London (nex) – Lord Mountevans nennt die Türkei einen ’sehr bedeutenden regionalen Akteur‘, der in der Region Chancen schaffe.
Der Lord Mayor of London, Alderman Jeffrey Mountevans, lobte das rasante Wirtschaftswachstum der Türkei und merkte an, dass dies vielfältige Chancen in der Region schaffe.
„Die Türkei ist ein sehr wichtiger regionaler Akteur“, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu in dieser Woche im Mansion House, seinem offiziellen Amtssitz.
Mountevans ist der Bürgermeister des bedeutenden Finanzzentrums, der City of London in der britischen Hauptstadt, die manchmal auch nur ‚The City‘ oder ‚Square Mile‘ genannt wird und vergleichbar mit Wall Street in New York ist. Sein Amtssitz ist nicht zu verwechseln mit dem Sadiq Khans, der in diesem Monat zum Bürgermeister von London gewählt wurde.
Neben seiner Tätigkeit im Staatsdienst ist der Lord Mayor auch Direktor des Schiffsmaklerunternehmens Clarkson’s und Mitglied des Unternehmens Baltic Exchange. Mountevans wies auf die wichtige Rolle der Finanzdienstleistungen hin, die sie beim Wachstum und auch in der reifen Volkswirtschaft spieltne und fügte hinzu:
„Es ist normal, dass Istanbul bezüglich des finanziellen Wachstums Ambitionen hat. Als Vertreter des weltweit führenden Finanzzentrums sehe ich Potenzial für Kooperation.“ Der Lord Mayor, der auch Kanzler der City University London ist, erklärte, dass die Türkei in Bezug auf das Pro-Kopf-Einkommen wachstumsversprechend sei.
„Ich bin optimistisch, dass das auch weiterhin so bleiben wird“, sagte er. „Es gibt eine positive Zusammenarbeit zwischen der London Stock Exchange und der Borsa Istanbul. Und es gibt viele Entwicklungsmöglichkeiten auf beiden Seiten.“ Im Hinblick auf das Referendum über Großbritanneins EU-Austritt betonte der Lord Mayor, wie wichtig für London als den führende Finanzmarkt Europas der Zugang zum Europäischen Binnenmarkt mit seinen 500 Millionen Verbrauchern sei.
„Wir haben eine wichtige Rolle innerhalb Europas“, so Mountevans. „Hier in der City sind wir uns einig, dass wir in der EU bleiben wollen.“
Wie den Medien und den Reaktionen der Leser in den Kommentarbereichen zu entnehmen ist, scheint das Scheitern der Visaverhandlungen mit Erdogan deutschlandweit eine große Welle der Freude ausgelöst zu haben.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bemerkte diese Schadenfreude und äußerte sich dazu in einem Interview: „Was mich irritiert, ist, dass ich manchmal fast so etwas wie eine Freude am Scheitern beobachte.“
Das Scheitern wird bei Wählern und Politikern des gesamten deutschen Parteienspektrums von der Linken bis zur AfD als Sieg gegen Erdogan gesehen, so scheint es.
„Autokratische Ambitionen“ warf etwa Bundestagspräsident Lammert Erdogan vor, da das türkische Parlament in einer Abstimmung mit 373 gegen 138 Ja-Stimmen für eine Aufhebung der Immunität von Politikern gestimmt hatte – für Lammert ein Grund, die Verhandlungen zur Visafreiheit zu beenden.
Spätestens jetzt dürfe die Europäische Union keine Visafreiheit für türkische Staatsbürger mehr beschließen. „Fernab unserer Demokratieansprüche“ seien diese Ereignisse. Auch Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer kritisierte in der „Süddeutschen Zeitung“ die geplante Immunitätsaufhebung. Damit „überschreitet Erdogan den Rubikon“, sagte der CSU-Mann.
Dass auch von deutschen Politikern wie etwa Jörg Tauss und Sebastian Edathy wegen Kinderpornographie oder von Volker Beck wegen Drogenbesitzes die Immunität aufgehoben wurde und Lammert selbst vor kurzem noch eine generelle Aufhebung derselben gefordert hatte, ließen die Unions-Politiker unerwähnt.
