Türkisch-Ukrainisches Komitee
Türkei und Ukraine beschließen Entwicklung dreier Flugzeugmodelle

Kiew (nex) – Wie der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Hennadij Subko am vergangenen Freitag mitteilte, haben die türkische und ukrainische Regierung eine Reihe gemeinsamer Projekte wie den Bau von Flugzeugen in einer Anlage des ukrainischen Konzerns Antonow beschlossen. Der Entwurf der Vereinbarungen wurde vom ukrainischen stellvertretenden Minsterpräsidenten und dem Minister für Regionalentwicklung, Hennadij Subko, und dem türkischen Verteidigungsminister Ismet Yilmaz auf der 10. Tagung des Türkisch-Ukrainischen Komitees für handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit in Kiew unterzeichnet. „Der Zeitpunkt der Unterzeichnung des Entwurfs auf der Tagung entspricht dem virtuellen strategischen Fahrplan, den die Präsidenten beider Länder unterzeichnet hatten. Er umreißt die Interessenpunkte unserer Zusammenarbeit, um die Handelsbeziehungen unserer Länder in allen Bereichen anzukurbeln“, wurde Subko von seiner Pressestelle zitiert. In den Vereinbarungen geht es um freien Handel, Steuererleichterungen, Unternehmensförderung und gemeinsame Industrieprojekte.
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  Türkei und Ukraine beschließen die Entwicklung dreier Flugzeugmodelle In der Kategorie „Industrielle Entwicklung“ haben die Türkei und die Ukraine die gemeinsame Produktion dreier Flugzeugmodelle in einer Anlage in der Ukraine vereinbart. „Dabei handelt es sich insbesondere um die Entwicklung und Herstellung des Passagierflugzeugs Typ TAN-158 auf der Grundlage des Jets An-158; des Frachtflugzeugs für die türkische Partei auf der Grundlage des An-178 und eines Flugzeugs für die türkische Partei auf der Grundlage des An-70“, hieß es weiter in der Pressemitteilung.  

Süper Lig
Deutschland feiert: Besiktas Istanbul ist türkischer Meister

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Besiktas holt seit 2009 zum ersten Mal wieder türkischen Süper Lig-Titel Dortmund (nex) – Das Istanbuler Fußballteam Besiktas hat nach 2009 seinen ersten Spor Toto Süper Lig-Titel. Es schlug am heutigen Sonntag Osmanlispor im Heimspiel in der Vodafone Arena mit 3-1. Nachdem der Club als Champion gekrönt wurde, gingen die Fans weltweit auf die Straßen; in den Hauptstraßen waren Konvois unterwegs.
(Foto: AA)
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Mit 76 Punkten hatte Spitzenreiter Besiktas den Vorsprung auf Verfolger Fenerbahce auf sechs Punkte ausgebaut und hielt auch ein Tordifferenzvorteil mit zwei ausbleibenden Spielen. Der brasilianische Mittelfeldspieler Marcelo Guedes sorgte in der 21. und 24. Minute für zwei Tore der Gastgeber. Der deutsche Stürmer Mario Gomez, der herausragende Spieler von Besiktas in dieser Saison und einer der erfolgreichsten Importe der vergangenen Jahre in den türkischen Fußball, fügte in der zweiten Halbzeit noch einen dritten Treffer hinzu. In der 74. Minute konnte Osmanlispor-Stürmer Pierre Webo aus Kamerun für die Gäste einen Treffer erzielen, doch da fingen die Besiktas-Fans schon mit dem Feiern an. Besiktas hatte schon am vergangenen Sonntag den Druck auf Fenerbahce erhöht, als Mario Gomez gegen den Istanbuler Rivalen Galatasaray ein entscheidendes Tor in der zweiten Spielhälfte schoss. Gomez, den der türkische Erstligist zunächst nur für diese Saison ausgeliehen hat, stellte seine hervorragenden Fußballkünste in einer für Besiktas glorreichen Saison unter Beweis, das im vergangenen Monat auch zu seiner historischen, nun brandneuen Heimstätte am Bosporusufer zurückkehren durfte. Mit diesem Sieg ist Besiktas nun 14-maliger Sieger des höchsten Preises im türkischen Fußball, womit es sich für die Champions League qualifiziert hat.

