Auto&Motor
Sommerreifen-Test: Mit Premium-Marken auf der sicheren Seite

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Hamburg (nex) – Sobald die Gefahr von Schneeregen und Nachtfrost vorüber ist, sollten Autofahrer auf Sommerreifen umstellen. Denn: Auf nasser und trockener Straße sind die Bremswege mit Sommerreifen deutlich kürzer als mit Winterreifen. Doch welche Modelle halten, was sie versprechen? Um das herauszufinden, hat die AUTO BILD-Redaktion 52 Reifen der Klasse 225/50 R 17 getestet. Bei AUTO BILD SPORTSCARS standen neun Highspeed-Kandidaten in 235/35 R 19 auf dem Prüfstand und AUTO BILD ALLRAD nahm zehn SUV-Profile in 235/50 R 18 unter die Lupe. Das Ergebnis: „Geringe Sicherheitsreserven auf nasser Fahrbahn – das zeigen nicht nur die Reifen von Billig-Herstellern, sondern auch Testkandidaten aus dem mittleren Preissegment“, sagt AUTO BILD-Redakteur Dierk Möller. „Auf der sicheren Seite sind Autokäufer mit Premium-Marken. Allerdings zeigt unser Test, dass auch einige preisgünstigere Hersteller wie Falken, Hankook und Fulda ‚vorbildlich‘ sind.“ Beim AUTO BILD-Test fallen 32 und damit rund zwei Drittel der Reifen bereits in der Qualifikationsrunde durch: Bei diesen Testkandidaten sind die addierten Gesamtbremswege bei einer Vollbremsung aus Tempo 80 auf nasser und aus Tempo 100 auf trockener Piste gefährlich lang. In den Top 20 platzieren sich vor allem Reifen der oberen und mittleren Preisklasse. Im Gesamtergebnis kann sich Continental mit dem PremiumContact 6 ohne Patzer als Sieger durchsetzen. Neben den Premium-Herstellern Dunlop und Pirelli werden auch die Marken Falken, Hankook und Fulda der mittleren Preisklasse als „vorbildlich“ ausgezeichnet. Sie bieten gute Qualität zum fairen Preis. Ähnlich viel kostet das Schlusslicht Ecsta HS51 von Kumho. Da Grip, Seitenführung und Balance auf nasser Fahrbahn allerdings schlecht zusammenspielen, fällt der Reifen durch. Bei den Sportreifen der Größe 235/35 R 19 zeigt sich deutlich: Qualität hat ihren Preis. Der Test entlarvt schwerwiegende Mängel bei dem preisgünstigen Modell von Firestone und den Billig-Reifen von Rotalla: Die verlängerten Bremswege auf nasser Fahrbahn sind ein echtes Sicherheitsrisiko. Testsieger ist auch hier Continental mit dem Modell SportContact 6. Hankook platziert sich mit dem Ventus S1 evo2 auf Platz zwei, Goodyear mit dem Eagle F1 Asymmetric 3 auf Rang drei. Bei den Allrad-Sommerreifen sind die Reifen von Goodyear (Eagle F1 Asymmetric 3) und Hankook (Ventus S1 evo2 SUV) Testsieger und landen auf Platz eins und zwei. Vorbildlich sind auch die Reifen von Dunlop und Michelin. „Schlusslicht ist der SUV-1 der Billig-Marke Star Performer. Auch hier versagen die Reifen beim Nassbremstest: Zwölf Meter länger ist der Bremsweg der chinesischen Reifen verglichen mit dem besten Testkandidaten“, so Dierk Möller.

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Gesundheitspolitik
SoVD: Arzneimittelgesetz ist ein Kniefall vor der Pharmalobby

Berlin (nex) – Der Sozialverband SoVD kritisiert das neue Arzneimittelgesetz als einseitig. „Für die Patientinnen und Patienten ist es eine enorme Enttäuschung, dass die geplante Preisbremse bei neu eingeführten Medikamenten nun doch nicht kommt“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sah bisher eine Umsatzgrenze für neu eingeführte Medikamente von 250 Millionen Euro im ersten Jahr vor. „Das ist schon ein Kniefall vor der Pharmalobby. Denn nun bleibt die Chance ungenutzt, die Preisgestaltung bei Arzneimitteln in ein günstigeres Verhältnis für die Patientinnen und Patienten zu setzen. Und damit gerät das Gesetz in eine Schieflage, die es so nicht verdient“, sagt Adolf Bauer. Die Mehrausgaben bei den Arzneimitteln führen nach Einschätzung des SoVD zu steigenden Zusatzbeiträgen und damit zu einseitigen Mehrbelastungen der Versicherten. Vor diesem Hintergrund fordert der Sozialverband, die Preisgestaltung bei Arzneimitteln zielgerichteter zu berücksichtigen. Der SoVD vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Krankenversicherten, der gesetzlich Rentenversicherten, der pflegebedürftigen, der behinderten und der sozial benachteiligten Menschen. Als Kriegsopferverband 1917 gegründet setzt sich der SoVD seit 100 Jahren für Solidarität und soziale Gerechtigkeit ein.

