Opferfest
Türkei: 35.000 verletzte Amateur-Schlachter bei Opferfest

Obwohl ihnen hohe Geldstrafen drohen schlachten viele Türken beim islamischen Opferfest ihre Schafe und Rinder auf der Straße oder an anderen nicht dafür geeigneten Orten. Wie jedes Jahr aufs Neue, verletzten sich dabei auch heuer Tausende Amateur-Schlachter.

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Ankara – Obwohl ihnen hohe Geldstrafen drohen und die Stadtverwaltungen im ganzen Land kostenlose Schlacht-Service mit professionellen Metzgern und hygienischen Bedingungen anbieten, schlachten viele Türken beim islamischen Opferfest ihre Schafe und Rinder auf der Straße oder an anderen nicht dafür geeigneten Orten. Wie jedes Jahr aufs Neue, verletzten sich dabei auch heuer Tausende Amateur-Schlachter.Laut den Zahlen des türkischen Gesundheitsministeriums, mussten aus diesem Grund türkeiweit 35.000 Menschen in die Notaufnahme, nachdem sie während der diesjährigen Feiertage beim unsachgemäßen Schlachten von Opfertieren verletzt wurden.

Allein am ersten Tag mussten fast 30.000 Menschen in Krankenhäuser gebracht werden, meldet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Zahlen des Gesundheitsministeriums.

In Istanbul – der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei – erlitten 3.000 Einwohner dabei die meisten Verletzungen, während die Hauptstadt Ankara mit über 2.300 Verletzten an zweiter Stelle lag. Auch in der zentralanatolischen Provinz Konya wurden 2.223 Menschen verletzt.

In der Türkei ist das Opfern von Tieren an öffentlichen Orten wie Gärten, Parks, Plätzen oder Straßen verboten und wird bei Verstoß mit einer Geldstrafe belegt. Den Bürgern wird empfohlen, die Tiere in geeigneten hygienischen Einrichtungen, die von der Stadtverwaltung festgelegt werden, schlachten zu lassen. Insgesamt 130.000 Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums waren im Rahmen der vom Ministerium für das Opferfest ergriffenen Maßnahmen im Einsatz.

Beim viertägigen Opferfest „Kurban Bayrami“ oder arabisch „Id alAdha“, werden Schafe oder Rinder zum Gedenken an den Urvater Abraham geschächtet.

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