Kindernothilfe
Hungerkatastrophe in Somalia: Die Kinder sterben zuerst

Duisburg (ots) – In Somalia sind in den vergangenen Tagen die ersten Menschen verhungert, darunter auch Kinder. Die Kindernothilfe unterstützt den dramatischen Appell von UN-Generalsekretär Antonio Guterres an die internationale Gemeinschaft, Hilfsmaßnahmen auszuweiten, um die Hungerkatastrophe abzuwenden, und bittet weiterhin um Spenden. In Somaliland beginnt die Kindernothilfe mit ihrer Partnerorganisation Candlelight an mehreren Schulen mit Schulspeisungen und Wasserversorgung. „Der Hunger schwächt die Körper von Kindern enorm, und sie haben keine Kraft mehr, gegen einfache Krankheiten anzukämpfen. So kann Durchfall schnell zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. Mangelernährung in den ersten Lebensjahren hat für Kinder fatale Auswirkungen. Viele Mädchen und Jungen leiden ihr Leben lang unter den körperlichen und geistigen Folgen. „Altersgerechte Nahrung, sauberes Wasser und Hygienemaßnahmen, damit sich Cholera nicht ausbreiten kann, sind jetzt lebenswichtig“, so Weidemann weiter. Somaliland, das Gebiet, in dem die Kindernothilfe seit 2011 in Somalia aktiv ist, hat sich 1991 für unabhängig erklärt. Die Sicherheitslage dort ist weitgehend stabil. Die Kindernothilfe arbeitet erfolgreich mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und stellt sicher, dass die Hilfe ankommt. Die Kindernothilfe ruft zu Spenden auf:

Stichwort „Soforthilfe für Dürreopfer“, Zweck: 57620 Spendenkonto Kindernothilfe e.V. Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank) IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40 BIC: GENODED1DKD

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Studie
Fachkräftemangel: 2030 sind 816.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt