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Deutsch-türkische Beziehungen
Kanzleramtschef Altmaier gegen gegenseitiges Bashen mit der Türkei

Berlin/Bonn (nex) – Der Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier (CDU), hat die Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Bundesregierung keine klare Haltung im Konflikt mit der Türkei habe: „Wir stehen zum Rederecht, wir stehen dazu, dass wir ein Land sind, das offene Debatten aushält, aber wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen“, sagte Altmaier im phoenix-Interview. Die Bundesregierung unterstütze auch die jüngsten Entscheidungen der Kommunen, die Auftritte türkischer Minister verboten haben: „Wir stehen hinter den Entscheidungen der Städte und Gemeinden – egal wie sie ausfallen“. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Kommunen sehr verantwortungsvoll damit umgingen. Zudem glaube er, „es wäre nicht die richtige Lösung, wenn die Bundesregierung damit anfangen würde, inhaltlich Zensurbehörde zu sein, und zu entscheiden, was gesagt werden darf und was nicht“. Eine Einmischung in innere Konflikte der Türkei seitens der Bundesregierung lehnt Altmaier grundsätzlich ab. Als Mitglied der westlichen Wertegemeinschaft der NATO müsse die Türkei jedoch zur Rechtsstaatlichkeit und Demokratie stehen. „Was wir nicht wollen ist, dass unsere Staats- und Gesellschaftsordnung nicht respektiert wird und dass Konflikte nach Deutschland getragen werden.“ Er hoffe daher, dass sich der Ton auf Seiten der Türkei mäßige, um Lösungen zu finden, die im Interesse beider Seiten seien. „Wir sollten der Versuchung widerstehen, dass wir uns öffentlich gegenseitig „bashen“, wie das auf neuhochdeutsch heißt. Das führt nicht weiter und löst kein einziges Problem“, so Altmaier.

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Airselfie
Neues „Flug-Handy“ macht Selfies aus der Luft

