UN-Klimakonferenz
Kinder warnen: Unsere Zukunft steht auf dem Spiel!

Jugendliche und Kinder aus aller Welt fordern im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP26, dass ihre Kinderrechte gewahrt werden und damit ihr Rechtsanspruch auf Klimaschutz von den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern mit aller Konsequenz anerkannt wird.

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Berlin – Jugendliche und Kinder aus aller Welt fordern im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP26, dass ihre Kinderrechte gewahrt werden und damit ihr Rechtsanspruch auf Klimaschutz von den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern mit aller Konsequenz anerkannt wird. Zudem sollen fossile Brennstoffe weniger und grüne sowie erneuerbare Energien stärker genutzt werden. Die internationalen Staats- und Regierungschefinnen und -chefs müssen jetzt entschlossen handeln, damit die globale Erderwärmung auf 1,5-Grad begrenzt und die Generationengerechtigkeit gewährleistet wird.

Diese Empfehlungen wurden von Kindern und Jugendlichen erarbeitet und sind in den Klimabericht von Save the Children „Born into the Climate Crisis: Why we must act now to secure children’s rights“ eingeflossen. Der Bericht verdeutlicht, dass Kinder, die im Jahr 2020 geboren wurden, im Durchschnitt fast siebenmal mehr Hitzewellen, fast dreimal mehr Überschwemmungen und Ernteausfälle, 2,6-mal mehr Dürren und doppelt so viele Waldbrände erleben müssen als Menschen mit einem Geburtsdatum sechzig Jahre zuvor.

„Wir Kinder sind vielleicht keine Klimawissenschaftlerinnen oder Klimawissenschaftler, aber wir wissen etwas Wichtiges: Wir müssen jetzt handeln! Bevor es zu spät ist, sonst werden wir es bereuen. Die Verantwortlichen von heute tragen die Zukunft der Menschheit auf ihren Schultern – unsere Zukunft“, betont der 14-jährige Emanuel, der als Klimaaktivist und Mitglied eines Kinderklimarates in Norwegen aktiv ist.

Die Klimakrise ist eine Kinderrechtskrise, argumentiert Save the Children. Wenn Länder mit hohem Einkommen und hohen Emissionen keine drastischen Maßnahmen ergreifen, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren und die globale Erwärmung auf 1,5-Grad zu begrenzen, werden Kinder und zukünftige Generationen die dramatischen Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommen. Nach Ansicht von Save the Children sollte das politische und wirtschaftliche Handeln daher von den Interessen der Kinder geleitet werden.

„Jeden Tag hören wir von Kindern, mit denen wir arbeiten, dass die Politikerinnen und Politiker nicht genug tun, um den katastrophalen Klimawandel zu begrenzen. In Sambia befragten wir 1.200 Kinder, und 71 % der Befragten erwarten, dass sie wegen der Folgen der Klimakrise ein schlechteres Leben haben werden als ihre Eltern. Dabei haben Kinder ein Recht auf Zukunft, sie sollten keine Angst vor ihr haben müssen. Die Rechte der Kinder, so wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention garantiert sind, müssen die Klimapolitik leiten, auch die der künftigen deutschen Bundesregierung“, sagt Martina Dase, Klimasprecherin von Save the Children Deutschland.

Kinder, vor allem aus Ländern mit geringem Einkommen, haben am wenigsten zur Klimakrise beigetragen, werden aber weiterhin am meisten darunter leiden. Die besonders stark betroffenen Kinder haben jedoch nach wie vor am wenigsten Mitspracherecht und sind kaum in nationalen und internationalen Entscheidungsgremien vertreten. Die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs müssen die Anliegen der Kinder anhören, auf sie eingehen und alles tun, um ihre Zukunft zu schützen.

„Diese COP ist eine der letzten Gelegenheiten, den Klimanotstand unter Kontrolle zu bringen und die steigenden Temperaturen zu stabilisieren. Die COP26 wird entweder durch den Ehrgeiz und die Führung der Vertragspartner in Bezug auf drastische Klimaschutzmaßnahmen in die Geschichte eingehen – oder durch ihr Versagen, indem sie den Kindern nicht zugehört haben und ihre Zukunft zerstören“, sagt Yolande Wright, Globale Direktorin für Kinderarmut, Klima und Stadtentwicklung von Save the Children International.

Empfehlungen der Kinder für die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der UN-Klimakonferenz (Quelle: „Born into the Climate Crisis: Why we must act now to secure children’s rights„):

  • Kinder und ihre Stimmen müssen stets respektiert und in Entscheidungen zum Thema Klima einbezogen werden.
  • Die Kinderrechte müssen zu jeder Zeit anerkannt werden.
  • Regierungen sollten Gemeinden stärker dabei unterstützen, die Umweltverschmutzung und den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und dafür sorgen, dass grüne und erneuerbare Energiealternativen für alle Menschen zugänglich sind.
  • Die Entscheider müssen alle Informationen, die ihnen über den Klimawandel vorliegen, berücksichtigen.

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