Baku-Tbilisi-Kars
Türkischer Verkehrsminister: China-Exportzug zeigt Macht der Türkei in der Logistik

Der erste türkische Exportzug erreichte über die neue Baku-Tbilisi-Kars (BTK)-Eisenbahnstrecke am Freitag sein Ziel in Xi'An, China.

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Xi’An – Der erste türkische Exportzug erreichte über die neue Baku-Tbilisi-Kars (BTK)-Eisenbahnstrecke am Freitag sein Ziel in Xi’An, China.

Durch die neue Strecke ist eine deutliche Verkürzung der Transportzeiten von durchschnittlich 25-45 Tagen auf 12 Tage möglich. Die aktuelle Frachtroute, die durch die Kooperation zwischen der Türkischen Staatsbahn und Pacific Eurasia ermöglicht wurde, ist sowohl schneller als Seefracht als auch preisstabiler als Luftfracht. Darüber hinaus bietet sie Möglichkeiten für den weiteren Transit zu Zielen in Europa. Der Zug fuhr am Donnerstag über den Hafen Horgos in der nordwestchinesischen autonomen Region Xinjiang Uygur nach China ein, teilte der örtliche Zoll mit.

„Der China-Exportzug verkündet der Welt von jeder Stadt aus, die er durchquert, die Macht der Türkei in der Logistik und ist unser Sieg im Schienenverkehr“, schrieb der türkische Verkehrsminister Adil Karaismailoglu auf Twitter.

Der Zug begann seine Reise am 4. Dezember in Istanbul und legte eine Strecke von 8.693 Kilometern durch die Türkei, Georgien, Aserbaidschan, das Kaspische Meer und Kasachstan zurück.

Mit dem Bau der BTK-Eisenbahnstrecke und der Sicherung der Stabilität von Baku hat sich die Türkei als wesentlicher Verknüpfungspunkt innerhalb des wachsenden eurasischen Eisenbahnhandelsnetzes positioniert. Die schnelleren und billigeren Transportmöglichkeiten der BTK unterbieten den bestehenden russischen Güterzugverkehr und stellen Ankara in direkte Konkurrenz zu Moskau, wenn es um die Verschiffung chinesischer Exporte in die europäischen Märkte geht.

Angesichts der günstigeren Tarife und kürzeren Fahrzeiten ist kurzfristig mit mehr Güterverkehr von China nach Europa über die BTK-Route zu rechnen. Mittelfristig wird Ankara wahrscheinlich weiter in die Entwicklung seiner Eisenbahnen investieren, um sich in den aufkeimenden Handelskorridor einzubetten und sich so als wichtige Handelsdrehscheibe zu etablieren. Langfristig ist mit einer Vertiefung der chinesisch-türkischen Handelsbeziehungen zu rechnen.

„Die BTK-Eisenbahnlinie wird auch zum Export türkischer Produkte beitragen. China wird seine Waren über die BTK-Eisenbahnlinie nach Europa und andere Länder transportieren. Die Waren werden Europa nicht in zwei Monaten, sondern in rund zwei Wochen erreichen“, so der damalige Gouverneur der osttürkischen Provinz Kars, Rahmi Dogan, während des Baus der Strecke.

https://twitter.com/akaraismailoglu/status/1340218162890027008

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