PKK-Terror
Kurden: PKK soll unsere Städte verlassen

Mardin (nex) – Die kurdischstämmigen türkischen Staatsbürger, die vor dem PKK-Terror in den südosttürkischen Städten geflohen sind und nun in verschiedenen Städten in der Türkei leben, möchten, dass die Terroristen dieser illegalen Organisation ihre Heimatstädte verlassen, sodass sie zu ihrem normalen Leben wieder zurückkehren können. Einige Einwohner von Nusaybin, einem Distrikt der südosttürkischen Provinz Mardin, die mit der türkischen Tageszeitung Daily Sabah sprachen, erzählten, sie hätten wegen der Terroraktionen der PKK und deren Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften ihre Arbeit, ihr Zuhause und ihr Leben hinter sich gelassen. „Wir möchten wieder zurück. Wir haben unsere Arbeit aufgegeben, unser Zuhause verlassen. Unsere Kinder mussten die Schule abbrechen“, schildert ein Einwohner von Nusaybin seine Erlebnisse, der jetzt bei Verwandten in Istanbul lebt und aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss. „Während des Versöhnungsprozesses ging es unserer Stadt sehr gut“, erzählt Ali, ein anderer Nusaybiner. „Das Geschäft brummte. Die Leute waren immer bis um Mitternacht unterwegs, in Cafés, Restaurants. Jetzt ist die Stadt wegen der Terroraktionen menschenleer. Wir haben unsere Kinder nun hier zur Schule angemeldet“, fährt er fort. „Aber wir wissen nicht, wie lange wir hier bleiben können. Wir hoffen, dass der Terror in unseren Städten bald ein Ende nimmt und wir in unsere Häuser zurückkehren können. Wenn auch unsere Gastgeber uns gegenüber großzügig und sehr hilfsbereit sind, so genieren wir uns doch schon sehr, in jemandes Haus so lange wohnen zu müssen.“ Tausende Einwohner flohen vor dem Terror in den Städten im Südosten der Türkei. Während viele derzeit in umliegenden Städten leben, sind auch einige in andere Städte überall in der Türkei gezogen. Nach dem Ende der Operationen werden die Rückkehrer mit zerstörten Städten, also unter anderem Schulen, Krankenhäusern und Moscheen konfrontiert, die die PKK während der Einsätze entweder als Schutzschilde benutzte oder diese mutwillig zerstörte.

PKK-Terror
Türkei: Kurdische Dorfbeschützer fordern Entvölkerung betroffener Gebiete