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Berlin (nex) – Der Selfie-Stick ist out, die Zukunft des Selbstporträts gehört AirSelfie. Dabei handelt es sich um die weltweit erste fliegende Kamera im Hosentaschenformat, die bisher nie dagewesene Weitwinkelfoto- und Videoaufnahmen in HD ermöglicht – und zwar aus der Vogelperspektive. AirSelfie ist die erste fliegende Kamera, die sich in ein spezielles Smartphone-Cover mit Ladegerät integrieren und per App mit dem Smartphone verbinden und steuern lässt. Selfie-Liebhaber können ab sofort ihr eigenes AirSelfie auf der offiziellen Website airselfiecamera.com vorbestellen. Die Auslieferung beginnt im Mai 2017. AirSelfie Co-Gründer Edoardo Stroppiana sagte anlässlich der Deutschlandpremiere in Berlin: „Wir haben sehr hart daran gearbeitet, ein Produkt zu kreieren, dass jedermann benutzen kann, um ein ganz neuartiges visuelles Erlebnis zu schaffen. Es ist ein monumentales Ereignis für uns, unser Produkt jetzt der Öffentlichkeit in Deutschland vorzustellen und wir können es kaum erwarten, all die fantastischen Selfies zu sehen, die von den Nutzern fortan aufgenommen werden.“ AirSelfie wurde speziell für unterwegs entwickelt. Mit einem Gewicht von 61 g und einem Gehäuse aus langlebigem, eloxiertem Aluminium ist die fliegende Kamera sehr leicht, robust und sieht darüber hinaus noch unverschämt gut aus. Das spezielle AirSelfie Smartphone-Cover (erhältlich für iPhone 6/6s, iPhone 7 und Samsung Galaxy S7 Edge) wurde so entworfen, dass es die fliegende Kamera sicher transportieren und gleichzeitig aufladen kann.
(Foto: Airselfie)
Mit seinen vier Turbo-Propellern fliegt das AirSelfie bis zu 20 m hoch, während seine 5-Megapixel-Kamera, Schwingungsdämpfer sowie In-Flight-Stabilitätssysteme hervorragende, stabile und fließende Aufnahmen garantieren. Das Gerät verfügt über selbst erzeugtes WiFi und ist ausgestattet mit einer 4 GB Micro SD Speicherkarte und einem 260mAh 7.4v Akku, der eine dreiminütige Flugzeit ermöglicht. Das AirSelfie ist in zwei Varianten verfügbar: AirSeflie + Cover für 259 EUR oder AirSelfie + Power Bank für 269 EUR. Die weltweite Tour des AirSelfie-Teams zum Produktlaunch, die gerade in Berlin Station macht, umfasst insgesamt neun Metropolen. Von London nach Berlin, über Tokio, Jakarta, Singapur nach Los Angeles, von wo aus es nach New York weitergeht bis nach Dubai und Mailand. Hier endet die Reise dann pünktlich zur Milan Design Week Anfang April. Die wichtigsten Wahrzeichen der neun Städte werden dabei durch die „Augen“ des AirSelfie eingefangen, dessen neue Perspektive für Fotos, Videos und atemberaubende Selfies unter #airselfieteamtour und #getanewperspective im Web und den sozialen Netzwerke zu finden sein wird. So funktioniert AirSelfie Eines der Kernmerkmale des AirSelfie ist seine einfache Anwendung. Um es zu aktivieren, muss lediglich die Kamera aus ihrer Hülle genommen werden, schon schaltet sie sich an. Das Gerät verbindet sich automatisch mit dem Smartphone mittels WiFi, welches vom AirSelfie selbst generiert wird (2.4 GHz) und ist damit sofort bereit zum Abflug. Für die Steuerung und die Auswahl zwischen den drei verschiedenen Flugmodi des AirSelfie muss nur die kostenlose iOS- oder Android-App heruntergeladen werden. Die fliegende Kamera kann entweder manuell oder automatisch zu ihrem Abflugort zurückgesteuert werden. Nach der Nutzung drückt man ganz einfach die Taste „slide to land“ und das AirSelfie landet und schaltet sich aus. Nutzer können das Gerät auch problemlos auf der Hand selbst platzieren, ohne sich oder die Kamera zu gefährden. Mittels Timer können Schnappschüsse um bis zu 10 Sekunden verzögert werden, um die Kamera in die gewünschte Position zu bringen und das Smartphone so zu verstecken, dass es auf den Fotos nicht zu sehen ist. Auch bis zu acht Mehrfachaufnahmen hintereinander sind für die fliegende Kamera kein Problem. Die Technologie von AirSelfie integriert direkt die sozialen Medien, damit Fotos und Videos ganz einfach geteilt werden können. Über AirSelfie: AirSelfie ist ein neues, innovatives Foto-Video-Tech-Konzept, erfunden vom italienischen Entrepreneur Edoardo Stroppiana, Mitgründer der britischen Firma AirSelfie Holdings Ltd. Die Idee dahinter ist so einfach wie brillant: Warum sollte man sich mit Videos und Selfies begnügen, deren Qualität von den begrenzten Fähigkeiten der Smartphones eingeschränkt wird? Mit AirSelfie können besondere Erinnerungen und Momente auf einzigartige Weise festgehalten und mit anderen geteilt werden. AirSelfie wurde von einem internationalen Team – italienischen Designer, Entwicklern und Ingenieuren aus Schanghai sowie erfahrenen Managern – entwickelt, koordiniert von der AirSelfie Holdings Ltd. Gemeinsam mit Partnerunternehmen kümmert sich diese auch um die Produktion und den weltweiten Vertrieb.

