Krieg gegen den Terror
Kurdenführer Barzani: „Die PKK soll den Nordirak verlassen“

Bereits am Freitag hatte die kurdische Regionalregierung die PKK beschuldigt, einen Terroranschlag gegen eine Ölpipeline im Nordirak verübt zu haben, über welche die Regionalregierung in Arbil bislang Öl direkt an die Türkei verkauft hatte.

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Arbil (nex) – Die kurdische Regionalregierung im Irak hat die terroristische PKK und ihr angehörige Kämpfer dazu aufgerufen, das Gebiet der Kurdischen Autonomieregierung (KRG) zu verlassen. Dies berichten mehrer Nachrichtenagenturen, unter anderem Anadolu und AFP. In einem Statement auf ihrer Webseite forderte die Regionalregierung die „Kurdische Arbeiterpartei“ (PKK) auf, sich zurückzuziehen. In den auf nordirakischem Territorium gelegenen Bergen von Kandil hat die Terrorgruppe ihr Hauptquartier und unterhält mehrere Militärbasen, die im Zuge der derzeitigen Operation „Märtyrer Korporal Hamza Yildirim“, benannt nach einem in der Vorwoche getöteten Soldaten der türkischen Streitkräfte, unter Beschuss genommen wurden.

„Die PKK soll sich aus der Region zurückziehen, damit keine Zivilisten in der Kurdenregion den Zusammenstößen zum Opfer fallen“, heißt es in der Erklärung. „Die PKK soll das Schlachtfeld aus der Region heraushalten. Eine Fortdauer der Kampfhandlungen wird meist nur Zivilisten Schaden zufügen.“

Die Türkei bombardiert derzeit Terrorcamps der PKK im Nordirak.
Der KRG-Präsident sieht kurdische Zivilisten nicht zuletzt auch auf Grund eines noch aus der Ära des 2006 hingerichteten früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein stammenden Abkommens zwischen Bagdad und Ankara in Gefahr, das es beiden Seiten erlaubt, zum Zwecke der Verfolgung kurdischer Terroristen 15 Kilometer weit auf das Territorium des jeweiligen Nachbarlandes vorzudringen. Bereits am Freitag hatte die kurdische Regionalregierung die PKK beschuldigt, einen Terroranschlag gegen eine Ölpipeline im Nordirak verübt zu haben, über welche die Regionalregierung in Arbil bislang Öl direkt an die Türkei verkauft hatte. Dieser Schritt hatte zu Spannungen zwischen der KRG und der irakischen Zentralregierung in Bagdad geführt. Am Samstag hatte eine der führenden politischen Parteien der irakischen Kurden, die Patriotische Union Kurdistans (PUK), einen Anschlag auf eine Pipeline in der südosttürkischen Provinz Şırnak verurteilt, für den ebenfalls die PKK verantwortlich gemacht wird.

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