Cavusoglu in Hamburg
„Zeit“-Journalist: Erdogan-Anhänger schlugen mich mit Fahnen

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Hamburg (nex) – Bei dem Auftritt des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu am Dienstagabend in Hamburg sei der für die „Zeit“ tätige Journalist Sebastian Kempkens offenbar von Erdogan-Anhängern angegriffen worden. Dies teilte Kempkens via Twitter mit. Als möglichen Grund nannte der Journalist ein FreeDeniz-Schild, das er während Cavusoglus Rede hochgehalten habe. Unterstützer des in der Türkei inhaftierten „Welt“-Journalisten Deniz Yücel fordern mit dieser Parole dessen Freilassung. Leute mit Türkeifahnen hätten auf ihn eingeprügelt und ihm die Brille aus dem Gesicht gehauen. Laut Kempkens sagte einer: „Du verdankst es Erdogans Menschlichkeit, dass du noch lebst.“ Angesichts der Berichte zeigte sich der Senat über die Angriffe gegen den Hamburger Journalisten alarmiert. „Ein solches Verhalten wäre ein schwerer Verstoß gegen die Meinungs- und Pressefreiheit und absolut inakzeptabel“, so Senatssprecher Jörg Schmoll. In einem Schreiben habe der Staatsrat für Auswärtige Angelegenheiten, Wolfgang Schmidt, den türkischen Generalkonsul um Unterstützung bei der Aufklärung des Vorfalles und um eine Stellungnahme gebeten. Medienberichten zufolge verurteilten Linke und Grüne den Übergriff scharf und forderten eine lückenlose Aufklärung. Ob es Zeugen zu dem Vorfall gibt, blieb bisher unklar. https://twitter.com/sebkemp/status/839197209270894592 https://twitter.com/sebkemp/status/839197406977789953  

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Reisen
Türkei: Nicole Kidman neues Gesicht der Tourismus-Kampagne

Istanbul (nex) – Die Oscarpreisträgerin Nicole Kidman ist in mehreren Zeitungen das neue Gesicht der Tourismuswerbung für die Türkei. Die internationale Medienagentur Global Connection (GC) hat gemeinsam mit namhaften Zeitungen in Russland und Deutschland eine gemeinsame Kampagne als Anreiz für Touristen, in die Türkei zu reisen, gestartet. Deutsche Leser konnten das Gesicht der Schauspielerin auf Werbebildern in den Tageszeitungen Die Welt und Welt Kompakt bewundern. Die russische Tageszeitung Prawda wird die Werbung mit der 49-Jährigen am 14. März drucken. In einem Interview mit der türkischen Tageszeitung Habertürk antwortete die australische Künstlerin auf die Frage, wo sie gerne in der Türkei ihren Urlaub verbringen würde: „Sie erwarten jetzt, dass ich Istanbul antworte, aber da liegen Sie falsch. Wir teilen eine gemeinsame Geschichte, deshalb möchte ich am meisten Gallipoli sehen.“ Kidmans Werbekampagne für den türkischen Tourismus war die Ankündigung von Turkish Airlines im Januar vorausgegangen, dass US-Schauspieler Morgan Freeman ihr neuer Sprecher sei.

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Foto: Wikimedia

Türkisch-deutsche Beziehungen
Treffen in Berlin: Deutschland und Türkei brauchen einander

Berlin (nex) – Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu haben ihren gemeinsamen Wunsch nach Abbau der Spannungen zwischen den beiden Ländern ausgesprochen. Ankara hatte Berlin wegen der umstrittenen Untersagung von Reden türkischer Politiker in Deutschland scharf kritisiert. „Wir waren uns einig, dass keine der beiden Seiten ein Interesse daran hat, die deutsch-türkischen Beziehungen nachhaltig zu beschädigen, und dass wir die Belastungsproben, denen wir derzeit ausgesetzt sind, nur dann werden meistern können, wenn wir in einen sachlichen und respektvollen Dialog zueinander treten“, erklärte Gabriel am heutigen Mittwoch nach seinem Treffen mit Cavusoglu in Berlin gegenüber Journalisten. Es gebe keine Alternative zu Gesprächen, betonte er. Nur durch Gespräche könne man zu einer Normalisierung und somit zu der freundschaftlichen Beziehung zwischen Deutschen und Türken zurückkehren Der türkische Außenminister wies darauf hin, dass „niemand von einer Verschlechterung der Beziehungen der beiden Länder profitieren wird, weder die Türkei noch Deutschland hätte einen Nutzen daraus.“ Cavusoglu teilte weiter mit, dass er Ankaras Erwartungen von seinem Vieraugengespräch mit Gabriel zum Ausdruck gebracht habe. „Ich habe unser Unbehagen über die systematische Verleumdungskampagne gegen die Türkei zur Sprache gebracht“, ergänzte er. Die Türkei und Deutschland bräuchten die gegenseitige Unterstützung in fast allen Gebieten, unterstrich Cavusoglu. Doch zunächst müsse man die Frage klären, ob man diesen Weg weiterhin als zwei Freunde beschreiten oder diesen beenden wolle. „Wir möchten diesen Weg als zwei Freunde gehen“, unterstrich er. „Aber Deutschland sollte eine Entscheidung treffen. Und dann werden wir entsprechend handeln.“

