Fremdenfeindlichkeit
Großbritannien: Hassverbrechen steigen nach Brexit-Abstimmung stark an

Die veröffentlichten Zahlen zeigen einen Anstieg der Anzeigen um 42 Prozent an. Der Bürgermeister von London stellt klar, dass solche Zwischenfälle nicht geduldet würden.

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London (nex) – Neue Zahlen zeigen, dass seit Großbritannien im vergangenen Monat das Referendum über die EU-Mitgliedschaft durchgeführt hat, die Hassverbrechen in dem Land stark angestiegen sind.

Die vom Nationalen Rat der Polizeipräsidenten (NPCC) am vergangenen Freitag veröffentlichten Daten zeigen, dass in der Zeit vom 16. bis zum 30. Juni landesweit 3.076 Hassverbrechen angezeigt wurden, was einen Anstieg um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet.

Bei den gemeldeten Zwischenfällen handelt es sich unter anderem um Gewalt gegen einzelne Personen, Belästigung und verbale Angriffe. Die veröffentlichten Zahlen untermauern die Befürchtungen, dass ethnische und religiöse Minderheiten seit dem Brexit-Referendum am 23. Juni zunehmend angegriffen werden.

Die Zwischenfälle erreichten ihren Höhepunkt am 25. Juni, also einen Tag nach der Bekanntgabe des Brexitreferendums. An diesem Tag wurden landesweit 289 Straftaten zur Anzeige gebracht.

Der stellvertretende NPCC-Polizeipräsident Mark Hamilton erklärte: „Wir haben nun den klaren Beweis, dass landesweit die Zahl der angezeigten Hassverbrechen zugenommen hat und stellen des Weiteren fest, dass dieser starke Anstieg in den vergangenen Wochen stattgefunden hat. Jeder hat das Recht, sich sicher und geschützt und nicht ausgeliefert oder in Gefahr zu fühlen. Die Polizei duldet diese Übergriffe auf keinen Fall, doch wir müssen zunächst dahingehend sensibilisiert werden, dass solche Verbrechen stattfinden, sodass wir überhaupt ermitteln können. Das ist inakzeptabel und unterminiert die Vielfalt und Toleranz, die wir trotzdem hochhalten sollten.“

Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, startete ebenfalls am vergangenen Freitag eine Kampagne, die die Londoner dazu aufruft, „sich gemeinsam den rassistischen und ausländerfeindlichen Straftaten entgegenzustellen.“

„Ich werde Hassverbrechen, egal welcher Art und egal wo in London, einfach nicht dulden“, erklärte er in einem Statement. „Wir müssen zusammenhalten und jeder, der ein aggressives Verhalten sieht oder dessen Opfer wird, sollte dies der Polizei unverzüglich melden.“


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