Aufbau Ruhrgebiet
Solidarpakt: RAG-Chef fordert 50 Millarden Euro für das Ruhrgebiet

Düsseldorf (ots) – Der Chef der RAG-Stiftung, Werner Müller, fordert einen Solidarpakt für das Ruhrgebiet: „Wir brauchen einen Solidarpakt für das Ruhrgebiet. Mindestens 200 Milliarden Euro sind in den Aufbau Ost geflossen, finanziert auch mit viel Steuergeld der Bürger des Ruhrgebietes.Nun muss es andersherum gehen: Auf den Aufbau Ost muss der Aufbau West folgen“, sagte Müller der Zeitung „Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen“ der „Rheinischen Post“. Zur Höhe der Hilfen sagte er: „Mit 50 Milliarden Euro, verteilt über zehn Jahre, ließe sich einiges darstellen. Dazu könnte der Solidarbeitrag auf die Einkommensteuer auch nach 2019 bestehen bleiben. Mit dem Geld könnte man Straßen sanieren, Stadtviertel attraktiv machen und Unternehmen ansiedeln.“ Müller mahnte: „Die Infrastruktur und manche Stadtteile verkommen. Es gibt Viertel in Duisburg, Dortmund und im Essener Norden, da möchte niemand wohnen oder seinen Betrieb haben. Wir können die gut fünf Millionen Menschen im Ruhrgebiet nicht hängen lassen.“

"Stärkung der Demokratie"
Stoiber für Volksentscheide auf Bundesebene

Berlin (ots) – Der ehemalige bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat sich nach dem Referendum in Großbritannien für Volksentscheide auch auf Bundesebene in Deutschland ausgesprochen. Bisher gibt es Referenden nur auf Landesebene. Der Ehrenvorsitzende der CSU sagte dem „Berliner Tagesspiegel“ (Montagausgabe): „Ich finde, dass die repräsentative Demokratie die Möglichkeit braucht, die Menschen bei bestimmten Entscheidungen zu fragen. Wir brauchen grundsätzlich solche Volksentscheide in engen Grenzen auch endlich auf Bundesebene. Und zwar als Stärkung und Stütze der repräsentativen Demokratie.“ Europäische Entscheidungen würden oft nicht mehr als Entscheidungen für die Menschen wahrgenommen, sondern seien abstrakt. „Das ist eine erschreckende Entfremdung. Das muss sich ändern.“ Dazu ein Kommentar au der Community:

Flüchtlingslösungen
Türkei: Erdogan will syrische Flüchtlinge zu türkischen Staatsbürgern machen