Der kurdischstämmige Vorsitzende der Föderation der Dorfbeschützer und Angehöriger von Gefallenen hat in einer Pressemitteilung drastische Maßnahmen gefordert. Die von Terror und Gewalt betroffenen Städte müssten evakuiiert und dann dem Erdboden gleich gemacht werden. Ankara (tp) – Extreme Situationen erfordern extreme Maßnahmen. Das fordert der Vorsitzende der „Föderation der Dorfbeschützer und Angehöriger von Gefallenen“ zur Bekämpfung der Terrororganisation PKK, die den bewaffneten Kampf seit vergangenem Juni auch in die Städte getragen hat. Ziya Sözen, der Vorsitzende der Föderation mit Sitz in Ankara, teilte in der Pressemitteilung mit, dass die Sicherheitskräfte zwar sehr darum bemüht seien, während der Operationen zivile Opfer zu vermeiden, das wiederum führe aber auch zur Zunahme eigener Verluste. Sözen ist inzwischen mit seiner Meinung nicht alleine. Innerhalb der Bevölkerung wächst der Unmut und die Schlagzeilen über gefallene Polizisten, Gendarmen und Soldaten reißen nicht ab. Das weckt vor allem den Unmut innerhalb der Familien und Angehörigen der Gefallenen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat auch durch den Umstand, dass die Türkei die stärkste Armee innerhalb der NATO bereitstellt, auch einen direkten oder indirekten Bezug zu Sicherheitskräften. Fast jeder kennt einen oder ist mit einem verwandt. Sözen greift also nicht ins leere, wenn er drastische Maßnahmen fordert.
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Um dem entgegenzuwirken müssten die Sicherheitskräfte die Zivilbevölkerung aufrufen, die betroffenen Gebiete zu evakuieren. Danach könne man dann betroffene Stadtviertel sturmreif schießen und so die Verluste unter den Sicherheitskräften minieren, so Sözen weiter. Vor allem in Nusaybin, wo die PKK mit Sprengfallen ganze Häuserblocks in Schutt und Asche gelegt sowie dutzende Sicherheitskräfte getötet hat, ist die Lage prekär. Die Sicherheitskräfte werden seit Wochen durch Sondereinsatzkräfte verstärkt, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Auch in der türkischen Bevölkerung ist man der Verlustmeldungen von Polizisten, Gendarmen und Dorfbeschützern inzwischen überdrüssig geworden. Hier werden inzwischen Stimmen laut, die Sözen nun laut ausspricht. Allein am vergangenem Sonntag starben insgesamt 6 Sicherheitskräfte, wodurch auch die Regierung in Zugzwang gerät. Die Verluste unter den Sicherheitskräften in den Statdbezirken in Sur, Silopi, Cizre, Nusaybin, Yüksekova und Silvan haben Sözen zufolge, die Zahl der Verluste während der Zypern-Operation weit überschritten. Polizei- und militärische Kräfte müssen laut Sözen sich Haus um Haus unter Extremsituation vorkämpfen. Einerseits ist das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen, anderseits würden sie aber auch zu einem leichten Ziel für Terroristen. Allein durch Sprengfallen seien mehr Sicherheitskräfte getötet worden, als durch direkte Gefechte mit der PKK. Das, so Sözen weiter, könne man nur mit radikalen Maßnahmen verhindern. Laut Sözen, der selbst einige Zeit als Dorfbeschützer in Bingöl tätig war und dessen Vater während eines Gefechts mit der PKK 1994 getötet wurde, verlangt daher, dass die betroffenen Stadtviertel aufgefordert werden, sich in Sicherheit zu begeben. Danach könnten Sicherheitskräfte die Ziele sturmreif beschießen und die PKK aus ihren „Löchern“ treiben. Der Staat müsse dafür Sorge tragen, dass die Sicherheitskräfte unter optimalen Bedingungen ihre Aufgabe erledigen. Die jetzige Situation sei kaum noch vertretbar, zumal Polizisten und Militärs zum Schutz der Bevölkerung ihr eigenes Leben riskieren würden. Dorfbeschützer (Türkisch: koruculuk sistemi) sind bezahlte, ausgebildete und bewaffnete paramilitärische Verbände im Osten und Südosten der Türkei beim Kampf gegen die PKK. Sie setzen sich zu 98 Prozent aus kurdischstämmigen Türken zusammen. Zumeist werden sie von Sippen und Asirets, sogenannten kurdischen Clans aufgestellt, um sich vor übergriffen der PKK zu schützen. Erst jüngst drohte ein Asiret der PKK mit Vergeltung, als ein Stammesmitglied bei einer illegalen Straßensperre der PKK verletzt wurde.  
Erschienen bei turkishpresss

Milchpreise
Handel will Milchbauern helfen

Berlin (ots) – Bundesagrarminister Christian Schmidt kann in seinem Kampf für höhere Milchpreise nach Tagesspiegel-Informationen auf die Unterstützung des Handels zählen. In einem Brief an Schmidt haben sich Josef Sanktjohanser, der Präsident des Handelsverbands HDE, und Friedhelm Dornseifer, Präsident des Bundesverbands des deutschen Einzelhandels, bereit erklärt, an temporären Lösungen mitzuwirken. „Wenn die Regierung Wege vorschlägt, ist der Handel bereit, diese gemeinsam zu erörtern“, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk dem Tagesspiegel am Sonntag.