Düsseldorf (ots) – PwC-Prognose: Öffentlicher Dienst von Fachkräftemangel mehr als andere Branchen betroffen. Vor allem fehlen Lehrer, Verwaltungsexperten, Ingenieure, IT-Spezialisten und Mitarbeiter in Gesundheitsberufen. Öffentlicher Sektor lässt viele Chancen ungenutzt, um als Arbeitgeber zu werben. Studie empfiehlt, das Gehaltsgefüge in Mangelberufen langfristig anzupassen und schlägt für Schulen ein neues Personalentwicklungskonzept vor. Der Fachkräftemangel wird den öffentlichen Dienst in besonderem Maß treffen: Im Jahr 2030 werden in Deutschland 194.000 Lehrkräfte sowie 276.000 Verwaltungsfachleute und Büroangestellte fehlen. Das zeigt die Studie „Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst“, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) auf der Basis von Daten des Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR erstellt hat. Laut dieser Prognose sind im Jahr 2030 insgesamt 816.000 Stellen unbesetzt Und das in einem Umfeld, in dem die Aufgaben und damit die Anforderungen an die Mitarbeiter immer komplexer werden. Damit ist der öffentliche Dienst der Sektor mit dem größten absoluten Mangel: Neben Lehrkräften und Verwaltungsangestellten sind vor allem Ingenieure, Spezialisten der Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) sowie Mitarbeiter im Pflege- und Gesundheitsbereich rar. „Die Zeit drängt: Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, muss die öffentliche Hand schon heute deutliche Maßnahmen einleiten und sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren“, sagt Alfred Höhn, Partner und Leiter des Bereichs Öffentlicher Sektor. „Der Staat muss Geld investieren, um Gehaltsstrukturen anzupassen, Digitalisierungsprojekte voranzutreiben und aktiv für seine Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst zu werben.“ Babyboomer läuten drastischen Generationswechsel ein Die Generation der Babyboomer, die bis 2030 in den Ruhestand geht, sorgt im öffentlichen Dienst für einen Generationswechsel, der weit über die übliche Fluktuation hinausgeht. Das stellt vor allem die neuen Bundesländer sowie den ländlichen Raum mit einer ungünstigen Altersstruktur vor erhebliche Probleme. Auch Berlin und das Saarland werden es besonders schwer haben, ihren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Um den nötigen Wissenstransfer im Zuge des Generationswechsels zu gewährleisten, empfiehlt die Studie Maßnahmen wie altersgemischte Teams, die vorgezogene Einstellung junger Mitarbeiter sowie Senior-Expertenpools und flexible Ruhestandsregelungen, um das Potential älterer Mitarbeiter zu nutzen. Wertschätzende Vertrauenskultur statt Kontrolle Eine große Bedeutung schreibt die Studie einem motivierenden und gut ausgestatteten Arbeitsumfeld zu. Denn die Fehltage im öffentlichen Dienst sind überdurchschnittlich hoch – vor allem infolge psychischer Belastungen: Die Bundesverwaltung verzeichnete 2014 eine Abwesenheitsquote von 15,5 Fehltagen, bei den AOK-Versicherten betrug sie dagegen nur 13 Fehltage. Die Wahrscheinlichkeit, aufgrund psychischer Ursachen arbeitsunfähig zu werden, ist im öffentlichen Dienst um zwei Drittel erhöht. „In Verwaltungen herrscht oft ein Klima, das von Misstrauen und Kontrolle geprägt ist und Mitarbeitern nur wenig Raum für Eigeninitiative lässt“, so Höhn. „Es muss zur Chefsache werden, eine wertschätzende Vertrauenskultur zu etablieren, die Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung und Gestaltungsspielräume zugesteht.“ Die Stärkung von Teamarbeit, die Etablierung einer Fehlerkultur oder die gezielte Nutzung von Zielvereinbarungen und systematischer Feedbacks sind Beispiele für Maßnahmen, die helfen können das Verwaltungsklima zu verbessern. Mehr Spielräume für Mitarbeiter, mehr Service für Bürger Grundsätzlich sieht die Studie in der Digitalisierung und in Outsourcing-Ansätzen zwar wichtige Instrumente, die Arbeit im öffentlichen Dienst effizienter zu gestalten, sie warnt aber davor mit derartigen Projekten erst zu beginnen, wenn der Personalmangel bereits zur eingeschränkten Handlungsfähigkeit geführt hat.: „Aus der Not geborene Digitalisierungsprojekte scheitern häufig, da sie selbst sehr viele Ressourcen beanspruchen, überstürztes Outsourcing kann teuer werden. Jedes Projekt muss rechtzeitig antizipiert werden und dabei genau geprüft werden, inwieweit es dauerhaft mit Arbeits- und Kostenentlastungen einhergeht oder neue Dienstleistungsangebote eröffnet“, so Höhn. Optimierungseffekte sollten dann als Voraussetzung dienen, um Mitarbeitern Spielräume für eigenständige Aufgaben zu schaffen und Bürgern mehr Service zu bieten. Gezielt um Menschen mit Migrationshintergrund werben Um langfristig neue Fachkräfte zu gewinnen, muss die öffentliche Hand für junge Menschen attraktiver werden und aktiv für sich werben, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Der Anteil von Praktikanten ist im Verhältnis zu allen Beschäftigen nur halb so hoch wie in der Privatwirtschaft. Damit lernen vergleichsweise wenige Schüler und Studenten den öffentlichen Dienst als potentiellen Arbeitgeber kennen. Auch der Anteil an Mitarbeitern mit Migrationshintergrund ist in keinem Bereich so niedrig wie im öffentlichen Sektor (Öffentliche Verwaltung: 4,9 Prozent, produzierendes Gewerbe: 10,8 Prozent, Handel, Gastgewerbe, Verkehr: 10,5 Prozent). „Eine Imagekampagne für den gesamten öffentlichen Dienst nach Vorbild des Handwerks, zentrale Stellenpools, E-Recruiting nach Vorbild der Bundeswehr sowie professionelle Praktikantenprogramme sind geeignete Instrumente, um auf den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber aufmerksam zu machen“, sagt Höhn. Öffentlicher Dienst hat als Arbeitgeber ein Imageproblem Zu den eindeutigen Stärken des öffentlichen Sektors als Arbeitgeber zählt die Studie die Gemeinwohl-Orientierung und gesellschaftliche Relevanz der Arbeit sowie die familienfreundlichen und sicheren Arbeitsplätze. Ein entscheidendes Manko sind allerdings die fehlenden persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Gerade junge Menschen und leistungsstarke Studenten nennen diesen Punkt als Grund, in die freie Wirtschaft zu gehen. Es fehlen behördenübergreifende Personalentwicklungsmodelle und Jobbörsen, die Aufstiegswege sind oft eng mit einer bestimmten Qualifizierung verbunden und es gibt nur wenige Möglichkeiten des Quereinstiegs. Doch allen Vorbehalten gegenüber starren Strukturen zum Trotz sieht die Studie bei den klassischen Verwaltungslaufbahnen des öffentlichen Dienstes durchaus Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. „Hier existiert offensichtlich vor allem ein Imageproblem, das über ein gezieltes Jobmarketing sicherlich zu verbessern wäre“, so Alfred Höhn. „Denn alle Stärken und Schwächen zusammengenommen fällt das Außenbild des öffentlichen Dienstes negativer aus als er es verdient.“ Selbst für den Lehrerberuf, der als klassisches Beispiel für fehlende Entwicklungsmöglichkeiten gilt, gäbe es Alternativen: Die Studie schlägt für Schulen ein Personalentwicklungsmodell vor, das auf Lehrerteams mit entsprechenden Leitungsrollen basiert, deren Mitglieder sich coachen, bei Korrekturen gegenseitig entlasten und gemeinsam Unterrichtsprojekte erarbeiten. Führungskräfte in der Verwaltung sind vergleichsweise schlecht bezahlt Bei Führungskräften, ITK-Spezialisten, Ingenieuren und im Bereich von Pflege und Gesundheit wird die öffentliche Hand jedoch nicht umhin kommen das Gehaltsgefüge zu überarbeiten, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Während das Gehaltsniveau des öffentlichen Dienstes bei einfachen und mittleren Tätigkeiten derzeit sogar höher liegt als bei den Beschäftigten insgesamt, sind Spezialisten und Führungskräfte in der Verwaltung im Vergleich zur Privatwirtschaft einkommensmäßig schon heute benachteiligt. Gerade Mangelberufe aus dem ITK-, MINT- und Gesundheitsbereich sollten deswegen angesichts einer alternden und zunehmend digitalen Gesellschaft in der Stellenbewertung systematisch höher eingestuft und bestehende Tarifverträge angepasst werden, lautet eine zentrale Empfehlung der Studie. „Öffentliche Arbeitgeber, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken wollen, müssen teilweise mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen rechnen“, so Höhn. „Doch Notmaßnahmen, um einen akuten Mangel zu überbrücken, wie Zeitarbeit oder ein überstürztes Outsourcing fallen in aller Regel noch stärker ins Gewicht. Was zählt, ist eine strategische Personalplanung mit einem gut durchdachten, zukunftsträchtigen Mix geeigneter Maßnahmen und Instrumente. Denn mit seinen sicheren, familienfreundlichen und am Gemeinwohl orientierten Arbeitsplätzen besitzt der öffentliche Dienst Stärken, die ihm klare Vorteile gegenüber privatwirtschaftlichen Unternehmen verschaffen können.“  