Verfassungsreform in der Türkei
Türkischer Wahlkampf in Deutschland: 87 Prozent sind dagegen

Köln (nex) – In der Diskussion um die Wahlkampf-Auftritte türkischer Minister in Deutschland hat die CDU-Politikerin Serap Güler live bei stern TV erneut deutliche Worte gefunden: „Ich fordere, dass die öffentliche Meinung, die politische Meinung und die Gesellschaft deutlich macht, dass Erdogan und seine Minister bei uns – in der Situation, in der sich die Türkei derzeit befindet – nicht willkommen sind“, sagte die 36-Jährige, die selbst türkische Wurzeln hat. Und mit Blick auf die Verfassungsreform, um die es bei den Wahlkampfauftritten geht; sagte Güler: „Hier wird unsere Meinungsfreiheit dazu missbraucht, dass sie in der Türkei ausgeschaltet wird.“ Im stern TV-Studio traf die NRW-Landtagsabgeordnete, die auch im Bundesvorstand der CDU sitzt, auf den deutsch-türkischen Politiker Ozan Ceyhun, der nicht nur ihre Haltung scharf kritisierte. Ceyhun, der als Berater der türkischen Regierung auch bei den jüngsten Gesprächen des türkischen Außenministers mit Sigmar Gabriel dabei war, unterstrich im stern TV-Studio auch seine Kritik an Deutschland: „Ich war immer stolz darauf, was die Freiheit in diesem Land bedeutet, und plötzlich darf ein Nato- und Handelspartner hier nicht reden.“ Das sei nicht in Ordnung. Denn auch Vertreter anderer Länder hätten dieses Recht in der Vergangenheit bekommen. „Wer behauptet, in Deutschland dürfe es keine ausländischen Wahlkampfauftritte geben, soll sich erstmal informieren“, so Ceyhun. Serap Güler wollte diesen Vorwurf nicht gelten lassen. Denn das Werben für die türkische Verfassungsreform sei etwas anderes als frühere Wahlkampfauftritte. „Es ist paradox, dass Sie sich als Vertreter des türkischen Staates auf die Meinungsfreiheit berufen“, sagte sie zu Ceyhun. stern TV-Umfrage: Auch 59 Prozent der Deutschtürken gegen türkischen Wahlkampf hierzulande Doch wie stehen die Menschen in Deutschland – mit und ohne Migrationshintergrund – zu der Debatte um den türkischen Wahlkampf auf deutschem Boden? In einer repräsentativen stern TV-Umfrage mit 3700 Teilnehmern waren 87 Prozent der Deutschen generell dagegen, dass auch in Deutschland Wahlkampf für das Referendum in der Türkei gemacht werden darf, vier Prozent waren dafür. Bei den Befragten mit türkischem Migrationshintergrund befürworteten 28 Prozent den türkischen Wahlkampf in Deutschland und 59 Prozent der Deutschtürken sagten: „Nein, es soll hier kein türkischer Wahlkampf gemacht werden.“ Ein Einreiseverbot für Recep Tayyip Erdogan im Falle eines geplanten Wahlkampfauftritts in Deutschland lehnte die Mehrheit der Befragten mit türkischem Migrationshintergrund allerdings ab. 62 Prozent sagten „nein, seine Einreise sollte erlaubt sein“. Unter den Befragten ohne Migrationshintergrund waren es dagegen 76 Prozent, die einem Einreiseverbot zustimmten. Auch die Beziehung zwischen Deutschen ohne Migrationshintergrund und Bürgern mit türkischem Migrationshintergrund beurteilten die Befragten je nach Herkunft etwas unterschiedlich: Während 63 Prozent der Deutschen angaben, das Verhältnis habe sich im vergangenen Jahr etwas oder sehr verschlechtert, waren es unter den Befragten mit türkischem Migrationshintergrund nur 46 Prozent, die das so sehen. Allerdings gab die Mehrheit der Deutschtürken an, dass sie sich aufgrund ihrer Wurzeln in Deutschland weniger akzeptiert fühlt: Der Umfrage-Aussage, dass Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland aufgrund ihres Migrationshintergrundes weniger akzeptiert sind, stimmten 62 Prozent zu.

Zum Thema

Referendum: Grünen-Politikerin Öztürk bringt türkische Politik nach Deutschland

Brexit
Freihandelsabkommen zwischen Türkei und Großbritannien immer wahrscheinlicher

London (nex) – Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci hat die Notwendigkeit eines Freihandelsabkommens zwischen der Türkei und Großbritannien hervorgehoben, sobald letzteres den Brexit vollzogen habe.

Zeybekci befindet sich derzeit in London, wo er Medienberichten zufolge an einer vom Thinktank Chatham House durchgeführten Veranstaltung teilgenommen habe.

Der Nachrichtenagentur Anadolu habe er mitgeteilt, „produktive Zusammenkünfte“ mit einigen bedeutenden britischen und weltweit tätigen Unternehmen gehabt zu haben.

