Ejder Yalcin 4x4
Türkei und Usbekistan planen Bau von 1.000 Panzerfahrzeugen

Seit dem Tod des usbekischen Diktators Islam Karimow im September hat sich das angespannte Verhältnis der Türkei zum zentralasiatischen Staat enorm verbessert. Türkische Geschäftsleute, denen während der Herrschaft Karimows unter fadenscheinlichen Gründen Besitztümer enteignet wurden, kehren nach vielen Jahren wieder nach Usbekistan zurück.

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Ankara (nex) – Seit dem Tod des usbekischen Diktators Islam Karimow im September 2016 hat sich das angespannte Verhältnis der Türkei zum zentralasiatischen Staat enorm verbessert.

Türkische Geschäftsleute, denen während der Herrschaft Karimows unter fadenscheinlichen Gründen Besitztümer enteignet wurden, kehren nach vielen Jahren wieder nach Usbekistan zurück. Zudem wurden nach einer Amnestie im vergangenen Jahr türkische Geschäftsleute aus den Gefängnissen entlassen.

In einer Nachricht an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan drückte Usbekistans neuer Präsident Schavkat Mirziyoyew im März diesen Jahres seine Zuversicht über eine umfassende und langfristige Partnerschaft mit der Türkei aus, die die Beziehungen der zwei türkischen „Bruderstaaten“ auf ein neues Level heben sollen.

In seiner Antwortnachricht betonte der türkische türkische Präsident Erdogan, dass Ankara bereit ist, die Kooperation auf bilateraler, regionaler und internationaler Ebene zum Wohle des türkischen und usbekischen Volkes auf Basis des gegenseitigen Vertrauens auszubauen.

Beim Arbeitsbesuch des usbekischen stellvertretenden Premierministers Rustam Azimow in der Türkei vom 26. bis zum 2. März schloss der Minister zwischenstaatliche Wirtschaftskooperationsprojekte im Wert von über eine Milliarde US-Dollar ab.

Die Delegation aus Usbekistan hielt Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Premierminister Binali Yildirim ab. Beide Seiten hielten den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen fest. Zu diesem Zweck fanden ebenso Treffen mit dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci statt.

Ein türkischer Panzerfahrzeughersteller hat nun mit einer usbekischen Firma einen Vertrag über die gemeinsame Produktion von 1.000 gepanzerten Allradfahrzeugen  unterzeichnet.

Wie Nurol Makina in einer schriftlichen Erklärung am vergangenen Freitag mitteilte, wurde die Absichtserklärung mit der usbekischen Firma UzAuto unterzeichnet. Die Vertragsschließung habe während des Besuchs des usbekischen Präsidenten Mirziyoyew in der Türkei Anfang dieser Woche stattgefunden.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim (l.) mit dem usbekischen Präsidenten Schavkat Mirziyoyew (Foto: AA)

Im Rahmen dieses Deals werden in Usbekistan 1.000 taktische Panzerfahrzeuge mit dem Namen „Ejder Yalcin 4×4“ (Ejder dt. Drachen) koproduziert. Der Deal umfasst auch den Verkauf von Fahrzeugen an Drittländer.

Der Ejder Yalçın 4×4 hat ein einzigartiges Design mit dem höchsten Schutz seiner Klasse, so dass das Fahrzeug es mit jeder Art von Gelände, einschließlich Off-Road,  aufnehmen kann, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Auf der Webseite von Nurol Makina wird darauf hingewiesen, dass das Fahrzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern und einer Motorleistung von 375 PS einer Besatzung von 11 Mann Platz bietet.

Ejder Yalcin 4×4 ist ein „dynamisches, agiles, modulares, vielseitiges, pflegeleichtes und wartungsarmes Kampffahrzeug“, ist weiter zu lesen.

Verschiedene Waffensysteme und eine hohe Nutzlast könnten in den Ejder Yalcin 4×4 integriert werden.

Zu den optionalen Waffensystemen gehören laut Webseite ein 7,62-Millimeter-Maschinengewehr, ein 12,7-mm-Maschinengewehr, ein 25-mm-Flakgeschütz oder ein 40-mm-Automatikgranatenwerfer, mit denen das Fahrzeug bestückt werden kann.

Es verfügt auch über verschiedene Konfigurationen wie Kampfeinsatz, Befehlskontrolle, Krankenwagen, Schützenpanzer, Grenzüberwachung und Sicherheit, Luftverteidigung und Minen- beziehungsweise Detektion selbstgebauter Sprengsätze sowie Zerstörung von Fahrzeugen.

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