Ja-Kampagne
Hamburg: Rede des türkischen Außenministers findet heute doch statt

Hamburg (nex) – Die Stadt Hamburg hat am gestrigen Montag den für heute geplanten Auftritt des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu untersagt. Cavusoglu wollte während seines Deutschlandaufenthalts mit der türkischen Community zusammenkommen. Der türkische Außenminister sollte heute ab 18 Uhr eine Rede im Plaza Event Center in Wilhelmsburg halten. Eine Sprecherin des Bezirkamts Hamburg-Mitte teilte jedoch Medienberichten zufolge mit, dass die Veranstaltung wegen des fehlenden Brandschutzes untersagt worden sei. Auch Bedenken hinsichtlich des Sicherheitskonzepts hätten bei der Entscheidung eine Rolle gespielt, so die Sprecherin weiter. Wie bekannt wurde, soll Cavusoglu nun heute um 18 Uhr in einer Festhalle in Norderstedt auftreten.  

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Medizin
Blindheit – ein weiterer Schritt zur möglichen Therapie

Von Dr. Doğan Doruk Demircioğlu

Der Verlust des Sehsinns ist für viele eine Horrorvorstellung. So auch für mich. Keinen meiner 5 Sinne würde ich gerne verlieren wollen, aber am wenigsten meine Fähigkeit zu sehen. Dabei hat Blindheit viele Ursachen, so auch die erblich bedingte oder durch spontane Mutationen ausgelöste Retinopathia pigmentosa, einem Überbegriff für eine Vielzahl an degenerativen Erkrankungen des Auges. Dabei degenerieren die für das Sehen essentiellen Photorezeptoren in der Netzhaut und der Patient erblindet mit der Zeit. Betroffen sind in Deutschland ca. 40000 Menschen.