Bei seinen Treffen mit dem Minister für internationalen Handel, Liam Fox, und dem Handelsminister Lord Price habe der Fokus auf dem Brexit gelegen, so Zeybekci weiter.

Ein irreversibler Prozess würde mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU in Gang gesetzt: „Was für die Türkei wichtig ist, ist die Tatsache, dass das Vereinigte Königreich unser zweitgrößter Partner bezüglich unserer Exporte innerhalb der EU und auf der ganzen Welt ist.“

In der zweiten Aprilhälfte soll nach Angaben aus dem Wirtschaftsministerium ein Treffen mit dem Schwerpunkt Handel und Wirtschaft zwischen den beiden Ländern stattfinden.

Fachausschüsse hätten bereits mit der Ausarbeitung eines Freihandelsabkommens begonnen, habe der türkische Wirtschaftsminister mitgeteilt.

„Der Punkt, den wir erreicht haben, ist sehr positiv zu bewerten“, betonte er.

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Verkehrspolitik
Länder wollen Änderung in Drohnen-Verordnung erzwingen

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Düsseldorf (ots) – Auf Initiative von Nordrhein-Westfalen will eine Mehrheit der Länder am Freitag im Bundesrat Änderungen in der Drohnen-Verordnung der Bundesregierung erzwingen, um Modellflieger zu schützen. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ geht es um Auflagen für Zehntausende Hobbypiloten in Deutschland, damit diese künftig auch außerhalb von Modellflugplätzen Drohnen in mehr als 100 Metern Höhe fliegen lassen dürfen. Einem Abstimmungsprotokoll zufolge stimmten elf von 16 Ländern für einen Antrag von Nordrhein-Westfalen, der eine Abkehr von den Plänen des Bundesverteidigungsministeriums in der Verordnung vorsieht. Demnach sollen Modellflieger künftig nicht wie von der Bundesregierung geplant für jeden Flug über 100 Meter eine Genehmigung einholen müssen, sondern bei einem Verband lediglich einen Kenntnisnachweis erwerben. Stimmt am Freitag eine Mehrheit der Länder dafür, müsste die Bundesregierung die Änderungen akzeptieren oder ihre bisherige Verordnung verwerfen. Der für Verkehrspolitik zuständige SPD-Fraktionsvize Sören Bartol begrüßte die geplante Blockade. „Frau von der Leyen hat die Verordnung unnötig verschärft und ist damit weit über das Ziel hinausgeschossen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Jetzt gebe es einen guten Kompromiss im Bundesrat, dem auch die Bundesregierung zustimmen sollte, sagte Bartol.

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Flüchtlingspolitik
Menschenrechtler: Ungarn notfalls Stimmrecht im EU-Rat entziehen

Pro Asyl fordert Konsequenzen nach Internierungsbeschluss in Ungarn Osnabrück (ots) – Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl drängt nach dem Beschluss des ungarischen Parlaments, Asylbewerber künftig in Internierungslagern festzuhalten, auf Konsequenzen in der EU. Europareferent Karl Kopp sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Die Inhaftierung von Asylsuchenden in Ungarn verstößt eklatant gegen EU-Recht und internationales Recht.“ Kopp forderte, die EU müsse Vertragsverletzungsverfahren einleiten. „Und sie muss sich der Frage stellen, ob man nicht das Stimmrecht der Ungarn im EU-Rat aussetzt, weil die Internierung von Flüchtlingen einen glatten Verstoß gegen europäische Grundwerte darstellt.“ Der Pro-Asyl-Experte warnte zudem, die anderen europäischen Staaten dürften keine Schutzsuchenden zurückschicken “ in dieses Elend, in diese Willkür in Ungarn“. Wer als Asylsuchender zuerst in Ungarn registriert worden ist, dem droht gemäß der Dublin-III-Verordnung der EU die Rücküberstellung. „Das muss ausgesetzt werden“, forderte Kopp. Der Menschenrechtler mahnte zudem, die EU-Kommission müsse sich auf die europäischen Werte besinnen. „Sie hat in der Vergangenheit die Einhaltung europäischen Rechts viel zu zögerlich überwacht. Deshalb haben wir diesen Trümmerhaufen im europäischen Asylrecht.“ Laut Pro Asyl befanden sich Ende Januar 536 Asylsuchende in Ungarn und mehrere Tausende im serbisch-ungarischen Grenzgebiet. Bei möglichen Dublin-Rückführungen gehe es um 3756 Asylsuchende allein aus Deutschland, bei denen Ungarn die Rückübernahme zugesichert habe. Im letzten Jahr sind nach Angaben von Kopp 294 Schutzsuchende aus Deutschland nach Ungarn überstellt worden.