Dass die Staatsanwaltschaft Dresden am 25. Mai 2016 gegen die AfD-Politikerin Frauke Petry wegen Meineids ermitteln will und aus diesem Grund vom Sächsischen Landtag die Aufhebung der Abgeordnetenimmunität fordert, konnten Lammert und Singhammer damals noch nicht wissen.
Auch die Kurdische Gemeinde Deutschland kritisierte in einer Presseerklärung die geplante Visafreiheit für türkische Staatsbürger „als ein weiteres unwürdiges Zugeständnis an das Erdogan-Regime“, so der Verein. Die „Vertreibung der Kurden“ und die endgültige Abschaffung der Demokratie würden damit belohnt. Im Hass auf Erdogan scheint man sogar bereit zu sein, auf eine Visabefreiung zu Gunsten türkischer Staatsbürger kurdischer Herkunft zu verzichten.
SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann warnte vor einem „allzu devoten Umgang“ mit Erdogan.
Hat man aufgrund des womöglich gescheiterten Abkommens zur Visaliberalisierung für Türken aber tatsächlich einen „Sieg gegen Erdogan“ errungen?
Eher nicht, denn Erdogan hat noch ein As im Ärmel vorzuweisen.
Für viele der an einen „Sieg gegen Erdogan“ glaubenden Politiker und Medienvertreter wird mit folgender Information womöglich eine Welt zusammenbrechen:
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist im Besitz eines schwarzen Diplomatenpasses, mittels dessen er jederzeit in der EU einreisen kann.Außerdem kann er als Präsident der Türkischen Republik von seinem Recht Gebrauch machen, ein speziell für Reisen dieser Art zur Verfügung gestelltes Flugzeug zu nutzen. Jederzeit. Er braucht hierfür weder die Entscheidung des EU-Parlaments abzuwarten noch benötigt er eine Zustimmung der EU-Bürger.
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Werden zumindest Erdogans Umfragewerte sinken? Unwahrscheinlich. In Zeiten wie diesen schnellen Erdogans Umfragewerte meist in die Höhe. Die von Erdogan gegründete AKP lag bei Umfragen im April bei rekordverdächtigen 54%.
Stimmen in den sozialen Netzwerken scherzen mittlerweile, dass deutsche Medien auf Erdogans Gehaltsliste stehen, da besonders ihre Kritik Erdogans Popularität in der Türkei und auch im nichteuropäischen Ausland steigern würde.
Wer also sind die Verlierer des gescheiterten Abkommens?
In erster Linie der normale Bürger, für den es eine enorme Erleichterung gewesen wäre, mal eben ohne den Stress eines Visaantrags Bekannte oder Verwandte in Europa besuchen zu können. Der Geschäftsmann, der ohne monatelanges Vorausplanen einen Geschäftspartner oder eine Messe besuchen könnte. Auch ist eine Welle von Asylanträgen, wie in diversen deutschen Medien prophezeit, unwahrscheinlich, da es dazu keiner Visafreiheit bedarf.
Eine Lawine von billigen Arbeitskräften wie in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ist auch nicht zu erwarten, da das Interesse der neuen Generation in der Türkei, für wenig Geld die hiesige Drecksarbeit zu verrichten, gen Null gesunken ist. Abgesehen davon wandern seit 2006 jährlich mehr Menschen aus Deutschland in die Türkei aus als von dort in umgekehrter Richtung einwandern.
Wer auch immer die Verlierer des gescheiterten Abkommens sind – Erdogan wird es nicht sein.
Düsseldorf (ots) – Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, hat als Plan B für den Fall des Scheiterns des EU-Türkei-Abkommens einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen vorgeschlagen.
„Bislang ist die Türkei vertragstreu. Trotzdem müssen wir die EU-Außengrenzen selber schützen“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“. Man müsse auf eine neue Flüchtlingswelle vorbereitet sein, sagte Oppermann.
„Wir brauchen ein funktionierendes Grenzsystem und eine neue europäische Flüchtlingsordnung“, so der SPD-Fraktionschef.
