Al-Sharaa-Besuch
Syrien: Türkische Militärbasen mit 50 Kampfflugzeugen

Die Jets werden Luftunterstützung und Schutz bieten und als Abschreckung gegen potenzielle Bedrohungen dienen, bis Syrien seine Luftwaffe wieder aufbauen kann.

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Damaskus – Laut jüngsten Berichten plant die Türkei, ihre militärische Präsenz in Syrien zu erweitern und zwei neue Militärstützpunkte zu errichten, sowie 50 F-16-Kampfjets zu stationieren, die als provisorische Luftwaffe dienen soll, bis Syrien seine eigene Flotte wiederaufgebaut hat. Außerdem sollen türkische Kampfdrohnen stationiert werden, die eine vollständige Kontrolle des Luftraums gewährleisten sollen.

Dieser Schritt ist Teil eines aufkeimenden Verteidigungsabkommens zwischen Ankara und der neuen syrischen Regierung und stellt eine bedeutende Veränderung der regionalen militärischen Dynamik dar.

Das Abkommen, das noch nicht offiziell von einer der beiden Regierungen bestätigt wurde, ist Teil der umfassenderen Strategie der Türkei, nach dem Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 Einfluss auf Syrien zu nehmen und es zu stabilisieren.

Die syrische Regierung, jetzt unter der Führung von Ahmed Al-Sharaa (auch bekannt als Abu Mohammed Al-Joulani), hat Berichten zufolge Unterstützung gesucht, um ihre militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen, die durch den jahrelangen Bürgerkrieg erheblich geschwächt wurden.

Laut Quellen, die von mehreren internationalen Nachrichtenagenturen zitiert werden, werden diese Militärstützpunkte mehreren strategischen Zwecken dienen:

Ausbildung und Ausrüstung der syrischen Streitkräfte: Es wird erwartet, dass türkische Militärangehörige syrische Truppen, einschließlich Piloten, ausbilden und so die Einsatzbereitschaft des syrischen Militärs verbessern. Diese Ausbildungsinitiative wird als ein Schritt zum Aufbau robusterer syrischer Verteidigungskräfte gesehen.

Entsendung von F-16-Kampfflugzeugen: Rund 50 F-16-Kampfflugzeuge der türkischen Luftwaffe sollen zu diesen Stützpunkten verlegt werden. Die Jets werden Luftunterstützung und Schutz bieten und als Abschreckung gegen potenzielle Bedrohungen dienen, bis Syrien seine Luftwaffe wieder aufbauen kann.

(Archivfoto: AA)

Strategische Positionierung: Die Stützpunkte sind strategisch günstig gelegen, um jegliche Bedrohung aus den Nachbarregionen zu überwachen und abzuwehren, insbesondere von Gruppen, die die Türkei als feindlich betrachtet, wie z. B. kurdische Milizen.

Dazu gehört auch die Einrichtung einer Pufferzone in der Nähe der syrischen Grenze zu Israel, in der Radarstationen eingerichtet werden sollen, um jegliche Luftbewegungen zu erfassen. Arabischen Quellen zufolge könnten die laufenden Gespräche zwischen der Türkei und Syrien bald zu einem formalisierten gemeinsamen Verteidigungspakt führen.

Historischer Besuch des syrischen Führers Ahmed Al-Sharaa bei Erdogan in der Türkei

Al-Sharaa kam am Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Präsidialkomplex in Ankara zusammen.

Dieser Besuch ist die zweite Auslandsreise von Al-Sharaa seit seiner Machtübernahme nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes und unterstreicht einen bedeutenden Wandel in den syrisch-türkischen Beziehungen.

Al-Sharaa wurde von Erdogan mit einem feierlichen Empfang begrüßt. Auf der Tagesordnung der Gespräche standen Diskussionen über die Sicherheitszusammenarbeit, den wirtschaftlichen Aufschwung und die Möglichkeit eines strategischen Verteidigungspakts zwischen den beiden Ländern.

Erdogan äußerte sich zufrieden über Al-Sharaas Engagement im Kampf gegen den Terrorismus, eine Priorität für die Türkei.

Wirtschaftliche Erholung und Wiederaufbau:

Die Staats- und Regierungschefs erörterten auch Maßnahmen zum Wiederaufbau der zerstörten syrischen Wirtschaft. Da Syrien Milliarden für den Wiederaufbau benötigt, sagte Erdogan seine Unterstützung zu und setzte sich unter anderem für die Aufhebung der internationalen Sanktionen ein, die die syrische Wirtschaft lahmgelegt haben. In den Gesprächen wurde erörtert, wie türkische Unternehmen beim Wiederaufbau der syrischen Infrastruktur eine Rolle spielen könnten, mit Blick auf Investitionsmöglichkeiten, von denen beide Länder profitieren könnten.

Strategische Partnerschaft:

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz sprach Al-Sharaa vom Aufbau einer „strategischen Partnerschaft“ mit der Türkei und lud Erdogan zu einem Gegenbesuch in Syrien ein. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, „dauerhafte Sicherheit und Stabilität“ für beide Länder zu gewährleisten, was auf ein tiefes Tauwetter in den Beziehungen hindeutet, die während des syrischen Bürgerkriegs aufgrund der türkischen Unterstützung für die Oppositionskräfte gegen Assad angespannt waren.

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