Nach Absturz des russischen Airbus
Lufthansa umfliegt aus Sicherheitsgründen den Sinai

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Berlin (dts) – Die Lufthansa ändert wegen des Absturzes der russischen Passagiermaschine in Ägypten ihre Flugrouten. Kurz nach dem Unglück sei entschieden worden, dass „die Lufthansa die Sinai-Halbinsel aus Sicherheitsgründen zunächst nicht mehr überfliegt“, erklärte eine Lufthansa-Sprecherin auf Anfrage der „Welt am Sonntag“. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, weil die Unglücksursache noch nicht feststeht. „Die bislang über das Sinai-Gebiet entlanglaufenden Routen, etwa in den Mittleren Osten, werden jetzt je nach Zielflughafen rechts- oder links vorbeigeleitet“, sagte die Sprecherin. Die Fluggesellschaft stehe wegen des Weiteren Vorgehens in engem Kontakt mit den relevanten Behörden.

Flüchtlingspolitik
SPD verlangt von Union Klärung ihres Flüchtlingsstreits

Berlin (dts) – Kurz vor dem Koalitions-Spitzentreffen zur Flüchtlingskrise fordern führende Sozialdemokraten die Union auf, ihre fundamentalen Differenzen in der Flüchtlingspolitik zu klären. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel attackierte dabei vor allem die CSU: „Wir brauchen keine großen Inhaftierungscamps mit der Bezeichnung Transitzone, was wir brauchen sind Ruhezonen vor unausgegorenen Vorschlägen aus München“, sagte Schäfer-Gümbel der „Welt am Sonntag“. „Eine Obergrenze für Unsinn und Profilierungssucht wäre auch hilfreich.“ Er fügte hinzu: „Der Streit vermittelt nur den Eindruck von Handlungsunfähigkeit. Richtig ist aber, dass die beschlossenen Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung endlich konsequent umgesetzt werden müssen. Wenn Horst Seehofer daran kein Interesse hat, soll er wenigstens den Rest in Ruhe ihre Arbeit machen lassen.“ Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, rief die Union zur Einigkeit auf. „CDU und CSU müssen wieder zueinander finden. Ihr permanenter Zoff schadet dem Land und frustriert die Bürger“, sagte Kahrs der „Welt am Sonntag“. „Vor allem die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer erwarten, dass Frau Merkel endlich erklärt, wie wir es schaffen – und dass Herr Seehofer seinen Theaterdonner einstellt.“

Türkei rettet Flüchtlinge
Türkei: Küstenwache rettet 448 Flüchtlinge in 24 Stunden aus Seenot

Izmir (nex/AA) – Das Kommando der türkischen Küstenwache hat innerhalb der letzten 24 Stunden 448 in Seenot geratene Flüchtlinge gerettet. Darüber hat der Generalstab der türkischen Armee am Samstag auf seiner Webseite informiert. Die Flüchtlinge befanden sich an Bord von Booten, die entlang der türkischen Westküste vor İzmir, Aydin, Balıkesir und Çanakkale unterwegs waren, hieß es in dem Statement. Die Provinzen, die im Ägäischen Meer sowie im Mittelmeer nahe den dortigen griechischen Inseln liegen, gehören zu den primären Ausgangspunkten für die Versuche von Flüchtlingen, von der Türkei aus auf dem gefährlichen Seeweg die Europäische Union zu erreichen.

Rettungsschirm für Printmedien?
Nach Auflagenrückgang: DJV-Chef will Haushaltsabgabe zur Rettung deutscher Printmedien