Oppermann kritisierte zudem die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die Menschen nur aus humanitären Gründen aufnehmen will. „Für Flüchtlinge, die Arbeit und ein besseres Leben suchen, ist das Asylverfahren nicht der richtige Weg. Deshalb werden wir ein Einwanderungsgesetz auf den Weg bringen, mit dem die Einwanderung von Fachkräften besser gesteuert wird“, sagte der SPD-Politiker.
Seine Fraktion werde im Herbst einen Gesetzentwurf für ein Einwanderungsgesetz vorlegen. Dafür sehe er gute Chancen.
Köln (ots) – „Wenn Europa ein Europa der Egoisten ist, brauchen wir es nicht mehr.“ Das sagte der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm live am Mittwochabend bei stern TV mit Blick auf die Zustände im Flüchtlingslager Idomeni, das derzeit geräumt wird. „Ich trauere Idomeni nicht nach, das ist keine Art, zu überleben. Aber was ist die Alternative?“, so Blüm im Gespräch mit Steffen Hallascka. „Die Flüchtlinge sitzen weiterhin in einem Land, das keine Perspektiven bietet und das fette, satte Europa schließt die Türen.“
Sophia Maier, die für stern TV bis vor wenigen Stunden im Lager war, beschrieb die Stimmung vor Ort als hoffnungslos. „Die Menschen sind leer und lethargisch. Sie steigen in die Busse, weil sie nicht mehr können. Und dann kommen sie in eines der anderen Lager. Die sind nicht besser als Idomeni, die sind zum Teil sogar schlimmer“, so Maier live bei stern TV. „Viele Flüchtlinge wollen lieber zurück nach Syrien, weil sie sagen, es ist doch egal, ob ich hier langsam sterbe oder dort durch Bomben – und das meinen sie ernst.“
Laut Maier sei die Räumung bislang zwar friedlich abgelaufen, dies sei aber nicht zuletzt auf den Umstand zurückzuführen, dass die Menschen ausgehungert würden. „Es gibt keine Helfer mehr, die dürfen nicht rein, werden ferngehalten. Die Wasserhähne im Lager sind gekappt, es gibt kein Essen mehr. Dahinter steckt die Strategie, die Menschen systematisch auszuhungern, damit sie ohne Widerstand gehen.“
stern TV-Reporterin Sophia Maier war es als eine der wenigen Journalisten gelungen, sich bis Dienstagnacht im Lager zu verstecken und mit den Menschen sprechen. Für Journalisten gibt es kaum Gelegenheit, die Lagerräumung vor Ort kritisch zu beobachten – Pressevertreter sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sind unerwünscht, teilweise wurden und werden sie von der Polizei verhaftet und gewaltsam abgeführt. Bereits im März war Maier in Idomeni gewesen und hatte für stern TV aus dem Lager berichtet. Dort hatte sie auch Norbert Blüm getroffen, der mit stern TV nach Idomeni gereist war und eine Nacht mit den Flüchtlingen gezeltet hatte. Mit seiner Reise wollte der frühere Bundesarbeitsminister damals „ein Stück weit das Elend teilen“ und den Blick der Öffentlichkeit auf die katastrophalen und unmenschlichen Zustände im Lager lenken.
Am Dienstagmorgen hatten etwa 1.400 Polizisten damit begonnen, das Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze zu räumen und die noch rund 8.400 verbliebenen Flüchtlinge aus dem Lager abzutransportieren. Die Zelte und provisorischen Schlafstätten werden mit Bulldozern abgerissen. Bis Freitag soll das Flüchtlingslager vollständig aufgelöst sein.
Bielefeld (ots) – Das »Horror-Paar« von Höxter: Angelika B. (47) hat am Mittwoch über ihren Anwalt Peter Wüller erklärt, die Behauptung ihres Ex-Mannes, sie sei die treibende Kraft gewesen, sei falsch.
»Solche Aussagen des Mannes sind für meine Mandantin unerträglich«, sagte Verteidiger Peter Wüller dem WESTFALEN-BLATT, nachdem er Angelika B. im Bielefelder Gefängnis besucht hatte.
