New York
Zehnjährige Türkin hält Rede vor UNO
New York (nex) – Talya Özdemir war am gestrigen Samstag die jüngste Rednerin des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft der Generalversammlung der Vereinten Nationen.
Die zehnjährige Türkin erhielt für ihre Rede mit dem Titel: „Mädchen für Mädchen in der Wissenschaft“ im Rahmen des Panels „Gender, Science and Sustainable Development“ tosenden Applaus.
„Ich bin hergekommen, um an diesem sehr bedeutenden Tag, der Mädchen wie mich dazu ermutigt, sich für eine Laufbahn als Wissenschaftlerin zu entscheiden, der Frauen in der Wissenschaft würdigt und zur Weiterentwicklung der Welt beiträgt, meine Gedanken mit Ihnen zu teilen“, sagte Talya zu Beginn ihrer Rede.
Sie betonte, dass es im Verantwortungsbereich der Regierungen und der UNO liege, die Aufmerksamkeit auf Fragen wie Gleichstellung der Geschlechter und soziale Gerechtigkeit zu lenken.
Talya ging auch auf die Situation der flüchtenden Frauen und Mädchen ein, unter denen sich ebenfalls viele Wissenschaftlerinnen befänden und rief jeden dazu auf, diese Mädchen und Frauen bei der Verfolgung ihrer beruflichen Ziele zu unterstützen.
Talya, die nach dem Panel mit Reportern sprach, erklärte, dass sie stolz darauf sei, ihr Land, die Türkei, und alle Mädchen ihres Landes auf der UNO-Generalversammlung zu repräsentieren.
Viele Frauen in ihrem Land arbeiteten als Ärztinnen, Ingenieurinnen oder Lehrerinnen, so das Mädchen weiter, aber die Errungenschaften dieser Frauen in der Türkei und den anderen Ländern würden nie wirklich thematisiert.
Talya bat den Vorsitzenden der UN-Vollversammlung, Peter Thomson, als Erster ihre neue Kampagne mit dem Motto „Girls4Girlsin Science“ zu unterzeichnen, mit der sie den Einsatz von Mädchen in der Wissenschaft mit dem Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung durch Bildung fördern möchte.
Pressefreiheit in der Türkei
Türkischer Außenminister: Kein Journalist „wegen Artikelschreiben“ in Untersuchungshaft
Madrid (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat erklärt, dass sich derzeit kein Journalist in der Türkei in Untersuchungshaft befinde, nur weil er seiner Arbeit nachgegangen sei und Artikel geschrieben habe.
Vier spanische Tageszeitungen – El Pais, El Mundo, ABC and La Razon – zitierten den türkischen Außenminister in ihren heutigen Ausgaben. Cavusoglu hatte diesen am gestrigen Freitag während eines eintägigen offiziellen Besuchs in Madrid ein Interview gegeben.
„Es gibt keinen einzigen Journalisten, der sich in der Türkei in Untersuchungshaft befindet, weil er Artikel geschrieben hat“, antwortete er auf eine Frage zur Pressefreiheit in der Türkei und fügte hinzu: „Falls es einen gibt, wüsste ich gerne, wer das ist. Diese Personen, die sich als Journalisten bezeichnen, haben entweder den Terror oder Terrororganisationen unterstützt.“
Viele Menschen seien verhaftet worden, weil sie den Putschversuch unterstützt hätten, „und einige haben die Medien als Propagandamittel benutzt“, unterstrich Cavusoglu. Es sei wichtig, zwischen kritischen Journalisten und jenen, die in den Putschversuch involviert gewesen seien, zu unterscheiden, so der türkische Außenminister weiter.
Er kritisierte auch die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen, deren Türkei-Bericht nicht objektiv sei.
Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben, die das gülennahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten.
Die Türkei hat offiziell die Auslieferung Gülens an die Türkei beantragt.
Dem Prediger wird auch vorgeworfen, durch die Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.
Nach dem gescheiterten Staatsstreich wurden zehntausende FETÖ-Verdächtige festgenommen.
Türkei
Istanbul: Reina-Attentäter kommt vor Gericht
Istanbul (nex) – Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu kommt der Hauptverdächtige des Anschlags auf den Istanbuler Edel-Nachtclub Reina im Stadtteil Ortaköy, Abdulgadir Masharipow, vor Gericht.