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Kampf gegen den Terror
Türkei: Polizei beschlagnahmt Drogen im Wert von 105 Millionen US-Dollar

Diyarbakir (nex) – 75 Tonnen Haschisch wurden im Zuge von Sicherheitsoperationen in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir beschlagnahmt. Dies teilte das zuständige Gouverneursamt in einer Erklärung vom gestrigen Dienstag mit. Auch mehr als zwei Millionen Hanfpflanzen seien von Gendarmerie und Sicherheitskräften während insgesamt 788 Razzien gegen Drogen und illegalen Cannabisanbau konfisziert worden. Während der Einsätze seien 964 Verdächtige festgenommen worden, von denen 209 wiederum in Untersuchungshaft genommen worden seien. Der Marktwert der konfiszierten Drogen betrage Schätzungen zufolge 105 Millionen US-Dollar.

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Geldpolitik
Eilmeldung: US-Bundesstaat Arizona prüft Zulassung von Gold als Zahlungsmittel

München (nex) – Überraschende Nachrichten kommen aus den USA: Am heutigen Mittwoch wird im Arizona Senate Finance and Rules Committee über ein Gesetz beraten (HB 2014), mit dem Gold, Silber und andere Edelmetalle als gesetzliche Zahlungsmittel definiert werden sollen. „Wenn die Menschen die Freiheit hätten, selbst zu bestimmen, was sie als Geld verwenden möchten, würden sie sich wahrscheinlich für Gold oder Silber entscheiden“, stellt Ron Paul, langjähriger Kongressabgeordneter und zweifacher Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, fest. Edelmetalle dienten der Menschheit 5.000 Jahre lang als Geld. Die Feindschaft von Politik und Zentralbanken gegen Edelmetallwährungen bzw. eine Edelmetalldeckung erklärt sich daraus, dass dann die Finanzierung von Staatsausgaben über Schulden stark einschränkt ist. Dennoch war Gold rund 60 Jahre lang auch im US-Zentralbank-System der tragende Baustein. Erst als ausländische Regierungen – misstrauisch ob des immer stärker ansteigenden Defizits der USA – ihre US-Dollar Bestände bei der Fed in Gold umzutauschen begannen, schloss der damalige US-Präsident Richard Nixon im Jahr 1971 das „Goldfenster“. Das seit nunmehr 46 Jahren laufende Papiergeldexperiment brachte den US-Bürgern dabei nur anhaltende Kaufkraftverluste. Damit gingen ein sinkender Lebensstandard und immer stärkere Einkommensunterschiede einher. Eine Verabschiedung von HB 2014 gäbe den Menschen in Arizona die Möglichkeit, sich besser gegen diese Kaufkraftverluste zu schützen und brächte ähnliche Initiativen in weiteren Bundestaaten auf den Weg. Zudem würde ein klares Signal nach Washington geschickt: „Auch die Forderungen, endlich eine Buchprüfung der Zentralbank Fed gesetzlich vor- und festzuschreiben sowie die bundesstaatlichen Zahlungsmittelgesetze aufzuheben, bekämen dann erheblichen Auftrieb“, so Paul. „Arizona könnte Geschichte schreiben“, fügt Prof. Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland, an. „Aber selbst wenn das Gesetz nicht verabschiedet wird, so führen solche Initiativen den Menschen doch immer deutlicher vor Augen, dass wir gerade im Geldsystem Alternativen zum herrschenden Fiat-Money-System brauchen und – noch wichtiger – dass es diese Alternativen auch gibt.“ Ludwig von Mises Seminar Auf dem Ludwig von Mises Seminar spielt die Geldordnung und Alternativen zum herrschenden Geldsystem eine essentielle Rolle. Am 17. und 18. März 2017 werden hochkarätige Redner die Österreichische Schule der Nationalökonomie in Kronberg/Taunus vorstellen. Neben der Idee einer wettbewerblichen Geldordnung wird unter anderem auch die wissenschaftliche Methode der Österreicher vorgestellt und welche Bedeutung Eigentum und Eigentumsrechte für den Wohlstand einer Gesellschaft haben. Eine Anmeldung ist unter www.misesde.org möglich.