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Berlin (nex) – In einem Interview mit dem Mediendienst kress.de hat der scheidende Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), Michael Konken, selbstkritische Töne in Richtung seines eigenen Berufsstandes anklingen lassen. Der 62-Jährige, der sich nach 12 Jahren im Amt am kommenden Montag nicht mehr zur Wahl stellen wird, erklärte, das zunehmende Unbehagen in vielen Teilen der Bevölkerung über die etablierten Medien habe damit zu tun, dass „die Menschen merken, dass wir uns zunehmend von der klassischen Berichterstattung verabschieden“. Mit Blick auf die zum Teil massiven Auflagenrückgänge deutscher Printmedien, die bis dato nicht durch den Ausbau von Onlineangeboten wettgemacht werden können, mahnte Konken zu mehr Wahrhaftigkeit gegenüber dem Publikum und Rücksicht auf dessen Interessen. „Die wollen sich ihre Meinung selber bilden, und damit haben sie durchaus Recht“, so Konken. „Andererseits gibt es natürlich auch Medienkonsumenten, die diese Beeinflussung nicht bemerken – und die werden von uns in eine Richtung gelenkt. Das ist keine gute Entwicklung. Wir müssen einfach die Grenze zwischen Meinung und Information wieder klarer ziehen. In den Hochschulen und Journalistenschulen lehren wir diese klassische Schule, aber in der Praxis wird die Grenze kontinuierlich überschritten.“ Andererseits plädierte Konken aber auch für eine neue Form eines Auffangnetzes für journalistische Projekte im Angesicht der prekären Situation vieler Medienformate. So brachte Konken ein mögliches Finanzierungsmodell für Print- und Onlinezeitungen nach dem Modell der öffentlich-rechtlichen Sender durch eine Haushaltsabgabe ins Spiel. „Wenn sich der Auflagenrückgang so fortsetzt, werden wir in zehn Jahren weniger Zeitungen haben“, erklärte Konken. Mit den Printzeitungen sterbe dann aber auch der Online-Journalismus, da dieser bislang kein tragfähiges Geschäftsmodell hervorgebracht habe. Für Schwarmfinanzierungs-Modelle wie etwa bei Krautreporter sei das Spendenaufkommen in Deutschland hingegen zu gering. Vor allem zur Rettung des Lokal- und Regionaljournalismus wäre eine solche Rettungsschirm-Konstruktion erforderlich. Die von Konken angeregte Finanzierung über die Haushaltsabgabe müsse dann aber „staatsfern“ erfolgen. Unterdessen könnten auch die öffentlich-rechtlichen Medien zeitnah auf eine Erhöhung der Haushaltsabgabe pochen. Bei ARD und ZDF erwartet man aktuell durch die Umstellung des Rundfunkbeitrags auf die Haushaltsabgabe für den Zeitraum von 2013 bis 2016 insgesamt rund 1,59 Milliarden Euro an Mehreinnahmen. Für die Zeit danach haben die Sender allerdings bereits Mehrbedarf angemeldet. Bei der ARD übersteigt der angestrebte Betrag sogar die erwarteten Rücklagen.

Flugzeugabsturz in Ägypten
Putin ordnet nach Flugzeugabsturz Staatstrauer an

Moskau (dts) – Nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel hat Russlands Präsident Wladimir Putin für den Sonntag eine Staatstrauer angeordnet. Zuvor hatte er die Bildung einer staatlichen Kommission zur Untersuchung des Unglücks angekündigt. Der Airbus 321 war am Samstagmorgen mit 217 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg vom Ferienort Scharm el-Scheich am Roten Meer nach Sankt Petersburg von den Radarschirmen verschwunden. Kurz darauf hatte die ägyptische Regierung den Absturz bestätigt. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Medienberichten zufolge hatte die Besatzung des Fliegers kurz vor dem Absturz technische Probleme gemeldet, der Pilot habe angekündigt, auf dem nächstgelegenen Flughafen landen zu wollen. Retter hatten der russischen Nachrichtenagentur Ria zufolge bis zum Mittag rund 100 Leichen geborgen. Überlebende seien zunächst nicht gefunden worden, allerdings hätten Rettungskräfte im Wrack Stimmen gehört. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich bestürzt über das Unglück: „Unsere Gedanken sind jetzt bei all denen, die durch dieses tragische Unglück so plötzlich ihre Liebsten verloren haben. Ich möchte in diesen schweren Stunden der ganzen russischen Bevölkerung mein aufrichtiges Beileid aussprechen“, erklärte Steinmeier.

