Großbritannien
Bericht: Jo Cox plante Film über Islamophobie zu veröffentlichen

Nach Angaben der britischen Tageszeitung Times war die Labour-Abgeordnete Jo Cox dabei, einen Videobericht für das Parlament über die zunehmende Islamophobie und die Gefahren, die von Rechtsradikalen ausgehen, vorzubereiten.

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London (nex) – Nach Angaben der britischen Tageszeitung Times war die Labour-Abgeordnete Jo Cox dabei, einen Videobericht für das Parlament über die zunehmende Islamophobie und die Gefahren, die von Rechtsradikalen ausgehen, vorzubereiten, als sie außerhalb ihres Wahlkreises getötet wurde.

Die Mutter von zwei kleinen Kindern starb, nachdem sie in Birstall in West Yorkshire angeschossen und mit einem Messer niedergestochen worden war.

Wie die Times bercihtet, hatte die 41-Jährige ein Video aufgenommen, auf dem sie über Vorbeugemaßnahmen gegen Islamophobie sprach und sagte, dass in ihrem Wahlkreis viele junge Frauen sich nicht sicher fühlten, wenn sie auf die Straße gingen.

Das Video und der Bericht sollten am 29. Juni veröffentlicht werden

Cox arbeitete an dem Bericht gemeinsam mit der Organisation Tell Mama, die islamfeindliche Vorfälle in Großbritannien dokumentiert und die im vergangenen Jahr vor einem Anstieg der Aggression und Islamophobie gewarnt hatte.

Der Leiter von Tell Mama, Fiyaz Mughal, erklärte gegenüber der Times, dass in ihrem Jahresbericht 2015 die Zunahme der islamophoben Zwischenfälle in Großbritannien detailliert behandelt werde. Er sagte, dass in dem besagten Zeitraum eine besondere Häufung rechtsradikaler Vorfälle in Yorkshire zu verzeichnen gewesen sei.

„In den vergangenen 18 Monaten war die South Yorkshire-Gegend landesweit an vorderster Stelle, was islamophobe Zwischenfälle anbelangt“, so Mughal.

Bernard Kenny, der 77-jährige Mann, der Jo Cox bei dem Angriff zu Hilfe eilte und ebenfalls mit dem Messer niedergestochen wurde, liegt noch immer mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

 

Der 52-jährige Thomas Mair aus Birstall, der am vergangenen Samstag erstmals vor Gericht wegen Mordes, schwerer Körperverletzung, Besitzes einer Angriffswaffe mit der Absicht, ein schweres Verbrechen zu begehen, und wegen Besitzes eines Messers erscheinen musste, antwortete dem Gericht, als er nach seinem Namen gefragt wurde:

„Mein Name ist Tod den Verrätern, Freiheit für Britannien.“

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