Transfer
VfL Wolfsburg: 17-jähriges Offensiv-Talent Josip Brekalo unterschreibt bis 2021

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Wolfsburg (ots) – Der künftige Kader des VfL Wolfsburg nimmt weiter Form an: Der kroatische Außenbahnspieler Josip Brekalo wechselt von Dinamo Zagreb zu den Wölfen, bei denen er einen Vertrag bis 2021 unterschrieb. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Der 17 Jahre alte kroatische Junioren-Nationalspieler feierte im vergangenen Dezember sein Profidebüt in der ersten Mannschaft von Dinamo Zagreb, für die er bislang acht Spiele in der ersten Liga absolvierte. 2015 bestritt der Rechtsfuß als Stammspieler der kroatischen U17-Auswahl die Weltmeisterschaft in Chile und die Europameisterschaft in Bulgarien, in dieser Saison absolvierte er mit der U19 sechs Spiele in der EM-Qualifikation, in denen ihm drei Tore gelangen. VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs: „Wir sind sehr glücklich, dass sich Josip Brekalo für einen Wechsel zum VfL Wolfsburg entschieden hat. Er ist ein sehr talentierter Spieler, der erst am Anfang seiner Entwicklung steht und eine große Zukunft vor sich hat. Er wird bei uns die Zeit bekommen, die er braucht, um sich im Männerbereich endgültig zu etablieren.“ Auch Cheftrainer Dieter Hecking freut sich auf die Zusammenarbeit. „Josip ist ein sehr schneller Spieler, der vor allem in Eins-gegen-Eins-Situationen stark ist. Er ergänzt unser Offensivspiel ideal und erhöht in diesem Bereich unsere Variabilität und Flexibilität.“ „Die Bundesliga war immer ein Traum von mir.“ Josip Brekalo freut sich auf die neue Herausforderung. „Es war immer ein Traum von mir, in der Bundesliga zu spielen. Der VfL Wolfsburg ist ein Verein mit einer tollen Perspektive, bei dem ich meine Entwicklung auf höchstem Niveau fortsetzen kann. Die VfL-Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht und mir klar den Weg aufgezeigt, den sie mit mir gehen wollen. Ich freue mich sehr, dass ich künftig Teil dieser starken Mannschaft sein werde und mit dazu beitragen kann, die positive Entwicklung fortzuführen.“

Code Red in Manchester
Manchester: Terroralarm nach Anti-Terror-Übung mit „Allahu Akbar“-Rufen

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Manchester (nex) – Wegen eines Bombenalarms in Manchesters legendärem Old-Trafford-Stadion musste heute die Sportstätte geräumt und das Spiel des englischen Spitzenklubs Manchester United FC gegen den FC Bournemouth abgesagt werden. Um 16.21 teilte die Polizei über Twitter mit, dass Fans das Areal meiden sollten, weil ein „Code Red“, also die höchste Terrorwarnstufe, ausgelöst worden sei. Nachdem zuerst nur zwei Tribünen geräumt worden waren, verkündete die Mannschaft selbst um 16.27, dass das Spiel abgesagt und das gesamte Stadion geräumt werde. Im Nordwesten des Stadions sei ein verdächtiges Paket entdeckt worden. Zusätzlich soll auf einer Toilette im Stadion ein Mobiltelefon gefunden worden sein, an dem Kabel hingen.
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Britische Polizei entschuldigt sich für “Allahu Akbar”-Ruf

Um 17.40 wurde mitgeteilt, dass eine kontrollierte Sprengung des verdächtigen Gegenstandes stattgefunden habe. Um 19.30 wurde endgültig Entwarnung gegeben. In dem Paket habe sich, so die Polizei, eine „extrem echt aussehende Vorrichtung“ befunden. Ob es sich um eine Attrappe oder einen nicht funktionsfähigen Sprengsatz gehandelt hatte, ist noch unklar. Der Vorfall ereignete sich wenige Tage, nachdem sich die englische Polizei offiziell dafür entschuldigt hatte, in eine groß angelegte Anti-Terror-Übung den Ruf „Allahu Akbar“ integriert zu haben.