Syrer können türkischen Pass beantragen Kilis (nex) – Recep Tayyip Erdogan teilte mit, dass syrischen Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben werden soll, die türkische Staatsbürgerschaft zu beantragen. Millionen syrischer Flüchtlinge in der Türkei würden die Chance erhalten, Staatsbürger des Landes zu werden, das ihnen Schutz biete, kündigte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am gestrigen Samstag an. Erdogan, der in Kilis, einer an der syrischen Grenze gelegenen südtürkischen Provinz, sprach, erklärte, dass viele Syrer in der Türkei nun Staatsbürger der Republik Türkei werden wollten. In Kilis leben mehr 120.000 Syrer. „Das Innenministerium hat bereits entsprechende Schritte eingeleitet“, fuhr er fort und fügte hinzu: „Wir werden unseren Geschwistern den Erwerb der türkischen Staatsbürgerschaft durch Büros, die vom Ministerium eingerichtet werden und die ihnen bei den Formalitäten behilflich sein werden, erleichtern.“ Etwa 2,7 Millionen Syrer, die vor dem Bürgerkrieg in ihrem Land geflohen sind, haben Schutz in Flüchtlingscamps in der Türkei gefunden. Über die Syrienkrise, die 2011 nach der gewaltsamen Zerschlagung von friedlichen Demonstrationen durch das Assad-Regime ausbrach, sagte Erdogan, dass die Syrer daran gehindert worden seien, sich selbst zu regieren. „Die Organisation namens Daesh (IS) ist eine Marionette, die zu diesem Zweck dort eingeführt wurde“, so Erdogan weiter. „Die Organisationen namens PYD und YPG sind die ebenfalls hierzu ermächtigten Unterauftragnehmer.“ Der türkische Präsident stellte klar, dass der IS (Daesh) genauso wenig die Muslime repräsentiere wie die PYD und YPG die Kurden repräsentierten: „Diese Gruppen sind Werkzeuge, die von denjenigen für ihre schmutzigen Pläne für die Region benutzt werden, die die Zügel in den Händen halten.“ Über die Haltung der Türkei gegenüber den Syrern sagte er: „Auch heute verteidigen wir dieselben Prinzipien wie vor sechs Jahren. Wir bleiben immer noch bei dem, was wir gesagt hatten.“ Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg. Seitdem wurden nach Angaben der UNO mehr als 250.000 Menschen getötet und über 10 Millionen vertrieben. Der Konflikt in Syrien, der UN-Angaben zufolge in die längste Flüchtlingskrise dieses Vierteljahrhunderts ausgeartet ist, hat mehr als vier Millionen Menschen, also ein Sechstel der Landesbevölkerung, gezwungen, ihr Heil in Nachbarländern zu suchen.

Spanien
Basketball-WM: Türkei im Finale gegen USA

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Madrid (nex) – Die türkische U17 Basketball-Nationalmannschaft hat den Einzug ins Finale der Weltmeisterschaft in Spanien geschafft. Die türkische Basketball-Nationalmannschaft steht nach ihrem Sieg gegen Gastgeber Spanien im Finale der U17-Weltmeisterschaft in Spanien. Die Türken setzten sich im Halbfinale gegen Spanien – nach einem Gleichstand von 73:73 in der regulären Spielszeit – in der Verlängerung mit 83:79 durch. Überragende Akteure waren Onuralp Bitim und Ahmet Duran: Bitim trug mit 23 Punkten sowie 10 Rebounds und Duran mit 18 Punkten, 14 Rebounds und einem Double-Double wesentlich zum Erfolg der türkischen U17 bei.  

Reisen
Was tun bei Führerscheinverlust im Ausland?

München (ots) – Wer seinen Führerschein im Ausland verloren hat, braucht dies nicht der Botschaft oder dem Konsulat zu melden. Der Ersatzführerschein ist bei der Führerscheinstelle in der Stadt zu beantragen, in der der Autofahrer wohnt. Ein Diebstahl sollte auch im Ausland immer bei der dortigen Polizei angezeigt werden. Betroffene können einen Ersatzführerschein nur nach Rückkehr aus dem Ausland beantragen. Die deutsche Behörde erteilt bei Verlust oder Diebstahl einen vorläufigen Führerschein/Übergangsführerschein, der bis zur Ausstellung eines Ersatzführerscheins (Kartenführerscheins) gültig ist. Wer ohne Führerscheindokument zurück nach Deutschland fährt, riskiert kein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der Führerschein dokumentiert nur das Bestehen einer Fahrerlaubnis, und diese bleibt nach dem Verlust bestehen. Allerdings kann in Deutschland ein Verwarnungsgeld von zehn Euro für das Nichtmitführen verhängt werden. Nach einem Diebstahl ist es daher empfehlenswert, die polizeiliche Diebstahlsanzeige mitzuführen, weil dann manchmal von einem Bußgeld abgesehen wird. Wer ohne Führerschein mehrere Grenzen passiert, muss eventuell mit einem Bußgeld des jeweiligen Landes rechnen, weil er das Dokument nicht mitführt. Verliert ein Deutscher mit Wohnsitz im Ausland den deutschen Führerschein im Ausland, gibt es zwei Möglichkeiten: Wohnt er in der EU oder in einem EWR-Mitgliedsstaat, stellt die Straßenverkehrsbehörde am jeweiligen Wohnsitz den neuen Führerschein aus. Benötigt wird dazu ein Nachweis über den Umfang der bisherigen deutschen Fahrerlaubnis. Diesen gibt es bei der Fahrerlaubnisbehörde, die den verloren gegangenen Führerschein ausgestellt hatte bzw. bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde des letzten ordentlichen Wohnsitzes in Deutschland. Wohnt der deutsche Autofahrer in einem Drittstaat, ist für das Problem jede Fahrerlaubnisbehörde in Deutschland zuständig.