Wissenschaftlern um Professor Juan Carlos Izpisua Belmonte vom Salk Institutes for Biological Studies, San Diego ist es nun in einer Studie gelungen mit Hilfe der zu Recht gehypten genetischen Schere CRISPR/Cas9 den Sehverlust in jungen Ratten teilweise wiederherzustellen. Dabei konstruierten Sie einen speziellen Transfer-Virus, mit dessen Hilfe sie eine Kopie eines fehlenden Stücks des für den Sehverlusts in speziellen Laborraten verantwortlichen Gens Mertk in das Genom dieses Virus einbauten.

Diese Viren wiederum wurden dann direkt in die Augen dieser Ratten injiziert, wo diese die Photorezeptoren infizierten und somit das fehlende Stück dieses Genoms einschleusten. Durch spezielle DNA-Reparaturmechanismen, die in Zellen tagtäglich ablaufen, wurden in ca. 5% der Zellen das fehlende Stück des Gens Mertk, wodurch sich die Sehfähigkeit dieser Ratten signifikant steigerte.

Beeindruckende Ergebnisse, aber nur ein weiterer von vielen Schritten hin zu einer vollständigen Wiederherstellung des Sehsinns in Patienten mit degenerativen Erkrankungen des Auges. Viele Probleme, wie z.B. die niedrige Effizienz und der anschließende Transfer dieser Technik auf den Menschen, müssen noch angegangen und gelöst werden, dennoch bin ich mir sicher, dass mit Hilfe des bakteriellen CRISPR/Cas9-Systems einige Krankheiten werden geheilt werden können.

Was die beteiligten Wissenschaftler zu Ihrer Studie sagen, könnt ihr im folgenden Video selbst anhören.

 

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https://nex24.news/2017/01/mit-nanoskopie-molekuele-sichtbar-machen/
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Scietopia

Weltfrauentag
Frauengipfel in Istanbul: Nobelpreisträgerin Karman fordert mehr Frauen in Politik und Wirtschaft

Istanbul (nex) – Frauen sollten eine größere Initiative in der Politik und Wirtschaft zeigen, um ihre Rechte zu erlangen und die Entwicklung der Gesellschaft zu fördern, erklärte Medienberichten zufolge die jemenitische Nobelpreisträgerin Tawakkol Karman am heutigen Montag auf dem „Women Who Make a Mark“-Gipfel in Istanbul. „Wenn Frauen in der Politik stärker die Initiative ergreifen, können sie ihren Geschlechtsgenossinnen den Weg in die Gesellschaft ebnen“, erklärte die Aktivistin auf der Veranstaltung anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages am 8. März und fügte hinzu, dass sie auf diese Weise auch mehr Respekt erhalten würden. „Frauen sind die Anführer der Familie“, betonte sie. „Aber jetzt rufe ich die Frauen auf der ganzen Welt dazu auf, mehr Interesse an der Politik zu zeigen. Wenn sie dies tun, werden sie mehr Respekt in der Gesellschaft erlangen und eine Schlüsselrolle in ihren Ländern einnehmen.“ Auch die Männer forderte die 38-Jährige dazu auf, Frauen bei ihrem politischen und wirtschaftlichen Vorwärtskommen zu unterstützen: „Bitte vertraut eurer Frau, eurer Tochter und Schwester, unterstützt sie. Männer, vor allem die aus muslimischen Gesellschaften, haben tausend Gründe, um stolz auf ihre Frauen und Töchter zu sein.“ Frauen spielten in jeder erfolgreichen Revolution eine Schlüsselrolle und hätten unter Beweis gestellt, dass sie jedes Hindernis überwinden könnten, so Karman weiter. „Hinter allen Revolutionen waren Frauen, die für die Unabhängigkeit gekämpft haben“, unterstrich sie und forderte: „Wir stehen Schulter an Schulter mit den Männern, um Änderungen herbeizuführen und die Zukunft zu gestalten.   „Wir leben jedoch leider in einer von Männern dominierten Gesellschaft“, betonte sie und wies auf das gleiche Recht der Frauen , Bürgerinnen zu sein und Gerechtigkeit zu erhalten, hin. „Jeder sollte gleichbehandelt werden“, unterstrich sie und ergänzte, dass Männer die Frauen dabei unterstützen sollten: „Eine Gesellschaft kann nicht Respekt erlangen, wenn sie Frauen wie Bürger zweiter Klasse behandelt.“

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Fußball-Bundesliga
Türke Tayfun Korkut neuer Bayer Leverkusen-Trainer