Islam in Deutschland
Die meisten Deutschen wissen nichts über den Islam – außer dass er nicht zu Deutschland gehört

Köln (fak/nex) – Edmund Stoiber hat es gesagt. Joachim Gauck auch. Die AfD hat sogar ein ganzes Parteiprogramm darüber geschrieben. Und jetzt bemüht sich also auch noch Volker Kauder mit diesem Satz um Medienaufmerksamkeit und Sympathien bei noch rechteren Populisten. Dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, hat er Reportern der Neuen Osnabrücker Zeitung ins Diktiergerät gesprochen und so die Diskriminierung muslimischer Menschen mit der amtlichen Autorität des CDU/CSU-Fraktionschefs gesegnet. Da hilft es auch nichts, dass Kauder sein Zitat mit dem islamophobisierten „aber“ aus „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber“ relativiert.
„Muslime gehören zu Deutschland, der Islam nicht“, macht in etwa so viel Sinn wie „Autofahrer ja, aber nur ohne Autos!“, „Veganer ok, aber das Gemüse bleibt draußen!“, „Religionsfreiheit gern, aber nur für Christen!“.
Doch so sinnlos die Aussage und so schädlich ihre Wirkung auf fünf Millionen Muslime in Deutschland auch ist, die meisten Deutschen folgen mittlerweile der These von Kauder, AfD und Co. Nahezu zeitgleich mit Kauders Interview in der NOZveröffentlichte die BILD am Donnerstag eine repräsentative Umfrage, wonach fast Zweidrittel der Deutschen (61 Prozent) der Meinung sind, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Nur jeder fünfte stimmt der Aussage „der Islam gehört zu Deutschland“ zu. Auffällig an den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage: Die Ablehnung des Islam fällt einmal mehr dort umso stärker aus, wo es besonders wenig davon gibt – im Osten des Landes. Diesen Zusammenhang scheint auch eine zweite Umfrage zu bestätigen, die am Freitag erschien. Im Auftrag der Deutschen Presseagentur (dpa) hatte YouGov nicht-muslimische Deutsche danach gefragt, was sie über den Islam wissen. Das Ergebnis der britischen Meinungsforscher: nicht viel. 84 Prozent aller nicht-muslimischen Deutschen haben noch nie eine Moschee besucht. Muslime im eigenen Bekanntenkreis haben nur etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Befragten. In der repräsentativen Umfrage gab jeder zweite Befragte (52 Prozent) zu, er habe nur wenig Ahnung vom Islam; jeder Fünfte gestand sogar ein, er wisse überhaupt nichts von der Religion, der rund fünf Millionen Deutsche anhängen. Nimmt man beide Umfragen zusammen, kommt man auf ein Ergebnis, womit sich auch gut Kauders Interview in der NOZ erklären lässt: Dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, ist auch schon das einzige, was die meisten Deutschen über die Religion von fünf Millionen ihrer Mitbürger zu wissen glauben.  
Erschienen bei Schantall und die Scharia

"Nest Europa"
Flüchtlingskrise: Kardinal Lehmann kritisiert osteuropäische EU-Staaten

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Mainz (ots) – Der Mainzer Kardinal Lehmann hat die osteuropäischen EU-Staaten wegen ihrer mangelnden Solidarität in der Flüchtlingspolitik kritisiert. In der Sendung „SWR1 Rheinland-Pfalz Leute“ sagte Lehmann im Gespräch mit Moderatorin Katja Heijnen: „Es war in den letzten Monaten – Jahren, kann man fast schon sagen – äußerst blamabel, zu sehen, dass manche nur in das Nest Europa hineingeschlüpft sind, weil sie mehr Geld bekommen haben, als sie hineingegeben haben. Als sie mal helfen sollten, haben sie sich zurückgezogen.“
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Nach Tritten durch ungarische Kamerafrau: Flüchtling wird Fußballtrainer in Madrid

Er sehe Europa in einer großen Krise, sagte Lehmann. Es sei deshalb in seinem Sinne, dass der Präsident des Europaparlaments, Martin Schultz, auch die Katholiken auffordere, mehr für die Idee Europa zu investieren. Schultz hält am morgigen Pfingstmontag die Festrede anlässlich des 80. Geburtstages von Kardinal Lehmann.

