgrund des kritischen Lebensereignisses unzufrieden mit der Arbeit (37,3 Prozent) oder hat sich häufiger krank gemeldet (34,1 Prozent).
Das Unternehmen kann helfen
Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Führungskraft bei akuten Krisen eine wichtige Rolle einnimmt. So geht eine positive Bewertung der Führungskraft durch die Beschäftigten mit einem besseren Zugang zu Unterstützungsmaßnahmen im Betrieb einher.
Beschäftigte, die das soziale Verhalten ihres Vorgesetzten positiv beurteilen, geben fast fünfmal häufiger den Vorgesetzten, aber auch doppelt so häufig die Arbeitskollegen als Hilfeleistende bei der eigenen Krise an und kennen insgesamt auch mehr hilfreiche Anlaufstellen im Unternehmen als Beschäftigte, die das Vorgesetztenverhalten negativ beurteilen.
„Kritische Lebensereignisse bei Beschäftigten können ein ‚Stresstest‘ für die Stabilität der beiderseitigen Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter sein“, so Helmut Schröder. „Wenn Krisen sowohl aus Sicht des Betriebes als auch des betroffenen Beschäftigten gut gemeistert werden, können beide Seiten gestärkt aus ihr hervorgehen.“
Viele Unternehmen in Deutschland wissen um die hohe Relevanz betrieblicher Angebote bei Krisenereignissen. Auch die Deutsche Bahn bietet ihren Mitarbeitern professionelle, anonyme Unterstützung in Krisensituationen und nimmt ihre Verantwortung für Mitarbeiter, die während ihrer Tätigkeit belastende Erlebnisse erfahren, sehr ernst.
Hier steht ein umfassendes Betreuungsprogramm im Mittelpunkt, das insbesondere für Lokführer konzipiert ist, die in Personenunfälle verwickelt sind. Diese stellen mit ca. 700 Ereignissen im Jahr den häufigsten Arbeitsunfall von Lokführern dar. Das Betreuungsprogramm wurde bereits Mitte der 90er Jahre eingeführt und wird seitdem stetig weiterentwickelt. „Dank unserer umfassenden Betreuungsangebote gelingt den Mitarbeitern auch nach traumatischen Erlebnissen fast immer die berufliche Wiedereingliederung“, so Dr. Christian Gravert, Leiter des Gesundheitsmanagements bei der Deutschen Bahn AG.
Wie die Befragung des WIdO zeigt, haben vor allem kleine Unternehmen einen hohen Nachholbedarf an entsprechenden Angeboten für ihre Mitarbeiter. Dabei muss nicht jede Maßnahme selbst angeboten werden. „Die AOK setzt mit ihren Angeboten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements verstärkt auf Netzwerke mit anderen Unternehmen in der Region“, sagt Martin Litsch.
Krankenstand bleibt stabil
Insgesamt ist der Krankenstand im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr mit 5,3 Prozent gleich geblieben. Damit hat jeder Beschäftigte im Durchschnitt 19,4 Tage aufgrund einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Betrieb gefehlt. Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sind in den letzten 10 Jahren konstant gestiegen, sie nahmen um 79,3 Prozent zu. Psychische Erkrankungen führten außerdem zu langen Ausfallzeiten. Mit 25,7 Tagen je Fall dauerten sie mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,7 Tagen je Fall.
Der Fehlzeiten-Report 2017 zeigt, wie betriebliche Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements helfen können, Beschäftigte bei kritischen Lebensereignissen zu unterstützen. Er enthält außerdem umfangreiche Analysen zur Arbeitsunfähigkeit der 12,5 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmer, die 2016 in mehr als 1,5 Millionen Betrieben beschäftigt waren.
Business
Agco-Chef: Deutscher Ruf hat durch Diesel-Skandal in USA gelitten
Manager empfiehlt deutschen Konzernen Investitionen in den USA
Osnabrück (nex) – Der Ruf deutscher Produkte hat nach Einschätzung des deutschen Chefs des amerikanischen Fendt-Mutterkonzerns Agco unter dem Diesel-Skandal bei Volkswagen gelitten. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Martin Richenhagen, bislang sei das Bild der Amerikaner von Deutschland exzellent gewesen.
„Die Diesel-Krise hat für eine Art Aha-Erlebnis gesorgt, was diese Verklärung angeht.“
Besonders negativ habe sich dabei ausgewirkt, dass VW nicht von vornherein eingeräumt habe, „Mist gebaut zu haben“. Zwar seien die Verkaufszahlen der Fendt-Traktoren aus dem Agco-Konzern nach wie vor gut.
„Noch mehr solcher Skandale verkraftet das Verhältnis aber nicht“, sagte Richenhagen. Angesichts der wachsenden Kritik an deutschen Exportüberschüssen empfahl der gebürtige Kölner:
„Die deutschen Betriebe müssen auch im Ausland investieren, in den USA aber auch in Europa, sonst wird der Unmut immer größer.“
Giftige Pulverdämpfe
Entschädigung für erkrankte Schießstand-Polizisten
Berlin (ots) – Erstmalig hat sich Polizeipräsident Klaus Kandt gegenüber dem rbb dahingehend geäußert, dass er sich persönlich für eine unkomplizierte Entschädigung erkrankter Polizisten einsetzen will.
„Ich würde gern ein Zeichen setzen und auch deutlich machen, dass wir für die Kollegen da sind, unsere Verantwortung übernehmen und die Dinge zeitnah klären. Ich will die Beweispflicht umkehren. Es steht fest, dass die Schiessanlagen nicht in Ordnung waren. Wer durch die Pulverdämpfe erkrankt ist, sollte auch einen Schadensersatz bekommen. Dafür setze ich mich ein, denn auf das Ergebnis der Studie müssen wir zu lange warten“, sagte Kandt gegenüber dem rbb am Montag.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat dazu einen entsprechenden Antrag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses eingereicht. Nach Angaben des Grünen-Abgeordneten Benedikt Lux, einem Vorreiter in Sachen Entschädigung, sollen zunächst rund 3,4 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt werden.
Lux sprach von einem Durchbruch: „Es wird noch einiges zu klären sein, doch die Entschädigung ist Regierungswille.“
Der rbb hatte den Fall 2015 recherchiert und öffentlich gemacht. Interne Gutachten der Polizei belegen,dass die Abluftanlagen bei verschiedenen Schiessständen nicht funktionierten und vor allem Schiesstrainer und SEK Beamte die giftigen Pulverdämpfe über viele Jahre einatmeten. An der Seite der Polizisten kämpft seit mehr als zwei Jahren auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Ihr Vorsitzender Michael Böhl gegenüber dem rbb: „Es ist ein Anfang und es wird Zeit, dass die betroffenen Kollegen auch rehabilitiert werden.“
Der betroffene Polizist und Schiesstrainer, Uwe S.(52)hegt nun endlich wieder Hoffnung.“Meine Gesundheit kann mit keiner zurückgeben. Die Schwermetalle in meinem Körper verursachen immer wieder Entzündungen.Trotzdem begrüße ich es,wenn endlich Verantwortung für uns übernommen wird und es etwas Gerechtigkeit gibt.“
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