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Berlin
ITB 2017: Offene Stellen bei Fluggesellschaft „Germania“

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Berlin (nex) – Mit einem deutlichen Kapazitätsausbau im Vergleich zum Vorjahr startet Germania in die neue Sommersaison 2017. Darüber informierte CEO Karsten Balke zum Beginn der ITB (8. bis 12. März 2017). Die grün-weiße Airline präsentiert Messebesuchern ihr Reiseprogramm in diesem Jahr in Halle 25 am Stand 167 und bietet umfangreiche Informationen für Flüge innerhalb Europas, nach Nordafrika sowie in den Nahen Osten. „Germania hat sich im vergangenen Jahr in vielen Punkten neu sortiert und breiter aufgestellt. Mit über 55 Flugzielen, einem differenzierten Streckennetz und neuen Travel-Partnern stärken wir das Geschäft unserer Fluggesellschaft und werden unser Sitzplatzangebot um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr ausbauen“, sagte Balke. In Vorbereitung auf das Wachstum integriert Germania gegenwärtig vier Flugzeuge vom Typ Airbus A319 in ihre Flotte. Die Maschinen erhalten die Ausstattung sowie das Erscheinungsbild der Qualitätsairline und werden zum Sommer einsatzbereit sein. Zusammen mit der Schweizer Schwestergesellschaft Germania Flug AG wächst die Flotte damit auf 29 Maschinen. Neu im Programm: Athen, Samos, Usedom, Dalaman und Faro Parallel zur Kapazität wächst die Präsenz der Germania an den dezentralen Flughäfen Nürnberg, Münster-Osnabrück und Erfurt-Weimar mit jeweils einem weiteren Flugzeug. In Palma de Mallorca wird ein Flugzeug stationiert und damit eine weitere Auslands-Station eröffnet. Germania-Maschinen starten und landen außerdem häufiger in Dresden, Bremen und Berlin und fliegen öfter als zuvor nach Mallorca, Gran Canaria, Kreta, Rhodos, Kos, Alanya und Hurghada sowie nach Teheran und Beirut. Zu den ganz neuen Zielen im Sommer 2017 gehören Athen, Dalaman, Faro, aber auch Usedom und Samos. Neue Ziele sind außerdem Maastricht, Straßburg und Montpellier, welche Germania mit Mallorca verbinden wird. Erweiterungen wird es ebenso im kommenden Winter geben. Germania stärkt ihre Stationen in Berlin-Schönefeld und in Nürnberg mit je einem weiteren Flugzeug und vergrößert ihr Angebot für Warmwasserziele in der kalten Jahreszeit. Das ägyptische Tauchparadies Sharm el-Sheikh wird ab Oktober von Berlin aus angeflogen, wie auch neu von Dresden, Bremen und Hamburg. Natürlich sind auch zahlreiche Flüge in Richtung Kanarische Inseln buchbar, denen Germania seit Jahren die Treue hält. Vernetzt mit Condor & Sky Express Strategisch hat sich Germania in den letzten Wochen gleich doppelt Verstärkung geholt: Durch die Partnerschaft mit Condor und Sky Express kann die grün-weiße Airline das eigene Angebot besser vernetzen und weiteren Reisenden zugänglich machen. Mit dem Traditionsunternehmen Condor verbindet Germania eine Vertriebspartnerschaft, wodurch Besucher der Webseiten beider Airlines Kurz- und Mittelstrecken-Verbindungen der jeweils anderen Airline sehen, auswählen und buchen können. Neue Flugmöglichkeiten für Germania-Kunden ergeben sich außerdem durch das Codesharing mit der griechischen Fluggesellschaft Sky Express. Sie fliegt ab Athen zu 14 traumhaften Inseln und kann Germania-Passagiere aus Deutschland bequem mitnehmen. Zunächst sind Verbindungen nach Athen von Bremen und Nürnberg aus buchbar, weitere deutsche Abflughäfen sollen 2018 folgen. Im spanischen Markt greift Germania bereits auf eine bestehende Partnerschaft mit Air Europa zurück. Hier besteht ein sogenanntes Interlining, das den Gästen beider Fluggesellschaften zusätzliche Umsteigeverbindungen ermöglicht. Offene Stellen bei Germania Mit dem neuen Flugprogramm bietet Germania interessierten Bewerbern zahlreiche berufliche Perspektiven. Von der Pilotin über Kabinenpersonal bis hin zum Manager oder Techniker – Germania bietet vielfältige Jobmöglichkeiten. Auch im Headquarter in Berlin sind attraktive Aufgaben zu vergeben. Neben netten Kollegen erwarten Bewerber ein facettenreiches Aufgabengebiet im Flugalltag, interne Weiterbildungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen. Stellenangebote werden fortlaufend unter www.flygermania.com aktualisiert. Gegenüber den Endkunden behält Germania alle bewährten Service-Standards bei. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass die grün-weiße Airline während des Fluges nach wie vor Snacks und Softdrinks sowie Zeitschriften kostenfrei anbietet. Je nach Flugdauer wird auch ein warmes Gericht serviert. Außerdem sind mindestens 20 Kilogramm Freigepäck immer inklusive. Kunden erreichen das Germania-Service Center per E-Mail unter servicecenter@germania.aero oder telefonisch unter +49 30 610 818 000 (Normaltarif aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen) und können – sieben Tage die Woche – Ticketbuchungen und Sonderwünsche im persönlichen Gespräch klären. Flüge sind one-way bereits ab 49 Euro buchbar. Germania ist eine unabhängige deutsche Fluggesellschaft mit über 30 Jahren Unternehmensgeschichte. Auf Kurz- und Mittelstrecke fliegt die Airline mit dem grün-weißen Logo jährlich mehr als 2,8 Millionen Passagiere. Von 20 Abflughäfen in Europa bietet Germania Verbindungen zu mehr als 55 Zielen innerhalb des Kontinents, nach Nordafrika sowie in den Nahen und Mittleren Osten. Die Fluggesellschaft bietet entgegen dem Trend den bewährten Service an Bord aus kostenfreien Snacks, Softdrinks, Zeitschriften und mindestens 20 Kilogramm Freigepäck. Im Geschäftsmodell vereint Germania die Bereiche Linien-, Charter- und Werksverkehr. Zusammen mit der Schweizer Schwestergesellschaft Germania Flug AG betreibt das Unternehmen derzeit 25 Flugzeuge. Für deren Wartung sorgt die Germania Technik Brandenburg.  