Bedrohte Rohingya
Myanmar: Extremistische Buddhisten-Mönche fordern von Regierung die Bezeichnung „Rohingya“ zu streichen

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Yangon (nex) – Hunderte Ultranationalisten rotteten sich in den Straßen der zweitgrößten Stadt Myanmars zusammen, um Aufmärsche abzuhalten, in denen die Regierung dazu gezwungen werden soll, binnen drei Tagen zu deklarieren, es gäbe keine Volksgruppe der Rohingya in dem Land. Insbesondere sollen nach dem Willen der Teilnehmer der nicht genehmigten, so genannten Mandalay-Demonstration von Ultranationalisten und buddhistischen Mönchen Präsident Htin Kyaw und Staatskanzlerin und Außenministerin Aung San Suu Kyi die USA dafür verurteilen, dass deren Botschaft diesen Begriff für die bedrohte muslimische Minderheit im Land verwendet hatte. Tint Lwin, einer der Organisatoren von der extremistischen buddhistischen Vereinigung Ma Ba Tha erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, man erwarte eine Erklärung der Regierung, wonach man den Gebrauch des Begriffes verurteile, und habe auch in anderen Städten Proteste geplant. Die Ultranationalisten berufen sich dabei auf den früheren Präsidenten Thein Sein, der erklärt hatte, es gäbe keine Rohingya in Myanmar, nur „Bengalen“ – womit suggeriert wird, es handle sich bei der Gruppe um illegale Einwanderer aus dem benachbarten Bangladesch. Nach Thein Seins Wahlniederlage vom 8. November 2015 übernahm die von Suu Kyi geführte Nationale Liga für Demokratie (NLD) das Ruder. Am 28. April versammelten sich etwa 500 Personen vor der US-Botschaft in Yangon, um gegen die Benennung der staatenlosen und verfolgten muslimischen Minderheit im Land mit ihrer Eigenbezeichnung zu protestieren. Die US-Botschaft verwendete die Bezeichnung im Rahmen eines jüngst veröffentlichten Statements, in dem die Amerikaner ihre Besorgnis über die Situation im westlich gelegenen Bundesstaat Rakhine zum Ausdruck brachten, in dem es seit 2012 Dutzende Tote infolge von Gewaltakten zwischen Buddhisten und Muslimen gegeben hatte, mehr als 2500 Häuser – meist jene von Rohingya – niedergebrannt und etwa 100 000 Menschen obdachlos wurden. Infolge des Drucks vonseiten der Nationalisten ersuchte das Außenministerium von Suu Kyi die Botschaft um eine Abänderung des Begriffes. Der US-Botschafter in Myanmar, Scot Marciel, erklärte am Dienstag jedoch, er würde es vorziehen, weiterhin den Begriff Rohingya zu verwenden. „Es ist ihre Wahl, zu bestimmen, wie sie genannt werden wollen“, erklärte der Botschafter im Rahmen eines Treffens im Amerikanischen Zentrum von Yangon. „Unsere internationale Praxis ist dahingehend, dass wir das Recht jeder Gemeinschaft überall in der Welt anerkennen, so genannt zu werden, wie sie genannt werden wollen.“ Marciel benutzte den Begriff jedoch nicht selbst. Pamaukha, ein prominenter in Yangon ansässiger Mönch der Ma Ba Tha, erklärte am Freitag gegenüber Anadolu, die USA hätten die Frage der Verwendung des Wortes schwieriger zu lösen gemacht. „Sie helfen unserem Land damit nicht“, erklärte der Mönch. Der Armeechef von Myanmar, Sen. Gen. Min Aung Hlaing, unterstrich am Freitag in einer Presseerklärung, dass das Militär den Begriff nie akzeptieren würde. „Zuerst muss die Frage der Staatsangehörigkeit der bengalischen Immigranten im Einklang mit dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 gelöst werden“, äußerte er sich lokalen Quellen gegenüber. Dem Gesetz nach wird den Rohingya derzeit die Staatsbürgerschaft vorenthalten, was von Menschenrechtsgruppen scharf kritisiert wird.

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