Start Politik Deutschland Umfrage Allzeithoch: AfD jetzt fast genau so stark wie CDU

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Allzeithoch: AfD jetzt fast genau so stark wie CDU

Im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv setzt sich der negative Umfrage-Trend für CDU und CSU fort. Die AfD liegt mit 24 Prozent (+1) nur noch knapp dahinter und erreicht ein neues Allzeithoch.

(Foto: Screenshot/Bundestag.de)
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Berlin – Im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv setzt sich der negative Umfrage-Trend für CDU und CSU fort. Die AfD liegt mit 24 Prozent (+1) nur noch knapp dahinter und erreicht ein neues Allzeithoch.

28,5 Prozent der Wähler stimmten bei der Bundestagswahl im Februar noch für die Union. Gut 3,5 Prozentpunkte hat die Union allerdings in den wenigen Wochen schon wieder eingebüßt und liegt bei der derzeitigen Trendbarometer-Umfrage nur noch bei 25 Prozent, berichtet RTL.

Laut der Forsa-Umfrage bleibt die Lage bei den anderen Parteien unverändert. Die SPD hält sich im Vergleich zur Vorwoche bei 15 Prozent, die Grünen bei 12 Prozent und die Linke bei 10 Prozent. Auch bei der FDP und dem BSW gibt es mit jeweils 4 Prozent keine Veränderung.
Der Anteil der Unentschlossenen und Nichtwähler beträgt 20 Prozent – ein Wert, der leicht über dem der letzten Bundestagswahl liegt, als er bei 17,9 Prozent lag.
CDU-Chef und Kanzlerkandidat Friedrich Merz verliert derweil an Vertrauen. Nur noch 28 Prozent der Befragten halten ihn für vertrauenswürdig, während 70 Prozent anderer Meinung sind.
Anfang Dezember 2024 waren die Zahlen noch positiver: Damals sprachen ihm 36 Prozent Vertrauen zu, 60 Prozent nicht. Regional zeigt sich ein Unterschied: Im Westen finden 30 Prozent Merz vertrauenswürdig, im Osten sind es lediglich 16 Prozent.

Hintergrund des knappen Rennens könnten die anhaltenden Debatten um Themen wie Migration und wirtschaftliche Unsicherheiten sein, die die AfD in den vergangenen Monaten für sich zu nutzen wusste. Die Union hingegen scheint trotz ihrer Führung in den Umfragen an Zustimmung zu verlieren – ein Trend, der sich bereits in früheren Erhebungen abzeichnete. So lag der Vorsprung der CDU/CSU im März laut Forsa noch bei drei Prozentpunkten (26 % zu 23 %).

Die weiteren Parteien im Bundestag zeigen gemischte Entwicklungen: Die SPD liegt bei 15 Prozent (plus ein Prozentpunkt), die Grünen bleiben stabil bei 12 Prozent, und die Linke verliert einen Prozentpunkt auf 10 Prozent. FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreichen mit 4 bzw. 3 Prozent weiterhin nicht die Fünf-Prozent-Hürde.