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Leverkusen (nex) – Der Türke Tayfun Korkut ist neuer Trainer von Bayer Leverkusen. Der 42-Jährige tritt bis zum Saisonende die Nachfolge von Roger Schmidt an. Schmidt musste am Sonntag, nach einer 2:6-Niederlage gegen Borussia Dortmund, vorzeitig Bayer Leverkusen verlassen. „Wir sind froh, dass wir mit Tayfun Korkut einen sehr erfahrenen und sehr gut vernetzten Trainer verpflichten konnten. Wir haben uns entschieden, dass die Mannschaft neue Impulse brauchte“, so Bayer-Geschäftsführer Michael Schade auf der offiziellen Pressekonferenz zum neuen Trainer. Korkut: „Ich will neue Impulse setzen und hoffe, dass Bayer am Saisonende auf einem Platz steht, wo der Klub hingehört. Wir wollen das internationale Geschäft noch erreichen.“ Auch Leverkusens Sportchef Rudi Völler ist mit der Entscheidung zufrieden: „Er hat immer gute Ideen, Fußball spielen zu lassen. Die Wahl war relativ einfach, wir sind von Tayfun überzeugt, dass er die Köpfe der Spieler frei bekommt.“ Korkut freue sich auf die Zusammenarbeit mit einer so hochtalentierten Mannschaft und wolle in den nächsten Wochen alles daran setzen, um das Ziel, in der kommenden Saison wieder international dabei zu sein, zu schaffen. „Wir wollen die Saison so abschließen, wie es sich für Bayer04 gehört“, so Korkut bei der Pressekonferenz. https://twitter.com/bayer04fussball/status/838720746943832064?ref_src=twsrc%5Etfw

Wirtschaft
Türkei und Ungarn planen Erhöhung des Handelsvolumen auf fünf Milliarden US-Dollar

Ankara (nex) – Der türkische Minister für Wissenschaft, Technologie und Industrie, Faruk Özlü, hat erklärt, dass die Türkei und Ungarn sich zum Ziel gesetzt hätten, ihr Handelsvolumen auf fünf Milliarden US-Dollar zu erhöhen und dabei seien, dieses Ziel zu erreichen. Özlü gab auf der gemeinsam mit dem ungarischen Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó in Ankara abgehaltenen Pressekonferenz bekannt, dass die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern in der jüngeren Vergangenheit Fahrt aufgenommen habe. Der türkische Minister hatte zuvor auf der 5. Tagung der Türkisch-Ungarischen Gemischten Wirtschaftskommision teilgenommen. „Unsere Exporte nach Ungarn sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 832 Millionen US-Dollar gestiegen“, erklärte der türkische Minister und fügte hinzu: „Unsere Importrate liegt im Vergleich zum Vorjahr bei 1,3 Milliarden US-Dollar.“ Özlü wiederholte die Forderung der Türkei, das Abkommen über die Zollunion mit der EU zu erneuern und die Beitrittsverhandlungen zu beschleunigen. Ungarn sei, so der türkische Politiker, ebenfalls für die EU-Mitgliedschaft seines Landes wie auch für die Erneuerung der Zollunion. Der ungarische Außen- und Handelsminister Szijj stimmte seinem Gast zu und wies darauf hin, dass die türkische Wirtschaft von Tag zu Tag stärker werde. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen der Türkei und Ungarn lag 2015 bei 2,02 Milliarden US-Dollar. Dabei erreichten die Exporte der Türkei nach Ungarn einen Wert von 712 Millionen US-Dollar, während die Importe aus Ungarn bei 1,31 Milliarden US-Dollar lagen. Die Türkei exportiert Maschinen, Eisen- und Stahlprodukte, elektronische Geräte, Textilien und Lebensmittel nach Ungarn und importiert Elektrogeräte, Maschinen, Produkte der Automobilindustrie und chemische Produkte aus dem Land.

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Deutsch-türkische Beziehungen
FDP-Vorsitzender fordert Einreise-Verbot für türkische Regierungsmitglieder

Düsseldorf (nex) – Die NRW-FDP fordert ein „zeitweises Einreise-Verbot“ für türkische Regierungsmitglieder. „Man kann sich bei uns nicht auf die Freiheit berufen, um zuhause die Freiheit einzuschränken“, sagte FDP-Vorsitzender Christian Lindner der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Die laxe Haltung der Bundesregierung hängt vermutlich mit der Erpressbarkeit wegen der Flüchtlingskrise zusammen“, sagte Lindner. Die SPD sei wohl deshalb zurückhaltend, „weil sie auf Stimmen von aus der Türkei stammenden Menschen bei der Bundestagswahl spekuliert.“ Die Bundesregierung sollte laut dem FDP-Chef „einfach cool“ die Einreise ablehnen. Die doppelte Staatsangehörigkeit könne nicht die Regel, sondern sollte die Ausnahme sein.

