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Elektromobilität – wird die Revolution kommen?

Seit Jahren wird darüber diskutiert, wann und ob die Revolution der Elektromobilität (doch noch) kommen wird. Allen voran wurden die Dieselmotoren verteufelt, dazu hat der Abgasskandal einen großen Beitrag geleistet.

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Ein Gastbeitrag von Ali YandimSeit Jahren wird darüber diskutiert, wann und ob die Revolution der Elektromobilität (doch noch) kommen wird. Allen voran wurden die Dieselmotoren verteufelt, dazu hat der Abgasskandal einen großen Beitrag geleistet. Allerdings sollte man bei dieser Diskussion die CO2 Bilanz im Gesamten betrachten. Zum einen im Hinblick auf die während der Fahrt verursachten CO2 Werte, aber auch auf die Herstellung der Fahrzeuge. Das Herstellen und das Recyceln der Motoren/Batterien, sollte hier gegenübergestellt werden. Während größtenteils alle modernen Verbrennungsmotoren aus Aluminium hergestellt werden, welche problemlos recycelt werden können, sieht es bei den Batterien wesentlich problematischer aus. Reichweitenproblem: Laut des neuen Messverfahrens zur Bestimmung der Abgasemissionen und des Kraftstoff-/Stromverbrauchs (WLTP) schafft die neueste Generation Elektroautos eine beachtliche Reichweite von 400 Kilometern, dies ist der neuen Technologie der Feststoffbatterien zu verdanken. Allerdings entstehen da einige Probleme mit der Heizung im Winter, bei der Kühlung der Akkus auf Betriebstemperatur (hierbei ist eine Luftkühlung nicht ausreichend) und bei schnellen Fahrten auf der Autobahn mit dieser Reichweite. Neuesten Berichten zufolge soll ein chinesisch-deutsches Joint Venture eine neue Batterietechnik konzipiert haben, bei der die Luftkühlung ausreichend ist, wodurch ca. 200 Kilogramm an Gewicht eingespart werden können – nähere Informationen werden vom Hersteller vorerst nicht verraten. Fahrzeuge mit Dieselmotoren schaffen mit einer Tankfüllung eine Reichweite von über 800 Kilometern. Während das Betanken mit konventionellen Kraftstoffen nur einige Minuten dauert, muss man sich beim Aufladen der Akkus von Elektroautos lange gedulden. Gibt es an der Tankstation keine Ladesäule mit Starkstromanschluss, so verlängert sich diese Zeit um ein vielfaches. Das macht Elektroautos für Langstrecken, im direkten Vergleich zu Verbrennungsmotoren, ungeeignet. Ein weiterer Nachteil der Elektromobilität ist, dass Arbeitsplätze massiv wegfallen werden: „Im Jahr 2035 werden knapp 114.000 Arbeitsplätze, aufgrund der Umstellung auf den Elektroantrieb beim Pkw, verloren gegangen sein“, so das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zwischenlösung – Elektrifizierung der Fahrzeuge? Schaeffler, ein namhafter Zulieferer der Automobilindustrie, geht für das Jahr 2030 von folgendem Szenario aus: 30 % aller neu produzierten Autos wären mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet, 40 % mit einem Hybridantrieb und 30 % wären elektrisch angetrieben. Viele Hersteller steigen jetzt schon auf die 48V Technologie um, bei der das Fahrzeug eine zusätzliche, größere Batterie erhält und somit als ein Mild-Hybrid eingestuft wird. CO2 Einsparung ist hier das Ziel. Dem Video können weitere Informationen entnommen werden.

Ein Elektroauto kaufen – Ja? Nein?

Meiner Meinung nach sollte man den Sinn hinterfragen. Für kurze Strecken (überwiegend in den Innenstädten) ist ein Elektroauto sinnvoll, insbesondere, da die Lärm- und Abgasbelastung weitestgehend nicht vorhanden sind. Weitestgehend deshalb, weil neue Elektroautos einen „Sound“ von sich geben müssen, als Warnung für Menschen mit Sehbehinderung.

In Innenstädten haben E-Autos, was das Parken angeht, einen Bonus. Für Vielfahrer, Außendienstler und Pendler, wird der Erwerb eines Elektroautos unvorteilhaft werden. Vielleicht wird die nahe Zukunft weitere Schlüsseltechnologien für die Speicherkapazität der Batterien mit sich bringen. Leider schaut es momentan eher nach einer Evolution als nach einer Revolution aus, was die Elektromobilität betrifft. In jedem Fall können wir uns in den nächsten Jahren auf viele technische Innovationen freuen.

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