Verfassungsreform
Türkei: Erdogan fordert Auslandstürken „trotz aller Hindernisse“ zur Teilnahme am Referendum auf

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Auslandstürken dazu aufgerufen, trotz den ihnen in den Weg gelegten Hindernissen am bevorstehenden Referendum teilzunehmen. „Welches Hindernis auch immer man Ihnen in den Weg legt, Sie sollten gehen und an den für Sie vorgesehenen Terminen Ihre Stimme beim Referendum abgeben“, forderte Erdogan in einem am heutigen Mittwoch im staatlichen Mediennetzwerk TRT ausgestrahlten Interview. Grund für diesen Aufruf war die Untersagung mehrerer Veranstaltungen von türkischen Regierungsmitgliedern anlässlich des auf den 16. April festgelegten Verfassungsreferendums durch deutsche Behörden. Die Absage der Versammlungen führte zu einer großen Verstimmung in der Türkei. Erdogan verglich diese Vorgehensweise mit Praktiken aus der Nazi-Ära. Deutsche Oppositionsparteien und verschiedene Medienorganisationen befürworten das Auftrittsverbot für türkische Politiker mit der Begründung, dass dies den sozialen Frieden im Land unterminiere. „Ihre Stimmen werden die aussagekräftigste Antwort an die Länder im Westen und der ganzen Welt sein“, betonte der türkische Präsident und fügte hinzu, dass die Verfassungsänderungen die Zukunft des Landes sichern würden. Die Verfassungsreform und der Übergang zum Präsidialsystem stehen bereits seit der Wahl des ehemaligen Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP), Recep Tayyip Erdogan, zum Präsidenten im August 2014 auf der politischen Agenda des Landes.

"Positiver Teufelskreis"
Rüstungsindustrie: Türkische Panzerfahrzeuge weltweit gefragt