»Was meine Mandantin den eingesperrten Frauen angetan hat, hat sie von ihm gelernt und übernommen«, sagte Wüller. Angelika B. sei 17 Jahre von ihm misshandelt worden. Der Anwalt:
»Auch wenn es vielleicht schwer zu ertragen ist, spreche ich jetzt mal Klartext: Wilfried quälte sie mit einem glühenden Schürhaken, mit einer Lötlampe, mit Feuerzeugen und einer Herdplatte. Bei Autofahrten hatte er eine Thermoskanne mit heißem Tee dabei, den er ihr in den Schoß goss, wenn sie angeblich etwas falsch machte.
Er drosselte sie mit Kabeln, Gürteln und Decken. Er zog ihr Tüten über den Kopf, bis sie ohnmächtig war, und trat sie in den Unterleib und gegen den Kopf.« Nur wenn fremde Frauen im Haus gewesen seien und sich die Gewalt des Paares gegen sie gerichtet habe, sei Angelika B. verschont worden.
»Das ging so bis zur Festnahme des Paares.« Wüller sagte, vor etwa zehn Jahren sei seine Mandantin zu ihrer Mutter geflohen. »Ihr Mann hat sie aber am Telefon dazu gebracht, zurückzukommen. Er hat versprochen, sich zu ändern und ihr nichts mehr zu tun.
Daran hat er sich genau einen Tag gehalten.« Wilfried W. habe ihr gedroht, wenn sie ihn noch einmal verlasse, werde er sie überall finden und ihr mit einem Baseballschläger die Knie zertrümmert. »Er drohte ihr außerdem, ihr Verbrecher auf den Hals zu schicken, die er in den 90ern im Gefängnis kennengelernt haben wollte.«
Damals saß Wilfried W., weil er seine erste Ehefrau eingesperrt und gefoltert hatte. »Angelika erzählte er, er sei in Haft gewesen, weil er ohne Führerschein gefahren sei.« Bei allen Misshandlungen von Frauen sei Wilfried W. im Haus gewesen, sagte der Anwalt. »Zuweilen ging er aus dem Zimmer und sagte: ‚Ich bin draußen, ich weiß von nichts’«.
Er halte Wilfried W. für debil, erklärte Wüller. Dafür spreche auch, dass er immer darauf bestanden habe, dass die Opfer Erklärungen unterzeichnen mussten, sie seien freiwillig bei ihm gewesen und nicht misshandelt worden. Wüller bestätigte, das Paar habe 2012 eine solche Erklärung »zum Gegenzeichnen« einem Polizisten in Uslar vorgelegt, der Angelika B. aber fortgeschickt habe. »Hätte der Polizist anders reagiert, hätte das vielleicht die beiden später gestorbenen Frauen gerettet.«
Islamische Bank und Turkish Airlines unterzeichnen Kooperationsvertrag
Istanbul (nex) – Die Islamic Development Bank (Islamische Entwicklungsbank, IDB) und Turkish Airlines haben am gestrigen Mittwoch eine Vereinbarung über die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den 56 islamischen Mitgliedsstaaten unterzeichnet.
Wie die Bank in einem Statement mitteilte, sei in der Absichtserklärung vereinbart worden, dass die türkische Fluggesellschaft den IDB-Mitgliedsstaaten Luftfahrttrainigs anbieten solle. Die Airline habe desweiteren zugestimmt, den Staaten bei der Gründung regionaler Fluggesellschaften mit technischer Unterstützung zur Seite zu stehen, erklärte die Bank.
„Die IBD und Turkish Airlines werden im Rahmen des Programms der Sozialen Verantwortung der Parteien zusammenarbeiten und nicht nur, aber auch Hadschfleisch für die Bedürftigen transportieren und an diese verteilen“, hieß es im Statement. Auch in anderen Bereichen wie Gesundheit und Bildung werde man zusammenarbeiten.