Scheinrealität Facebook
Psychologe: Was Leute auf Facebook sehen, ist nicht die reale Welt“

Baierbrunn (ots) – Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instragram können sich negativ auf die Lebenszufriedenheit auswirken – auch weil sie eine Scheinrealität zeigen. „Das, was Menschen dort sehen, ist nicht die reale Welt“, betont der Psychologe Bernd Lachmann von der Universität Ulm im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Viele Bilder sind stark bearbeitet, entsprechen nicht der Wirklichkeit – aber man vergleicht die eigene Realität trotzdem damit.“ Auf diese Weise könne die eigene Wahrnehmung verzerrt werden. „Stark bearbeitete Fitnessbilder etwa können im schlimmsten Fall beispielsweise sogar die Entwicklung von Magersucht fördern“, warnt Lachmann. Vor allem jüngere Frauen seien von diesen Folgen betroffen, möglicherweise weil sie die dargebotenen Informationen noch nicht richtig einordnen könnten. Der Experte rät, die tägliche Zeit, die man auf Facebook und Co. verbringt, zu begrenzen und sich öfter auf eine Sache zu konzentrieren, ohne ständig zum Smartphone zu greifen. „Das schafft ungeahnte Freiräume.“

"Die große Liebe"
Otto Waalkes will nochmal heiraten: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf“

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Hamburg (ots) – Otto Waalkes hat bereits zwei gescheiterte Ehen hinter sich. Trotzdem glaubt er weiterhin an die große Liebe. In der neuen Closer spricht der Ostfriese über seinen Wunsch, eine neue Partnerin zu finden. „Ich vermisse das schon: Ein bisschen Zärtlichkeit, ein bisschen Wärme, und die Streicheleinheiten fehlen mir so.“ Wie soll denn seine perfekte Frau sein? „Ich habe kein spezielles Bild meiner Traumfrau. Viel wichtiger ist es, dass sie mit mir zurechtkommt.“ Schon zwei Mal dachte der Komiker, seine Frau fürs Leben gefunden zu haben. Mit Manuela Ebelt war er zwölf Jahre lang verheiratet, ebenso mit Eva Hassmann. Doch beide Ehen scheiterten. Seitdem zweifelt der Schauspieler an sich: „Wenn man schon zwei gescheiterte Ehen hinter sich hat, dann fragt man sich schon, was man falsch gemacht hat“, so Waalkes. Das Problem der Partnerwahl sieht er in seinem Beruf. „Es ist schwer, in meinem Beruf eine Frau kennenzulernen, die mich auch wirklich als Mensch mag und nicht nur, dass ich auf der Bühne stehe.“ Aber er glaubt fest daran, noch seine Herzdame fürs Leben zu finden. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Schließlich sind aller guten Dinge drei!“

Raub in Rio
Geraubte Frachtcontainer für ARD/ZDF Olympiastudio in Brasilien gefunden