Der usbekische Staatsangehörige, der in der Neujahrsnacht in dem Nachtclub 39 Menschen im Namen der Terrorgruppe IS (Daesh) getötet hatte, war am 16. Januar im Zuge einer Polizeirazzia im nordwestlichen Landkreis Esenyurt in Istanbul festgenommen worden.
Masharipow wurde nach der Gesundheitskontrolle an den Justizpalast Caglayan im europäischen Teil der türkischen Metropole überstellt.
Operation „Frieden und Sicherheit“
Türkei: Mehr als 3.600 Festnahmen bei landesweiten Razzien
Ankara (nex) – Bei landesweiten Razzien der türkischen Polizei, Gendarmerie und Küstenwache sind in der gestrigen Freitagnacht mehr als 3.500 Personen festgenommen worden. Dies wurde am heutigen Morgen aus Sicherheitskreisen bekannt.
Wie die Generaldirektion für Sicherheit in einer Erklärung zu der Operation „Frieden und Sicherheit“ bekannt gab, befänden sich unter den insgesamt 3.609 bei zeitgleichen Razzien Festgenommenen 2.282 Personen, nach denen die Polizei gefahndet habe.
Während des Einsatzes seien 81 Fahrzeuge, 91 Waffen, 91 Jagdgewehre, 80.268 Packungen geschmuggelte Zigaretten, 686 geschmuggelte Mobiltelefone, 762 Liter illegaler Alkohol sowie 103 historische Artefakte beschlagnahmt worden, heißt es weiter.
An den Razzien hätten sich 81.000 Sicherheitskräfte beteiligt.
Gemeinsame Strategische Planungsgruppe
Türkei und Ukraine: Passfreies Reisen soll vor Sommer kommen
Ankara (nex) – Die Türkei und die Ukraine haben nach den Worten des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu vereinbart, ihren Staatsangehörigen die Einreise in die beiden Länder ohne Passkontrolle zu ermöglichen.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Kiew mit seinem ukrainischen Amtskollegen Pawlo Klimkin erklärte Cavusoglu am gestrigen Freitag, dass türkische und ukrainische Staatsangehörige lediglich gegen Vorlage ihres Personalausweises in die beiden Länder einreisen dürften. Die Vorbereitungen dazu seien bereits abgeschlossen, das passfreie Reisen solle noch vor dem Sommer kommen, so Cavusoglu weiter.
„Wir möchten die Zahl der gegenseitigen Besuche und Touristen erhöhen“, betonte der türkische Außenminister und fügte hinzu, dass sie den Kontakt zwischen den Menschen fördern wollten.
Die Zahl der Touristen aus der Ukraine hat laut Cavusoglu um 50 Prozent zugenommen. Die Türkei freue sich, über eine Million Ukrainer empfangen zu haben.
Cavusoglu nahm gemeinsam mit Klimkin an der fünften Tagung der Gemeinsamen Strategischen Planungsgruppe in der ukrainischen Hauptstadt teil, auf der sich die beiden Außenminister über bilaterale, regionale und internationale Fragen austauschten.
Der Besuch fällt auch mit dem 25-jährigen Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und der Ukraine zusammen.
Türkei
Izmir: Türkischer Wissenschaftler entwickelt DNA-Schnelltest
Izmir (nex) – Einem Wissenschaftler der Ege Üniversitesi in der westtürkischen Hafenstadt Izmir ist es gelungen, die Dauer der DNA-Analyse mit einem von ihm entwickelten Set auf 34 Minuten zu reduzieren.
„Normalerweise dauert die Analyse mindestens sechs Stunden“, erklärte Associate Professor Hüseyin Onay von der Medizinischen Fakultät der Universität gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. „Das FBI braucht dafür fast zwei Stunden. Wir befinden uns in der Mitte unserer Forschungs- und Entwicklungsphase und haben bereits 34 Minuten erreicht.“
Onay unterstrich, dass mit dem Verfahren eine 100 prozentige DANN-Identitätserkennung möglich sei.
