The Times Artikel
Israel: Türkei größere Bedrohung als Iran

Laut einem Artikel von Roger Boyes in der britischen Tageszeitung The Times, sagte der Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, dass die "iranische Macht zerbrechlich sei und die wahre Bedrohung von der Türkei" ausgehe.

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London – Laut einem Artikel von Roger Boyes in der britischen Tageszeitung The Times, sagte der Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, dass die „iranische Macht zerbrechlich sei und die wahre Bedrohung von der Türkei“ ausgehe.

In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Times hieß es, dass Mossad-Chef Yossi Cohen „seit Jahren heimlich mit Spionagekollegen in den Golfstaaten spricht“.

Israel habe sich demnach mit Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien abgestimmt, um die „Türkei zu dämonisieren“, die Israels Mossad-Chef Yossi Cohen für eine „größere Bedrohung“ halte. Cohen habe die türkische Bedrohung vor etwa zwei Jahren mit Geheimdienstbeamten aus Ägypten, den VAE und Saudi-Arabien diskutiert.

„Die iranische Macht ist zerbrechlich“, sagte Cohen demnach gegenüber Geheimdienstlern aus den drei arabischen Ländern, „aber die wirkliche Bedrohung geht von der Türkei aus“.

Laut Boyes sagte Cohen nicht, „dass der Iran aufgehört habe, eine existenzielle Bedrohung zu sein, sondern dass sie eingedämmt werden könne: durch Sanktionen, Embargos, Austausch von Geheimdienstinformationen und geheimen Razzien“.

Doch „die effektive Diplomatie der Türkei, ihre schluderig kalkulierte Risikobereitschaft im Nahen Osten“, stelle eine andere Art von Herausforderung für die strategische Stabilität im östlichen Mittelmeerraum dar, zitiert Boyes den israelischen Top-Agenten.

Boyes hebt in seiner Analyse hervor, dass die Türkei unter dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan „mit dem Krieg flirtet“ und dass „die ständige Suche nach Feinden und Sündenböcken selbst seine Anhänger erschöpft und ihn in der Region fast freundlos zurückgelassen“ habe, schreibt Boyes.

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