Cholera in Syrien
US-Ärztevereinigung warnt vor drohender Cholera-Epidemie in Syrien

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(nex/AA) Der Präsident der in den USA ansässigen Ärztevereinigung „American Medical Association“, Dr. Ahmad Tarakji, hat vor einer Cholera-Epidemie in Syrien gewarnt. Ein Ausbruch könnte eine Bedrohungen internationalen Ausmaßes bedeuten, erklärte Tarakji am Montag gegenüber dem ebenfalls in den USA beheimateten Katastrophenwarndienst Disaster Alert Network. Dem Mediziner zufolge sei bereits ein Kind in Aleppo an der Krankheit gestorben, die zuvor bereits im Irak epidemische Ausmaße angenommen hatte. Das syrische Gesundheitssystem ist zusammengebrochen und das noch vorhandene Angebot an medizinischer Hilfe völlig unzureichend. Dies, so Tarakji, bedeute jedoch auch, dass sich diese Seuche auch schnell über die Grenzen hinweg ausbreiten könnte. Am 12. Oktober hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO auf ihrer Webseite eine Warnung angesichts von bislang 1263 bestätigten Cholerafällen im Irak ausgesprochen. Die Organisation gab an, derzeit die erforderlichen Testreihen durchzuführen, um eine Präsenz der Cholera in Syrien bestätigen zu können. In besonderem Ausmaß durch die Cholera gefährdet sind Kinder und Erwachsene, deren Gesundheitszustand bereits angeschlagen ist. Die Krankheit wird umso heimtückischer, als ihre Ausbreitung dadurch erleichtert wird, dass viele bereits Infizierte über längere Zeit hinweg keine Symptome zeigen. Auf Grund des Bürgerkrieges ist die syrische Regierung nicht mehr in der Lage, das Wasseraufbereitungssystem im Land aufrechtzuerhalten. Dies und die katastrophalen Hygienebedingungen in den Kriegsgebieten stellen Risikofaktoren dar, die eine Ausbreitung der Cholera begünstigen können. Vor allem Binnenflüchtlinge innerhalb Syriens seien akut gefährdet. Mehr als 250 000 Menschen sind UN-Angaben zufolge bislang im seit 2011 tobenden syrischen Bürgerkrieg ums Leben gekommen. Das Land ist zwischen Einflussgebieten mehrerer bewaffneter Einheiten zerrissen. Gleichzeitig erlebt die EU ihre größte Flüchtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In den ersten acht Monaten des Jahres 2015 sind bereits 500 000 Menschen aus dem syrischen Bürgerkriegsgebiet nach Europa geflohen.

Griechenland-Krise
EZB: Griechischen Banken fehlen bis zu 14,4 Milliarden Euro

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Frankfurt/Main (dts) – Den vier größten griechischen Banken fehlen bis zu 14,4 Milliarden Euro, um die europäischen Regulierungsvorschriften einhalten zukönnen. Das gehe aus den Ergebnissen des Stresstests für die als systemrelevant eingestuften Kredithäuser Alpha Bank, Eurobank, National Bank of Greece und Piraeus Bank hervor, teilte die Europäische Zentralbank am Samstag mit. Bereits am Freitag hatte die griechische Regierung dem Parlament ein Gesetz zur Rekapitalisierung der griechischen Banken vorgelegt, das am Samstag verabschiedet werden soll.

Aus für Fahimi
Fahimi steht nicht wieder als SPD-Generalsekretärin zur Verfügung

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(dts) – Yasmin Fahimi will offenbar auf eine neue Kandidatur als SPD-Generalsekretärin verzichten. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Dem Bericht zufolge wird Fahimi bis zum SPD-Parteitag im Dezember Generalsekretärin bleiben und zum Jahreswechsel als Staatssekretärin ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales wechseln. Arbeitsministerin Andrea Nahles habe ihr den Posten angeboten, berichtet die SZ weiter. Fahimi wurde erst im Januar 2014 zur Nachfolgerin von Nahles als Generalsekretärin der SPD gewählt.