IDB-Präsident Ahmad Mohamed Ali äußerte sich zum Deal mit fogenden Worten: „Dieser Schritt ist in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein. Dieser Deal wird die Kooperation zwischen den islamischen Staaten stärken, und die IDB sowie Turkish Airlines würden diese Kooperation gerne erleichtern. Turkish Airlines wird mit ihrer großen Erfahrung Erfolgsstory ganz sicher ein ausgezeichnetes Beispiel für die anderen Staaten sein.“
Temel Kotil, CEO der Turkish Airlines, erklärte: „Turkish Airlines ist bereit, seine gesamte Erfahrung mit den anderen Ländern zu teilen und wir glauben, dass diese Absichtserklärung neue Tore öffnen wird, um der Welt Synergien zu bieten.“
Die IDB wurde im Jahre 1973 von den Mitgliedsstaaten der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) gegründet und nahm zwei Jahre später die Arbeit auf.
Die Aufgabe der Bank besteht darin, einen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung seiner 57 Mitgliedsstaaten und muslimischer Communities im Einklang mit den Prinzipien des Islams zu leisten.
Seit ihrer Geschäftsaufnahme vor 41 Jahren hat die Bank ihren Mitgliedsstaaten Finanzierungen in Höhe von insgesamt mehr als 115 Milliarden US-Dollar bereitgestellt.
Türkei möchte mit Maarif Stiftung staatlich finanzierte Schulen im Ausland eröffnen
Ankara (nex) – Der endgültige Gesetzentwurf, der dem türkischen Parlament vom ehemaligen Ministerpräsident Ahmet Davutoglu vorgelegt wurde, schlägt die Gründung einer dem Bildungsministerium unterstehenden Stiftung mit dem Namen Maarif vor. Diese soll über ein Gesamtbudget von einer Million Türkische Lira verfügen.
Maarif soll im Ausland Schulen eröffnen und betreiben, wie die türkische Tageszeitung Cumhuriyet in ihrer Ausgabe vom 23. Mai berichtet.
Die Maarif Stiftung soll im Ausland Grund-, Mittel- und Oberschulen betreiben sowie Privatkurse bieten. Desweiteren soll ihr Angebot Kulturzentren, Bibliotheken, Laboratorien, Kunst- und Sportzentren sowie Wohnheime für Schüler und Lehrkräfte enthalten.
Die Stiftung soll unter der Aufsicht einer Kommission aus zwölf Mitgliedern stehen. Dabei sollen vier der Mitglieder vom Präsidialamt, drei vom Kabinett, zwei vom Bildungsministerium und die übrigen vom Finanzministerium und dem Hochschulrat (YÖK) kommen.
Das Budget der Stiftung, deren Hauptsitz sich in Istanbul befinden soll, soll vom Bildungsministerium gestellt werden und die Befugnis erhalten, andere ausländische Bildungsinstitute zu kaufen, zu übernehmen, zu mieten oder mit diesen Partnerschaftsverträge abzuschließen.
Die Stiftung soll Berichten zufolge auch ausländische Regierungen bei der Übernahme und Schließung von Schulen anderer türkischer Stiftungen, die in den jeweiligen Ländern aktiv sind, unterstützen.
Möglicherweise wird damit auf Unternehmen gezielt, die von dem in den USA lebenden islamischen Gelehrten Fethullah Gülen nahestehenden Personen geleitet werden, der vom Freund zum Feind der türkischen Regierung wurde.
Bei der Übernahme dieser Stiftungen soll die Maarif Stiftung als Alternative angeboten werden mit der Befugnis, erstere zu erwerben, zu übernehmen oder anzumieten.
In den USA investieren Gülen-Anhänger hauptsächlich in Charterschulen, die zwar von der Regierung Fördergelder erhalten, aber unabhängig vom öffentlichen Schulsystem handeln.
Dutzende Schulen mit Verbindungen zu dem Prediger im Ruhestand und seinen Anhängern sehen sich Kritik und gerichtlichen Ermittlungen ausgesetzt. Es geht dabei um den Vorwurf des Missbrauchs staatlicher Zuschüsse sowie des Visasystems, das zur Einschleusung türkischer Lehrer in die USA zum Unterrichten an den Charterschulen genutzt wurde.
Dissen (nex/ots) – Die HOMANN Feinkost GmbH ruft Feinkostsalate der Marken HOMANN, Ofterdinger, Fürstenkrone, Prima Kost und Gut & Günstig zurück.
