PKK-Anhänger gefasst
Stuttgart: Mutmaßlicher Tatverdächtiger des PKK-Anschlags auf Ditib-Moschee gefasst

Ein mehrfach vorbestrafter Anhänger der terroristischen PKK konnte offenbar auf Grund von Kamerabildern der Stuttgarter Ditib-Moschee ausgeforscht werden. Die Polizei konnte ihn bereits vor vier Wochen identifizieren, hielt die Information aber aus ermittlungstaktischen Gründen noch zurück.

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Stuttgart (nex) – Medienberichten zufolge soll zumindest einer der PKK-Terroristen, die in der Nacht zum 15. Dezember 2015 die Bücherei neben der Ditib-Moschee an der Mauserstraße in Stuttgart-Feuerbach angegriffen hatten, gefasst sein.

Wie die „Stuttgarter Zeitung“ unter Berufung auf Polizeiquellen berichtet, sollen es die Bilder aus der Überwachungskamera gewesen sein, die es möglich gemacht hätten, einen 20-jährigen türkischen Staatsangehörigen zu identifizieren, der bereits in der polizeilichen Datenbank vermerkt sein soll und offenbar der in der Südosttürkei und in den nordirakischen Bergen aktiven Terrormiliz nahestehen soll.

Insgesamt waren, wie die Bilder der Kamera zeigten, vier Personen an dem Übergriff beteiligt. Einer warf demnach einen Stein durch das Fenster, die anderen Gegenstände hinterher, zuletzt warf ein Beteiligter eine Brandflasche in das Gebäude. Auf einer der terroristischen PKK nahestehenden Internetseite tauchte wenige Tage später ein Bekennerschreiben auf, in dem die Tat als „Racheakt“ für die Eliminierung zweier Unterstützer der PKK im Zuge des Anti-Terror-Einsatzes der türkischen Sicherheitskräfte in der Südosttürkei dargestellt wurde. Der Anschlag habe sich gegen die türkische Regierung sowie gegen vermeintliche AKP-Unterstützer in Europa gerichtet, hieß es darin.

Der Tatverdächtige soll kein unbeschriebenes Blatt sein. Eigentums-, Gewalt- und Drogendelikte sowie Zuwiderhandeln gegen die öffentliche Ordnung illustrieren dem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ zufolge die kriminelle Energie hinter dem mutmaßlichen Tatbeteiligten, der nach wie vor über seine Mittäter schweigt.

Er soll regelmäßig Veranstaltungen PKK-naher Gruppen besucht haben. Der Verdächtige soll bereits vor vier Wochen ausgeforscht worden sein, aus ermittlungstaktischen Gründen habe die Polizei jedoch die Information bislang zurückgehalten. Die Ditib hat die Schäden an ihrer Einrichtung mittlerweile beheben können.

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