Türkisch-russische Beziehungen
Russland hebt Lebensmittelembargo gegen Türkei wieder auf

Vor Journalisten machte Landwirtschaftsminister Faruk Çelik am Dienstag deutlich, dass schon bald wieder türkische Lebensmittel nach Russland exportiert werden. Sämtliche noch bestehenden Restriktionen gegen türkische Exporteure würden in den kommenden Wochen aufgehoben.

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Ankara (nex) – Es wird voraussichtlich einen oder zwei Monate dauern, bis das russische Embargo gegen türkische Landwirtschaftsprodukte gänzlich aufgehoben worden ist, erklärte der türkische Landwirtschaftsminister Faruk Çelik in einer Veranstaltung der Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag.

Der Minister erklärte, die Landwirtschaftskomitees beider Länder hätten bereits im April erste Treffen abgehalten mit dem Ziel, die Beziehungen zueinander wiederaufzubauen. Der unter dubiosen Begleitumständen erfolgte Abschuss eines russischen Su-24-Kampfflugzeugs an der türkisch-syrischen Grenze im November 2015 hatte einen Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Türkei ausgelöst, im Zuge dessen die Russische Föderation unter anderem Sanktionen gegen türkische Lebensmittelimporte verhängte.

„Wir werden sehen, wer tatsächlich in diese Sache involviert war“, erklärte Çelik mit Blick auf nach dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli zutage getretene Hinweise, wonach der für den Abschuss verantwortliche Pilot der Fethullistischen Terrororganisation/Parallelstaatsstruktur (FETÖ/PDY) nahegestanden haben soll. Die Folgen des Abschusses sollten nicht auf Kosten der einfachen Menschen gehen, betonte der Minister. „Hatten die russischen oder türkischen Bauern mit der Jet-Geschichte etwas zu tun? Nein, hatten sie nicht.“

Auch die Türkei habe russische Lebensmittel im Wert von zwei bis drei Milliarden US-Dollar abgenommen, so Çelik weiter. Es sollten nicht länger die Bauern beider Länder sein, die unter der Angelegenheit leiden. Die längeren, umständlichen Routen, über die seit Verhängung der Sanktionen türkische Exporte in die Russische Föderation verbracht werden müssen, schaden sowohl türkischen Bauern als auch russischen Konsumenten, machte der Minister deutlich.

„Die politischen Führer beider Länder [Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin] haben sowohl auf dem Treffen in St. Petersburg als auch auf den G-20-Treffen in aller Offenheit deutlich gemacht, wie wichtig es ist, das Embargo aufzuheben“, sagte Çelik abschließend. „Wir erwarten, dass das Landwirtschafts-Embargo in einem bis zwei Monaten dauerhaft Geschichte ist. Wir werden den ersten Schritt tun und denken, dass sich die Angelegenheit bald erledigt haben wird.“


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