Myanmar
Türkischer Außenminister Cavusoglu besucht osmanischen Soldatenfriedhof in Myanmar

Der türkische Außenminister nahm an einer Zeremonie auf einem Ehrenfriedhof teil, wo osmanische Soldaten beerdigt sind, die von den Briten gefangengenommen und zu Zwangsarbeit in Myanmar gezwungen worden waren.

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Myanmar (nex/aa) – Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu zollte am gestrigen Dienstag auf einem der beiden Ehrenfriedhöfe in Myanmar den hier beerdigten osmanischen Soldaten Respekt, die während des Ersten Weltkrieges gefangengenommen worden waren.

Die Zeremonie auf dem Friedhof, an dem eine türkische Delegation und der Verwalter des Distrikts Thayet, Aung Cho Oo, teilnahmen, begann mit einer Schweigeminute für die osmanischen Kriegsgefangenen, die während der Kämpfe im Ersten Weltkrieg im Nahen Osten gefangengenommen und zur körperlichen Zwangsarbeit in Myanmar gezwungen worden waren.

Anschließend trug er sich in das Gästebuch auf der Gedenkstätte ein. Cavusoglu gedachte der „mutigen Märtyrer, die kämpften, um unser ehrwürdiges Land während des ersten Weltkrieges zu verteidigen und in Kriegsgefangenenlagern in Myanmar starben.“

„Es ist unsere Aufgabe, unseren auf dem türkischen Friedhof Thayet beerdigten Märtyrern einen Besuch abzustatten“, erklärte Cavusoglu und fuhr fort: „Selbst wenn sie Tausende Kilometer von zuhause entfernt ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ist es unser aller Pflicht, die Erinnerung an unsere Märtyrer, die sich selbst opferten, für immer am Leben zu erhalten.

Unsere Märtyrer, die hier lebten, haben Straßen, Schienenwege, Dämme und Nationalparks gebaut, und sie haben als Gefangene zur Entwicklung Myanmars beigetragen.“ Cavusoglu fügte hinzu, dass sie die Grundlage für die Beziehungen mit Myanmar gelegt und die Freundschaft mit dem Land gefördert hätten.

Ein Angehöriger der örtlichen muslimischen Gemeinde rezitierte anschließend Verse aus dem Koran.

Cavusoglu unterstrich, dass es weltweit Friedhöfe gebe, wo die Menschen, die für die Türkei gekämpft hätten, beerdigt seien und teilte mit, dass das Türkischen Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) sich bemühe, diese Gedenkstätten auf eine den Toten würdige Weise wiederaufzubauen.

„Wir sind untröstlich, dass wir nicht vorher kommen konnten, um diesen Friedhof zu besuchen“, so der Außenminister weiter. „Mit diesem Besuch hoffen wir, einen Anfang gemacht zu haben, indem wir die Flagge hissen und für unsere Märtyrer beten. Nachdem ich heute diesen Friedhof gesehen habe, fühle ich einmal mehr Stolz – auf mein Volk und mein Land.“

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