„Im Sinne unseres kompromisslosen Qualitätsverständnisses und des vorsorglichen Verbraucherschutzes sahen wir uns zu dieser Maßnahme veranlasst, da in Einzelfällen ein Kunststoffteilchen in den aufgeführten Produkten gefunden wurde“, so das Unternehmen in einem Statement.
Betroffen sein könnten folgende Produkte mit den angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten:
Prima Kost Budapester Salat (200g) – MHD 10.06.2016
Gut & Günstig Delikatess Heringssalat (250g) – MHD 10.06.2016
Alle übrigen Sorten der Marken HOMANN, Ofterdinger, Fürstenkrone, Prima Kost und Gut & Günstig seien nicht betroffen.
„Wir bitten Verbraucher, die oben aufgeführte Produkte mit den angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten zu Hause haben, vorsorglich vom Verzehr abzusehen und die entsprechenden Produkte zur Verkaufsstelle zurückzubringen. Dort wird das Produkt ausgetauscht oder erstattet“, so das Unternehmen weiter.
Frankfurt/Main (nex) – Erstmals seitdem das seit 1973 auf der Verpackung der „Kinder-Schokolade“ von Ferrero abgebildete Gesicht des Langzeitmodels Günter Euringer 2005 durch das eines anderen Jungen, der prompt despektierlich „Kevin“ genannt wurde, ersetzt worden war, ist das Foto auf der Schachtel wieder zum Gegenstand öffentlicher Erregung geworden.
Mittlerweile ist die Aufregung über „Kevin“ abgeklungen, da steht dem Süßwarenhersteller wieder Ärger ins Haus.
Zwar ändert Ferrero diesmal nicht dauerhaft die Verpackung, aber die Fan-Edition aus Anlass der bevorstehenden Euro 2016 in Frankreich reicht den Rechtsextremisten von „Pegida BW – Bodensee“ schon aus, um erstmals seit dem „WM-Kalender“ der NPD von 2006 wieder eine rassistische Kampagne im Vorfeld eines Fußball-Großevents vom Zaun zu brechen, die bundesweit Beachtung findet.
Pegida Bodensee und ihre Anhänger ereifern sich auf ihrer Facebook-Seite jedenfalls über die Gesichter von Kindern mit türkischen oder afrikanischen Wurzeln, die auf den Packungen abgebildet sind, überschwemmen das Netz mit Hasskommentaren und rufen zum Boykott auf.
(Foto: Screenshot/Facebook)
Es ist ungewiss, ob die Rechtsextremen überhaupt mitbekommen haben, dass es sich bei den Gesichtern um die Kinderbilder gefeierter deutscher Fußballstars wie Ilkay Gündogan oder Jérôme Boateng handelt, bevor sie sich auf ihrer Facebook-Pinnwand mit den Worten
„Vor Nichts wird Halt gemacht … Gibts die echt so zu kaufen? oder ist das ein Scherz?“ über die „ausländischen“ Kinder auf den Verpackungen ereiferten.
Die Drohung der in der Tendenz nicht sehr kinderreichen Pegida-Anhänger, keine Produkte von Ferrero mehr zu kaufen, scheint das Unternehmen jedoch nur bedingt zu beeindrucken. In einem Beitrag auf Facebook heißt es von dessen Seite jedenfalls:
„Wir von Ferrero möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich von jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung distanzieren. Wir akzeptieren und tolerieren diese auch nicht in unseren Facebook-Communities.“
Das Magazin „11 Freunde“ hat unterdessen bereits auf seine Weise reagiert und ein vermeintlich auf Pegida abgestimmtes Cover als Meme für Facebook kreiert: Auf diesem Verpackungsentwurf prangt Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg mit seiner berühmten „Stinkefinger“-Geste aus dem Jahr 1994.
Düsseldorf (ots) – Auch nach dem gescheiterten Treffen des Zentralrates der Muslime mit der Spitze der AfD will Zentralratspräsident Aiman Mazyek mit Teilen der islamkritischen Partei weiter in Kontakt kommen.
„Wir werden mit den Gemäßigten in der AfD weiter reden“, sagte Mazyek der „Rheinischen Post“.
Der Zentralrat habe zu dem ersten Treffen eingeladen. „Wir bleiben gesprächsbereit“, unterstrich Mazyek.