Biden-Regierung
US-Botschafter lobt „starke Handelsbeziehungen“ mit der Türkei

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu betonte der US-Botschafter in der Türkei, dass die USA ihr Engagement für die langjährigen und erfolgreichen Geschäftsbeziehungen mit der Türkei fortsetzen und daran interessiert seien, die bestehenden Handelsbeziehungen zu stärken.

Teilen

Ankara – In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu betonte der US-Botschafter in der Türkei, dass die USA ihr Engagement für die langjährigen und erfolgreichen Geschäftsbeziehungen mit der Türkei fortsetzen und daran interessiert seien, die bestehenden Handelsbeziehungen zu stärken.

Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern seien sehr stark und umfassten eine Reihe von verschiedenen Sektoren. Der Botschafter erinnerte daran, dass viele bekannte amerikanische Unternehmen Produktionsstätten in der Türkei haben. Diese Unternehmen exportierten von der Türkei aus nach Europa, Eurasien und in den Mittleren Osten, so der Botschafter und fügte hinzu, dass mehr als 1.700 US-Unternehmen in der Türkei aktiv seien und 78.000 türkische Arbeiter beschäftigten.

„Die Vereinigten Staaten sind in unseren langjährigen und erfolgreichen Handelsbeziehungen mit der Türkei verpflichtet, etwas, das unzählige amerikanische und türkische Partner seit Jahrzehnten genießen“, sagte der US-Gesandte.

Amerikanische und türkische Unternehmen arbeiteten jeden Tag zusammen und unterstützten Arbeitsplätze in beiden Ländern, merkte Satterfield an und betonte, dass die Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern die Höhen und Tiefen des geopolitischen Bündnisses überdauert haben und sie für das fortgesetzte Engagement mit der türkischen Regierung entscheidend seien.

„Obwohl wir bereits starke Handelsbeziehungen haben, möchte die US-Regierung diese Beziehungen weiter stärken und den bilateralen Handel erhöhen. Abgesehen von dem Wohlstand, den der bilaterale Handel in beiden Ländern fördert, kann die Zusammenarbeit beiden Ländern helfen, ihre Lieferketten zu diversifizieren – etwas, das durch die Pandemie einmal mehr als wichtig hervorgehoben wurde“, sagte der US-Gesandte.

Wir sehen die Türkei als Produktionszentrum

Satterfield erklärte, dass der bilaterale Warenhandel 2019 mehr als 20 Milliarden Dollar betrug, und trotz der erheblichen Auswirkungen der COVID-Pandemie auf den Welthandel sei der Handel im Jahr 2020 auf dem besten Weg, diesen Wert zu übertreffen.

Satterfield hob hervor, dass die Aufteilung zwischen Exporten und Importen mit 10 Mrd. $ nahezu ausgeglichen ist: „[Diese Zahlen] spiegeln unsere diversifizierten und ausgewogenen Handelsbeziehungen wider.“

Er betonte, dass die meisten US-Investitionen in der Türkei in den Produktionssektor fließen, und sagte, dass es zwar bereits viele US-Investitionen in der Türkei gibt, dass aber noch viel mehr Potenzial vorhanden sei.

„Die positivsten Aspekte des türkischen Investitionsklimas sind die günstigen demographischen Verhältnisse und die hervorragende geographische Lage, die den Zugang zu mehreren regionalen Märkten ermöglicht“, fügte er hinzu.

Satterfield betonte zudem, dass die Türkei über gut ausgebildete Arbeitskräfte, eine gut entwickelte Infrastruktur und eine widerstandsfähige, konsumbasierte Wirtschaft verfüge.

Der US-Botschafter wies darauf hin, dass viele US-Firmen den türkischen Markt mit Interesse betrachten:

„Aber [sie] zögern aufgrund von Bedenken über einen wahrgenommenen Mangel an transparenter, berechenbarer orthodoxer Wirtschaftspolitik“.

Zum Thema

– Biden-Regierung –
USA und Türkei wollen Beziehungen stärken

Nach dem Amtsantritt von Joe Biden zum 46. US-Präsidenten, gingen politische Beobachter davon aus, dass sich die Beziehungen zwischen Washington und Ankara verschlechtern und von weiteren US-Sanktionen gegen die Türkei auszugehen sei.

USA und Türkei wollen Beziehungen stärken

US

Auch interessant

Nach Wahlsieg in Berlin: Zentralrat der Juden warnt vor Linke-Regierung

Berlin – Die Linke ist bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September stärkste Kraft geworden. Nach dem Wahlsieg fordert der Präsident des Zentralrats der...

Israel: Demonstranten fordern Todesstrafe für NAZA-Filmemacher

Tel Aviv - Aktivisten haben in der zentralisraelischen Stadt Savyon vor dem Haus der Eltern der Filmemacherin Rachel Szor (auch als Rachel Tzur geführt)...

Wahlniederlagen der CDU: Prien stützt Merz – AfD zeigt sich gesprächsbereit

Berlin - In der CDU beginnt die Aufarbeitung der beiden Niederlagen des gestrigen Wahlsonntags. Bundesbildungsministerin und stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU Karin Prien gab sich...

„Zionisten unerwünscht“: Israelin droht griechischer Bar mit Klage

Athen - Ein Schild mit der Aufschrift „Zionists Not Welcome“ („Zionisten nicht willkommen“) in einer Bar auf der griechischen Insel Lesbos sorgt für rechtliche...

Die Grundlagen der Menschenrechte und der Menschenwürde

Ein Gastbeitrag von Çağıl Çayır Menschenrechte erscheinen heute häufig als selbstverständliche Grundlage einer modernen Gesellschaft. Jeder Mensch besitzt Würde, unabhängig von Herkunft, Religion, Sprache, gesellschaftlichem...

Headlines

Elif Eralp und der Palästina-Bumerang: Berlins neuer Machtfaktor

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Berlin hat gewählt, und diesmal hat die Hauptstadt dem politischen Establishment einen überdeutlichen Denkzettel verpasst:...

Israel: Demonstranten fordern Todesstrafe für NAZA-Filmemacher

Tel Aviv - Aktivisten haben in der zentralisraelischen Stadt Savyon vor dem Haus der Eltern der Filmemacherin Rachel Szor...

Türkei entdeckt die Wirtschaftsmoral des Mittelalters neu

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Gewinn machen, aber nicht um jeden Preis: Die Türkei greift derzeit auf eine jahrhundertealte Tradition...

Bericht: Israel soll Türkei Aufteilung Syriens angeboten haben

Ankara - Israel soll der Türkei Berichten zufolge einen weitreichenden Deal zur Aufteilung von militärischen Einflusszonen in Syrien angeboten...

Meinung

„Jüdische Stimme“ darf extremistisch genannt werden

Berlin – Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hat am 21. September 2026 eine wegweisende Entscheidung im Eilverfahren getroffen: Das Bundesministerium des Innern darf den propalästinensischen Verein...

Elif Eralp und der Palästina-Bumerang: Berlins neuer Machtfaktor

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Berlin hat gewählt, und diesmal hat die Hauptstadt dem politischen Establishment einen überdeutlichen Denkzettel verpasst: Die Linke erreicht 25,7 Prozent,...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...