Islamophobie in Europa
Nach Moschee-Attacke: Schwedische Ministerin verurteilt Angriff

Die schwedische Regierung zeigt sich besorgt über einen Anschlag auf eine Moschee in einem Vorort der Hauptstadt Stockholm. Die türkische Religionsbehörde sieht darin ein Zeichen für zunehmenden Islamhass in Europa.

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„Tötet Muslime“: Anschlag auf Moschee in Stockholm während des Morgengebets

Stockholm (nex) – Die schwedische Ministerin für Kultur und Demokratie, Alice Bah Kuhnke, hat einen Angriff auf eine Moschee verurteilt, der sich am Samstag in der Hauptstadt Stockholm ereignet hatte.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu gab sie an, die Regierung habe eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet. „Ich habe Herrn Orhan Karan angerufen, den Vorsitzenden der Türkisch-Islamischen Kulturvereinigung Setra. Ich habe ihm die Nachricht des Premierministers Stefan Lofven übermittelt, dass dieser traurig sei und den Angriff verurteile“, erklärte die Ministerin.

„Jedermann hat in Schweden das Recht, seine Religion auszuüben. Diejenigen, die versuchen, das zu verhindern oder Anschläge verüben, haben keinen Platz in Schweden. Dieser Anschlag fand in Schweden statt. Wir als Regierung werden das Beste tun, um die Verantwortlichen für diesen Angriff zu ermitteln. Wir wollen, dass sich solche hässlichen Angriffe nicht wieder ereignen.“

Am Samstag tauchten Hakenkreuze und der Text „Tötet Muslime“ nahe dem Eingang der Moschee im Stockholmer Vorort Bredang auf. Kurz vor 8 Uhr morgens war während des Morgengebets ein lauter Knall aus einer angrenzenden Turnhalle zu vernehmen. In dem Gebäude wurden Reste von Feuerwerkskörpern gefunden, aber es kam zu keinen Verletzungen.

Mit Blick auf den Anschlag erklärte der Vorsitzende des Türkischen Direktorats für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Mehmet Görmez, am Sonntag in Ankara, er sei besorgt über die Zunahme an Anschlägen auf Moscheen in Europa und über die dortige Islamophobie.


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