Ankara (nex) – Wachsende politische Spannungen und terroristische Gefahren in der Türkei und der Welt offerieren der aufsteigenden türkischen Rüstungsindustrie eine einzigartige Wachstumsmöglichkeit. Der Professor und Militärexperte Andreas Krieg sagte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass die Türkei zur Schutzmacht der arabischen Golfstaaten aufsteigt und seine rüstungsindustriellen Fähigkeiten erfolgreich ausbaut. „Zahlreiche Panzerfahrzeugmodelle, die sich in der Türkei bewiesen, wurden zu wettbewerbsfähigen Exportprodukten“, erklärte ein Beamter für militärische Prokurator, der auf Rüstungsexport spezialisiert ist, im Gespräch mit dem Militärfachportal Defense News am 13. Februar. „Das lässt sich als positiver Teufelskreis beschreiben: Erfolgreich lokal entwickelte Fahrzeuge bekommen zunächst die Chance, ihre Fähigkeiten auf heimischem Boden zu beweisen. Dann werden die Produkte an ausländische Akteure verkauft. Das verdiente Geld kann in neue Technologien investiert werden, was wiederum die Produktion vorantreibt“, fügte der Beamte hinzu, der namentlich nicht genannt werden wollte. Ein solches Erfolgsunternehmen ist Nurol Makina, dessen Hauptgeschäft der Bau von allradbetriebenen taktischen Panzerfahrzeugen ist. Der rasante Anstieg der Arbeitsbelegschaft unterstreicht den Erfolg des Unternehmens, die von 110 Arbeitnehmern im Jahr 2012 auf 480 im vergangenen Jahr angestiegen ist. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum von nur fünf Millionen US-Dollar auf fast 100 Millionen US-Dollar zu. Das entspricht einem 20-fachen Anstieg in nur vier Jahren. Nurol verkaufte bereits 250 Exemplare seines Aushängeprodukts Ejder Yalcin. Das ist ein schwereres Kampfpanzerfahrzeug mit konventioneller und ballistischer Panzerung gegen Minen und improvisierte Sprengstoffe. Die Auftragsbücher für Ejder Yalcin übersteigen 500 Stück. Dieses Jahr bekam das Unternehmen seinen ersten Exportvertrag. Die türkische Rüstungsschmiede erwartet in diesem Jahr noch zwei weitere ausländische Aufträge. In den nächsten zwei Jahren will Nurol über 1.000 Ejder Yalcin-Panzerfahrzeuge verkaufen, während politische Analysten anhaltende Konflikte in den nächsten Jahren in und außerhalb der Türkei erwarten. Ejder Yalcin wird sowohl vom türkischen Militär als auch von Sondereinsatzkräften der Polizei im Südosten Anatoliens verwendet. Dort kämpft der türkische Staat gegen die terroristisch-separatistische kurdische PKK-Organisation seit 1984 einen blutigen Krieg. Unterdessen hat Nurol ein leichteres Schwestermodell des Ejder Yalcin unter dem Namen Ilgaz entwickelt. Die ersten zwei Einheiten wurden exportiert. Nurol plant, das Fahrzeug auf der Internationalen Rüstungsmesse IDEF2017 in der Türkei im Mai dieses Jahres auszustellen.
(Foto: Nurol Makina)
Der Wasserwerfer Ejder Toma Nurol, das auf einem heimisch entwickelten Militärfahrgestell basiert, verfügt über ein unabhängiges Federungssystem und Allradantrieb. Im Gegensatz zu anderen Wasserwerfern ist das Fahrzeug für den Offroad-Einsatz geeignet. Neben der Polizeibehörde der Türkei setzen auch die Landstreitkräfte und Gendarmerie auf Ejder Toma. Das Fahrzeug kommt in der Türkei und Syrien zum Einsatz, wo das türkische Militär bereits mehr als 70 Soldaten verloren hat. Nurol hat bislang 300 Ejder Tomas im In- und Ausland verkauft. Nurol rühmt sich damit, dass all seine Produkte indigen sind. In diesem Rahmen arbeitet es mit dem staatlichen türkischen Konzern FNSS zusammen. Unruhen im Nahen Osten stärken Nachfrage für erprobte Verteidigungsgüter Der Geschäftsführer von Nurol Makina Engin Aykol bewertete die geopolitische Grundstimmung im Nahen Osten:
„Unglücklicherweise gibt es keine deutlichen Zeichen, dass sich die Konflikte in diesem Teil der Welt in den nächsten drei Jahren legen werden. Nehmen wir zum Beispiel die türkischen Militäroperationen in Syrien. Diese werden vorläufig nicht enden. Auch wenn sie es tun sollten, wird die türkische Armee als Abschreckungsmacht wohl in Syrien bleiben.“
Mehr als 15.000 Kämpfer der verbotenen PKK-Organisation und über 1.000 türkische Sicherheitskräfte haben ihr Leben seit dem erneuten Ausbruch des Krieges im Juli 2015 verloren. Diese Auseinandersetzungen und die aktive Bekämpfung der Terrormiliz IS (Daesh) in Syrien und Irak zwangen Ankara, ein Augenmerk auf verschiedene Typen von gepanzerten Fahrzeugen zu werfen. Die Teilnahme an asymmetrischen Kriegsschauplätzen erhöht die Nachfrage für intelligente Lösungen aus dem Bereich gepanzerter Fahrzeuge. Alleine in diesem Jahr kauft das türkische Innenministerium 440 taktische Panzerfahrzeuge und 50 Wasserwerfer zur Zerschlagung von Demonstrationszügen. Die Gendarmerie erwirbt laut offiziellen Angaben 200 Panzerfahrzeuge und 100 minenwiderstehende und hinterhaltgeschützte Fahrzeuge. Golfregion größter Wachstumsmarkt für Türkei Vertreter des militärischen Beschaffungsamtes teilten auf Anfrage mit, dass Polizei und Militär „für fast alle Typen gepanzerter Fahrzeuge“ eine große Nachfrage hätten. Ein Beamter erklärte:
„Wir erwarten auch eine beachtliche Nachfrage für türkische Verteidigungslösungen von ausländischen Märkten, insbesondere aus der arabischen Golfregion und Nordafrika.“
Der türkische Rüstungsexperte Yusuf Akbaba kommentierte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass „die Golf-Region den wichtigsten Wachstumsmarkt mit dem größten Potenzial für türkische Rüstungsprodukte darstellt“. Ein Zeichen für den wachsenden Einfluss der Türkei sei der Abschluss eines millionenschweren Rüstungsabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Während der Internationalen Rüstungsmesse in Abu Dhabi Ende Februar unterzeichnete das türkische Unternehmen Otokar ein Abkommen in Höhe von 661 Millionen US-Dollar mit den Streitkräften der Vereinigten Arabischen Emirate für den Bau eines gepanzerten Infanteriefahrzeuges vom Typ Arma 8×8. Eurasia News und NEX24 sprachen mit dem Professor der militärwissenschaftlichen Abteilung am renommierten Kings College in London, Andreas Krieg, der für die katarischen Streitkräfte tätig war. Auf die Frage, welche Rolle politische Allianzen Ankaras mit der Golfregion für die Nachfrage türkischer Rüstungsprodukte spielten, antwortete der Professor:
„Ankaras Rolle in der Region hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Vor allem in Riad und Doha wird die Türkei als moralischer und wirtschaftlicher Partner gesehen. Man hat gemeinsame Interessen und Ziele, vor allem in Syrien und im Irak. Die Türkei positioniert sich zudem als Schutzmacht am Golf, vor allem in Katar. Das heißt, dass nicht nur die Rüstungsindustrie in der Türkei davon profitieren soll, sondern auch dass das türkische Militär am Golf Trainingsbasen aufbaut, um die dortigen Streitkräfte auf die Herausforderungen im Kampf gegen den Terrorismus, gegen Aufständische für die Freiheit der Handelswege vorzubereiten.“
Eine verteidigungspolitische Quelle aus Ankara, die nicht namentlich genannt werden will, bestätigte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass es gegenwärtig Verhandlungen zwischen der türkischen Regierung und Saudi-Arabien sowie Bahrain über die eventuelle Errichtung von Militär- und Ausbildungsbasen gebe. Mit Blick auf die rüstungsindustriellen Fähigkeiten der Türkei bemerkte Krieg:
„Während das Training des türkischen Militärs sehr gut ist und auch mit den Trainingsstandards westlicher Streitkräfte mithalten kann, ist die Rüstungsindustrie noch nicht ganz da, wo sie sein muss oder soll.“
Nach Meinung eines Beamten aus dem Verteidigungsministerium in Ankara, der ebenfalls anonym bleiben möchte, konkurriert die Türkei in Nahost erfolgreich mit westlichen, israelischen und südkoreanischen Unternehmen. Der Beamte fügte hinzu:
„Ironischerweise ist in diesem Sektor auch die Kooperation zwischen Rivalen eine willkommene Möglichkeit. Einige ausländische Unternehmen wünschen sich sehr, mit den kosteneffizienten und verlässlichen türkischen Rüstungsherstellern zusammenzuarbeiten.“
Laut Nurol-Geschäftsführer Aykol gehört die Türkei zu jenen Staaten, die auf hohem Niveau Rüstungsprodukte anbieten. „Wir konkurrieren mit US-amerikanischen und israelischen Herstellern.“ Dazu Professor Krieg vom Kings College:
„Die türkischen Produkte sind nicht schlecht und können sicherlich mit denen Pakistans, Chinas und in einigen Gebieten sogar mit westlichen Produkten mithalten. Sie sind aber im Vergleich um einiges günstiger als die Produkte aus dem Westen. Wenn es um Mannschaftstransportwagen geht oder um Schützenpanzer, da sind FNSS und Otokar nicht mehr so weit weg von der westlichen Konkurrenz, was die Qualität angeht.“
Er fügte hinzu, dass der gefallene internationale Ölpreis auch die Golfstaaten dazu zwang, auf den Preis zu schauen. Deshalb „kann die Türkei den Golfstaaten eine günstige Alternative zu den geläufigen westlichen Produkten“ erfolgreich anbieten. Er bemerkte:
„Der Preis spielt am Golf momentan eine große Rolle. Die Türkei kann den Golfstaaten helfen, sich aus der Abhängigkeit vom Westen zu befreien. Katar zum Beispiel hat eine Initiative gegründet, um zusammen mit der Türkei und Pakistan ein neues Rüstungsunternehmen zu gründen. Außerdem sind die türkischen Produkte ein gutes Add-On zu den vorhandenen teuren westlichen Produkten. Das heißt, Golfkooperationsländer kaufen ein kleines Kontingent an westlichen Produkten und bauen darum Bataillone auf, die zu 30 Prozent westlich gerüstet sind und zu 70 Prozent aus der Türkei, Finnland, Pakistan und anderen Staaten beliefert werden.“

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