Kampf gegen den Terror
PKK-Verbindungen: Türkische Antiterror-Einheiten nehmen US-Konsulatsmitarbeiter fest

Adana (nex) – Ein Angestellter des US-Generalkonsulats in der südtürkischen Provinz Adana wurde am gestrigen Dienstag im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die Terrorgruppe PKK wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation verhaftet. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Dogan sei der beim US-Konsulat seit 36 Jahren als Dolmetscher tätige Hamza Ulucay bereits einmal festgenommen und wieder freigelassen worden, wogegen die Staatsanwaltschaft erfolgreich Einspruch gelegt habe, sodass Ulucay erneut festgenommen worden sei. Die Anti-Terror-Einheit der Polizei hatte laut der Meldung Hamza Ulucay beim Verlassen des Konsulatsgebäudes wegen Aufstachelung zu provokativen Handlungen nach der Neutralisierung eines PKK-Terroristen mit dem Codenamen „Behzat“ am 23. Februar in der südosttürkischen Provinz Mardin festgenommen. Im Behördenjargon gilt eine Person als neutralisiert, die von den Sicherheitskräften getötet oder gefasst wurde, oder aber sich diesen selbst gestellt hat. Wie es weiterheißt, sei Ulucay nach seiner Festnahme vor ein örtliches Gericht im Mardiner Distrikt gekommen und später auf Bewährung freigelassen worden. Er sei anschließend zum zweiten Mal auf den erfolgreichen Einspruch des Staatsanwalts hin festgenommen worden. Ein örtliches Gericht habe die Festnahme Ulucays wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation angeordnet, so die Nachrichtenagentur weiter. Des Weiteren habe die Polizei türkischen Medienberichten zufolge bei der Durchsuchung seiner Wohnung 21 1-US-Dollar-Banknoten der Serien B, C, D, F, G, K und L konfisziert. Warum dieses Detail erwähnt wurde, blieb im unklaren.    