Zwar werde die DNA-Analyse derzeit nur in der Rechtsmedizin eingesetzt, ihre Anwendungsgebiete könnten jedoch auf den Finanzsektor sowie Passportkontrollen an Grenzen erweitert werden.
Er und sein Team hätten sich zum Ziel gesetzt, die Dauer der DNA-Analyse im ersten Schritt auf 30, dann auf 10 und schließlich auf fünf Minuten zu reduzieren, so Onay weiter.
Der Forscher setzt seine Arbeit in einem von ihm vor eineinhalb Jahren gegründeten Unternehmen auf dem Universitätscampus fort. In den vergangenen 15 Jahren hat er laut Anadolu fast 100.000 Gentests durchgeführt.
Probe für den Ernstfall
Gaza bereitet sich auf israelischen Angriff vor
Rafah, GAZASTREIFEN (nex) – Das Gesundheitsministerium von Gaza hat Medienberichten zufolge am gestrigen Donnerstag eine Übung zur Überprüfung der Bereitschaft seiner Rettungskräfte im Falle eines großen Militärschlags Israels gegen die besetzte Küstenenklave durchgeführt.
Dutzende Rettungssanitäter und Ärzte waren in Khan Yunis und Rafah im Süden von Gaza im Einsatz. In der Übung wurden Militärschläge und andere Krisensituationen simuliert.
Die Probe für den Ernstfall, bei der auch tödliche Autounfälle simuliert wurden, entstand in Zusammenarbeit mit der französischen Nichtregierungsorganisation Ärzte der Welt Frankreich.
Der Direktor der Notfalleinheit des Ministeriums, Atef al-Ramlawi, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass das Ziel der Übung die Überprüfung der Reaktionsfähigkeit der Ambulanzbelegschaft, Rettungssanitäter sowie des Verwaltungspersonals gewesen sei.
„Wir leben unter außergewöhnlichen Umständen; wir müssen auf mögliche Kriege oder Aggressionen vonseiten Israels vorbereitet sein“, so Magdi Muammar, ein Verantwortlicher im Rettungsdienst des Ministeriums gegenüber Anadolu.
Seit 2008 wurde der besetzte Gazastreifen Ziel von drei großen israelischen Militärangriffen. Bei dem letzten im Jahr 2014 wurden über 2.300 Palästinenser, zumeist Zivilisten, getötet.
Türkei
Demokratisierungsprozess: Türken entscheiden am 16. April über Verfassungsänderung
Nevsehir (nex) – Die Türkei wird am 16. April das Referendum über die Verfassungsänderung abhalten. Dies teilte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim am heutigen Freitag mit.
Zuvor hatte Präsident Erdogan den Entwurf zur Verfassungsänderung für ein Präsidialsystem unterschrieben.
„Unser Präsident hat dem Gesetz zugestimmt“, gab Yildirim nach dem Freitagsgebet in der zentralanatolischen Stadt Nevsehir bekannt und fügte hinzu: „Das Datum für die Volksabstimmung steht fest. Das Referendum wird am 16. April stattfinden.“
Die Verfassungsänderung wurde seit Erdogans Wahl zum Präsidenten im August 2014 erörtert. Dem Paragrafenwerk aus 18 Artikeln hatte das Parlament im Januar mit 339 Stimmen – 330 wären nötig gewesen – zugestimmt.
„Nun gehören das Wort und die Entscheidung dem Volk“, betonte Yildirim.
Es werde viele Meinungsforscher und Vorhersager in der Zeit vor dem Referendum geben, sagte er. „Aber die abschließende Befragung mit Ergebnis wird an den Urnen stattfinden“, so der türkische Ministerpräsident weiter.
Mit den Änderungen würden die Befugnisse des Präsidenten erheblich ausgeweitet, der Posten des Ministerpräsidenten würde abgeschafft. Der Präsident dürfte künftig einer Partei angehören.
Die Senkung des Wahlalters auf 18 Jahre sowie die Erhöhung der Zahl der Abgeordneten von 550 auf 600 gehören ebenfalls zu den darüber abzustimmenden Änderungen. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen würden bei einem positiv ausfallenden Referendum im November 2019 stattfinden.