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Berlin (nex) – Anläßlich des Wahlkampfes zu den bevorstehenden Bundestagswahlen im Herbst 2017 betont die CDU, auch auf Auslandsdeutsche als Unterstützer setzen zu wollen. Die Kontakte zwischen der CDU und Stimmberechtigte im Ausland sollen etwa über die Gründung von „Freundeskreisen“ intensiviert werden. Neben den Christdemokraten unterhalten auch Parteien wie SPD und Grüne Repräsentanzen im Ausland, sei es durch „Freundeskreise“ oder durch parteinahe Stiftungen wie die Boell-Stiftung, die etwa mit einem Büro in Istanbul grüne Anliegen vertritt. „Wir wollen, dass die Deutschen im Ausland den Kontakt zu ihrem Heimatland halten. Daher freut es uns, wenn Sie die Vorgänge in Deutschland weiter intensiv verfolgen. Wir freuen uns über jeden Deutschen im Ausland, der bereit ist, sich für die Unionsparteien zu engagieren. Das Eintreten und Werben vieler Deutscher im Ausland für die CDU im Bundestagswahlkampf 2013 hat uns tief beeindruckt. Darauf wollen wir für den bevorstehenden Wahlkampf zur Bundestagswahl im Herbst 2017 aufbauen“, schreibt die Christlich Demokratische Union auf ihrer Homepage. Die CDU wolle die Kontakte zu den Freunden der Unionsparteien im Ausland weiter intensivieren. Es hätten sich bereits einige CDU/CSU-Freundeskreise im Ausland gebildet. In vielen Ländern hätten sich Deutsche bereit erklärt, Ansprechpartner für die Unionsparteien zu sein, um ebenfalls Freundeskreise ins Leben zu rufen. Damit hätten Sie die Möglichkeit, sich vor Ort politisch zu vernetzen:
Wir rufen Sie dazu auf, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. CDU und CSU brauchen die Unterstützung all ihrer Freunde – gleichgültig ob im In- oder Ausland. Jede einzelne Stimme ist wichtig. Das haben die letzten drei Bundestagswahlen gezeigt. Auch die Bundestagswahl 2017 wird hart umkämpft sein. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, den Unionsparteien zu helfen, eine bessere Politik zu ermöglichen.
Dafür habe man ein Konzept entwickelt, in dem die CDU-Bundesgeschäftsstelle interessierte Deutsche im Ausland rechtzeitig vor künftigen Bundestags- und Europawahlen darauf aufmerksam mache, wie man an diesen Wahlen teilnehmen könne. Dafür müsse man sich auf der CDU-Homepage registrieren.
Die CDU werde Argumente liefern, warum es auch für Deutsche im Ausland wichtig ist, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Unionsparteien zu wählen. Ansprechpartner würden Wählern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Im Ausland lebende Deutsche sollten sich zu „CDU-Freundeskreisen“ zusammenschließen.

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Istanbul (nex) – Die erste Phase des „türkischen Silicon Valley“ in der nordwesttürkischen Stadt Gebze soll voraussichtlich im Mai in Betrieb gehen. Dies teilte der türkische Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Faruk Özlü, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu mit. 98 Prozent der ersten Bauphase sei bereits abgeschlossen, so der Minister. „Wir werden das Tal [der Informationstechnologie], das auf einem Areal von mehr als drei Millionen Quadratmetern errichtet wird, etappenweise eröffnen“, gab Özlü bekannt und fügte hinzu: „Nach der Beendigung aller Etappen haben wir uns einen Jahresumsatz von 50 Milliarden US-Dollar zum Ziel gesetzt; des Weiteren sollen 5.000 F+E-Unternehmen in dem Tal operieren.“ Nach Abschluss der ersten Etappe werde das Tal der Informationstechnologie 2.000 Arbeitsplätze schaffen. Die Zahl der qualifizierten Arbeitskräfte werde bei Beendigung aller Etappen 100.000 betragen, so der Minister weiter. Da der Landkreis Gebze einen wichtigen Industriestandort des Landes darstelle, sei das „Silicon Valley der Türkei“ für die Technologie-Integration in die Industrie geeignet.

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