Hamburg/Mainz (ots) – Die Polizei hat die in Rio geraubten Frachtcontainer mit Produktionsequipment für die Berichterstattung von ARD und ZDF über die Olympischen Spiele wiedergefunden. Ein Polizeihubschrauber hatte die beiden Container am Freitagnachmittag (Ortszeit) entdeckt. Der Lastwagen mit den beiden Containern war am Freitagmorgen von unbekannten Täter auf der Fahrt vom Hafen zum Lager der Spedition überfallen worden. Der Fahrer blieb unverletzt. Das GPS des Lkw wurde ausgeschaltet oder zerstört. In den Containern befand sich technische Ausrüstung und Bühnenmaterial im Wert von rund 400 000 Euro. Nach ersten Erkenntnissen ist die Fracht vollständig, es entstand nur geringer Schaden

Anschlag in Graz
Moschee-Schändung: Österreichischer Geheimdienst soll involviert sein

Graz (tp/nex) – Der Inlandsgeheimdienst des österreichischen Bundesheeres war offenbar über eine bevorstehende Moscheeschändung in Graz informiert. Diese wurde jedoch nicht verhindert. Anfang Mai waren zwei Schweinekopfhälften an die Moschee des Islamischen Kultuzentrums in Graz aufgehängt und Schweineblut verschüttet worden, obwohl die Gebetsstätte seit geraumer Zeit vom Geheimdienst observiert wurde. Ein verdächtiger 46-Jähriger wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen, nachdem Anwohner auf dem Neubaugelände der Moschee den Mann sowie einen weiteren Tatverdächtigen bemerkt hatten. Die Polizei wurde während der Tat offenbar von einem Einsatzteam des Heeresamtes selbst nicht sofort informiert. Wie sich laut österreichischen Meldungen herauskristallisiert, war der zweite Verdächtige ein informeller Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes. Im Visier der Ermittlungen steht nun der Inlandsgeheimdienst selbst.

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Neunter Todesfall im NSU-Komplex: Das große Sterben geht weiter

Ein in die rechte Szene eingeschleuster informeller Mitarbeiter des österreichischen Heeresamtes war über den bevorstehenden Plan der Moscheeschändung im Vorfeld informiert und soll auch der Kronen-Zeitung zufolge seinen Vorgesetzten im Inlandsgeheimdienst des Bundesheeres informiert haben. Dennoch wurde die bevorstehende Tat nicht verhindert, heißt es in dem Bericht, obwohl auch Mitarbeiter des Geheimdienstes während der Tatzeit vor Ort gewesen sein sollen. Nun ermittelt der Verfassungsschutz gegen zwei führende Mitarbeiter des Geheimdienstes.  
Erschienen bei Turkishpress  

Italien
Fußball-WM: Türkei wird Weltmeister!

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Rom (nex) – Die türkische Fußball-Nationalmannschaft der Gehörlosen hat das vom türkischen Fußballverband TFF unterstützte Turnier des Projekts „Die Türkei spielt Fußball“ gewonnen und ist damit Weltmeister.

Bei dem Turnier in Italien, das am 19. Juni begonnen hatte und mit 16 Mannschaften ausgetragen wurde, entschied die türkische Mannschaft das Finale gegen Deutschland mit 2:1 für sich und sicherte sich damit zum zweiten Mal in Folge den Titel. Das Turnier wird seit 2008 ausgetragen. Bis dato ist es der türkischen Mannschaft stets gelungen, zumindest das Finale zu erreichen. Im Spiel um Platz drei siegte die Mannschaft der Russischen Föderation gegen Argentinien mit 5:1. Für die Türkei begann das Turnier bereits in der Vorrunde erfolgreich. Gegen Schweden und Saudi-Arabien gab es jeweils 2:1-Erfolge. Gegen Argentinien reichte deshalb ein 1:1 zum Gruppensieg. Im Viertelfinale setzte sich die Mannschaft anschließend mit 1:0 in der Verlängerung gegen Ägypten durch und im Halbfinale ebenfalls mit einem 1:0 gegen Russland. Der Finalerfolg gegen Deutschland war auch eine Revanche für das verlorene Finalspiel beim allerersten Turnier im Jahre 2008.