Infratest dimap-Studie
Umfrage: Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Informationsangebot

Berlin (dts) – 88 Prozent der Bundesbürger bewerten das Informationsangebot von Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen und Internet in Deutschland als gut oder sehr gut. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap für das Medienmagazin „Töne, Texte, Bilder“ der Hörfunkwelle WDR 5. Nur jeder zehnte Deutsche hält demnach die Qualität des Informationsangebots der Medien für schlecht. So teilen auch 72 Prozent den Vorwurf der „Lügenpresse“ nicht – ein Begriff, der vor allem bei den Pegida-Protesten verwendet wird. Nur 20 Prozent gaben an, dass sie persönlich von „Lügenpresse“ sprechen würden, wenn sie an Zeitungen, Radio und Fernsehen in Deutschland denken. Von diesen 20 Prozent würden 53 Prozent AfD wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, 39 Prozent bezeichneten sich als Nichtwähler. 52 Prozent halten die Informationen in den deutschen Medien alles in allem für glaubwürdig. Etwa vier von zehn Befragten haben daran Zweifel und antworteten mit „nicht glaubwürdig“ (42 Prozent). Deutliche Unterschiede zeigten sich dabei in der Studie von Infratest dimap mit Blick auf einzelne Medien. Die höchste Glaubwürdigkeit bescheinigten die Deutschen demnach dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk: 77 Prozent halten das öffentlich-rechtliche Radio für glaubwürdig, beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind es 71 Prozent. Nur 31 Prozent halten das Privatfernsehen für glaubwürdig, etwas besser sind die Werte für private Radiosender mit 45 Prozent. Auch Tageszeitungen genießen ein vergleichsweise großes Vertrauen, hier antworteten 68 Prozent mit „glaubwürdig“. Deutlich fiel dagegen das Urteil über die Boulevardpresse aus: Nur sechs Prozent der Befragten hält sie für „glaubwürdig“, 89 Prozent antworteten mit „weniger glaubwürdig“. Das Internet ist für 31 Prozent der Befragten ein glaubwürdiges Medium, 53 Prozent der Deutschen bezweifeln dies. Konkrete Vorbehalte gibt es, was den Einfluss der Politik auf die Berichterstattung der Medien betrifft: Der Studie zufolge gehen 42 Prozent der Deutschen davon aus, dass es politische Vorgaben für die Medien gibt, 54 Prozent glauben das nicht.

Turkish Airlines EuroLeague
Basketball: Fenerbahçe Istanbul gelingt mit 77:66 gegen Real Madrid Revanche für Vorsaison

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(nex/AA) Das türkische Spitzen-Basketballteam von Fenerbahçe Istanbul hat in der dritten Woche der Turkish Airlines Euroleague am Freitagabend Real Madrid mit 77:66 besiegt. Das Spiel in der Gruppe A war das erste Zusammentreffen der beiden Mannschaften nach der Semifinalserie im Mai des Jahres, als die Spanier es schafften, Fenerbahçe mit einem 96:87 aus dem Bewerb zu eliminieren. Am Freitag schafften es die „Gelben Kanarienvögel“ jedoch, den spanischen Vertreter in allen vier Vierteln auf Distanz zu halten. Im ersten Viertel war es dabei vor allem Ekpe Udoh, der Fenerbahçe bereits in den ersten drei Minuten mit 8:4 in Front geworfen hatte, der entscheidend zur 20:18-Führung nach diesem Durchgang beitragen sollte. In den zweiten zehn Minuten war es vor allem die Abschlussschwäche Reals, das lediglich zwei von 13 Drei-Punkte-Versuchen zum Erfolg bringen konnte, die zum Ausbau der Führung beitrug. In den Spielabschnitten der zweiten Hälfte vermochte Fenerbahçe das Spiel zu dominieren und vor 13 800 Besuchern in der Ülker Sportarena einen am Ende ungefährdeten Sieg sicherzustellen. Fenerbahçe weist nun zwei Siege aus den bisherigen drei Spielen der Gruppe A auf, Madrid verlor hingegen bereits zum zweiten Mal.