Türkei
Ankara: Oppositionspolitiker Bahceli will Präsident Erdogan bei Deutschlandreise begleiten

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Ankara (nex) – Der Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahceli, hat in der andauernden Krise zwischen Deutschland und der Türkei Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seine starke Unterstützung zugesichert. Bahceli gab Medienberichten zufolge bekannt, dass er persönlich den Präsidenten begleiten würde, sollte dieser sich dafür entscheiden, eine Rede in Deutschland zu halten. „Wenn der Präsident sich entschließt, nach Europa zu gehen, wird er mit seiner Entscheidung nicht alleine dastehen“, teilte Bahceli in einem Interview mit dem türkischen Nachrichtensender Habertürk TV am gestrigen Montag mit und fügte hinzu: „Ich als Chef der MHP würde mit ihm mitgehen. Ich bin beim Präsidenten der Republik Türkei, um eine neue ‚türkische Geisteshaltung‘ in Europa zu präsentieren, das einen bedeutenden Teil der türkischen Welt darstellt.“ Schließlich lebten vier Millionen Türken in Europa, so Bahceli weiter. Anlass für diese Äußerung des MHP-Chefs ist die Untersagung von Treffen türkischer Regierungsmitglieder mit in Deutschland lebenden Türken im Vorfeld des für den 16. April vorgesehenen Verfassungsreferendums in der Türkei, die zu einer Krise zwischen den beiden Ländern geführt hat.

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Tourismus
Solidarität deutscher Reiseveranstalter mit der Türkei könnte bald ein Ende haben

Kirstges: Solidarität mit türkischen Partnern könnte ein Ende haben Osnabrück (nex) – Die Zukunft der Türkei als beliebtes Reiseziel der Deutschen hängt von dem Verlauf der aktuellen politischen Auseinandersetzungen zwischen Berlin und Ankara ab. Das sagte der Tourismusforscher Torsten Kirstges in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Noch hielten die deutschen Reiseveranstalter aus Verbundenheit mit ihren langjährigen Partnern vor Ort an der Türkei fest. „Irgendwann ist es dann aber auch mit der Verpflichtung der deutschen Reisebranche zur Solidarität vorbei“, betonte der Experte. In den nächsten Wochen werde sich zeigen, ob sich die Spannungen noch verstärkten oder regeln ließen, meinte Kirstges, der an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven Tourismuswirtschaft lehrt. „Wenn sich die zum Teil antieuropäische und antideutsche Haltung, die sich inzwischen immer mal wieder auch in Äußerungen von türkischen Regierungsmitgliedern zeigt, weiter manifestiert, wird das natürlich das Image der Türkei als Reiseziel für Deutsche weiter beschädigen.“ Noch hoffen die deutschen Reiseveranstalter aber auf Kurzfristbuchungen für die Türkei. Wenige Tage vor der Eröffnung der Internationalen Tourismusbörse ITB am 8.März in Berlin werben sie weiterhin für die Destination. Das Festhalten der Branche an risikobehafteten Urlaubsländern wie der Türkei, Tunesien und auch Ägypten sei für die Unternehmen auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sagte Kirstges. „In diesen Ländern werden Millionen- und Milliardenumsätze gemacht.“ Vor allem die Veranstalter, die auf klassische Badereisen spezialisiert seien, lebten von diesen massentauglichen Destinationen. Dort sei der Badeurlaub auch noch für Familien mit schmalem Geldbeutel finanzierbar. „Derzeit gibt es aber einfach nicht mehr so viele Ziele mit entsprechenden Kapazitäten zum guten Preis“, so der Experte.

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Wahlkampf
„Demokratie stark genug“: Deutscher Städtebund gegen Rede-Verbot für türkische Minister

Städte-und Gemeindebund: Demokratie hält Wahlkampf-Auftritte türkischer Minister aus Osnabrück (nex) – Der Deutsche Städte-und Gemeindebund fordert Besonnenheit im sich zuspitzenden Streit um Auftritte türkischer Minister in Deutschland. „Die Demokratie in Deutschland ist stark genug, dies auszuhalten“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der “ Neuen Osnabrücker Zeitung“. Landsberg: Kommunen halten sich strikt an die grundgesetzlich garantierte Meinungs-und Versammlungsfreiheit Eine europäische Regelung, wie sie der österreichische Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) vorgeschlagen habe, führe nicht weiter. Es sei Aufgabe der Bundesregierung, mit der Türkei eine Vereinbarung zu treffen, dass derartige Veranstaltungen auf der Basis des deutschen Rechts ohne Gewalt und Tumulte durchgeführt werden könnten. Landsberg warnte vor „Provokationen“ der türkischen Regierung, etwa durch die Forderung nach Einreiseverboten für deren Mitglieder. Untersagt werden könnten deren Auftritte nur, „wenn sie das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Ausländern oder die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden könnten“. Die Kommunen beachten nach Angaben des Hauptgeschäftsführers bei der Zulassung von Versammlungen und der Vergabe öffentlicher Einrichtungen strikt die grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit und die Versammlungsfreiheit. „Natürlich ist es zu kritisieren, dass ausländische Politiker hier in Deutschland Wahlkampf machen. Das rechtfertigt aber nicht, Auftritte politisch zu verbieten“, erklärte Landsberg.

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