Post-Putsch-Ära
Türkei: Putsch-Soldaten auf der Flucht könnten Attacken durchführen

Wie der stellvertretende türkische Ministerpräsident am gestrigen Dienstag mitteilte, könnten die an dem Putsch vom 15. Juli beteiligten Soldaten, die sich noch immer auf der Flucht befinden, Angriffe auf den türkischen Staat ausüben.

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Ankara (nex) – „Sie und ihre Kollaborateure könnten in Einzelaktionen übergehen, Morde ausführen“, erklärte der stellvertetende Ministerpräsident Numan Kurtulmus.

Wie der stellvertretende türkische Ministerpräsident am gestrigen Dienstag mitteilte, könnten die an dem Putsch vom 15. Juli beteiligten Soldaten, die sich noch immer auf der Flucht befinden, Angriffe auf den türkischen Staat ausüben.

„Sie und ihre Kollaborateure könnten in Einzelaktionen übergehen, Morde ausführen“, betonte Kurtulmus während einer Livesendung beim TV-Kanal Haberturk. „Sie könnten versuchen, Cyberattacken durchzuführen.“

„Wir müssen von nun an auf der Hut sein“, fügte er hinzu. „Der Staat und all seine Behörden sind in Alarmbereitschaft. Er handelt umsichtig, um alle künftigen Bedrohungen zu beseitigen.“ Nach Kurtulmus‘ Angaben befinden sich derzeit 216 Putsch-Soldaten auf der Flucht. Alle staatlichen Behörden sollen von Beschäftigten mit Verbindungen zum Gülen-Netzwerk FETÖ gesäubert werden, betonte der Vize-Ministerpräsident.

Bei dem Putschversuch wurden 239 Menschen getötet und weitere 2.200 verletzt

Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben, die das gülennahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten. Die Türkei hat offiziell die Auslieferung Gülens an die Türkei beantragt.

Dem Prediger wird auch vorgeworfen, durch die Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

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