Zu dem versehentlichen russischen Luftangriff vom gestrigen Donnerstag auf ein Gebäude in der nordsyrischen Stadt al-Bab, bei dem drei türkische Soldaten getötet und weitere elf verletzt wurden, sagte Yildirim, dass Erdogan und Putin den Vorfall am Telefon besprochen hätten und Putin erklärt habe, dass es ein Unfall gewesen sei. Der russische Präsident habe sein Bedauern zum Ausdruck gebracht, so Yildirim weiter.
Beide Parteien hätten sich auf Kooperation und Koordination zur Vermeidung ähnlicher Unfälle geeinigt.
Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kommen.
Türkei
Treffen mit Erdogan: Yusuf Islam lobt Flüchtlingspolitik der Türkei
Ankara (nex) – Der britische Sänger und Songwriter Yusuf Islam, der vor seinem Übertritt zum Islam (1977) als Cat Stevens bekannt war, hat während seines Besuchs in Ankara die Rolle der Türkei bei der Versorgung der Flüchtlinge gelobt.
„Wir sind hergekommen, um unsere Unterstützung für die unglaubliche Leistung bei der Versorgung der Flüchtlinge zu demonstrieren“, erklärte die Musiklegende gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Islam kam mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im Präsidentenpalast zu einem über einstündigen Gespräch zusammen und bedankte sich für die Unterstützung der Türkei beim Bau einer neuen Moschee im ostenglischen Cambridge.
Es sei wichtig, eine schöne Moschee „im Zentrum des intellektuellen Herzens Großbritanniens zu haben“, so der Künstler. Cambridge beherbergt neben Oxford die renommierteste historische Universität des Landes.
Die Abu Bakr Jamia Moschee soll 1.000 Gläubigen Platz bieten. Diyanet, das türkische Präsidium für religiöse Angelegenheiten, beteiligt sich mit am Bau.
Yusuf Islam brachte seine Unterstützung für den Willen des Volkes zum Ausdruck, der sich während des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli 2016 gezeigt habe.
Erdogan postete auf seinem Twitteraccount ein Foto vom Treffen, das er mit „Mein lieber Bruder Yusuf, danke für deinen Besuch und das herzliche Gespräch. Willkommen in der Türkei“ untertitelte.
Sevgili kardeşim Yusuf, Külliye'yi ziyaretin ve samimi sohbetin için teşekkür ederim. Türkiye'ye hoşgeldin. @YusufCatStevens pic.twitter.com/HtOlc1pNyx
— Recep Tayyip Erdoğan (@RTErdogan) February 8, 2017
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Militäroperation Schutzschild Euphrat
Syrien: Russische Jets bombardieren „versehentlich“ türkische Stellung – drei Tote
Ankara (nex) – Drei türkische Soldaten sind am heutigen Donnerstagmorgen bei einem russischen Luftangriff gegen den IS (Daesh) in der nordsyrischen al-Bab-Region versehentlich getötet worden. Dies teilte das türkische Militär mit.
Der türkische Generalstab erklärte, dass weitere elf Soldaten verletzt worden seien, als das Flugzeug versehentlich ein Gebäude, in dem sich türkische Einheiten aufhielten, bombardiert habe.
Wie das Militär weiter mitteilte, ereignete sich der Vorfall um 8.40 Uhr Ortszeit in der Region, wo die Militäroperation Schutzschild Euphrat läuft.
Die verletzten Soldaten seien sofort in ein Krankenhaus verbracht worden.
Aus dem Kreml wurde bekannt, dass der russische Staatschef Wladimir Putin seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan sein Beileid wegen des tragischen Vorfalls ausgesprochen habe.
Weiter hieß es in der Erklärung, dass die beiden Staatschefs sich auf die Verbesserung der militärischen Koordinierung der Operationen gegen den IS (Daesh) und andere extremistische Gruppen in Syrien geeinigt hätten.
„Beide Staatschefs haben ihre Bereitschaft zur Fortsetzung der aktiven Bemühungen um Fortschritte bei den Astana- und Genf-Gesprächen zur Lösung des Syrien-Konflikts bekräftigt“, ist in dem Statement weiter zu lesen.
Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow habe ebenfalls in einem Telefongespräch seinem türkischen Pendant Hulusi Akar sein Beileid ausgesprochen, gab das russische Verteidigungsministerium bekannt.
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