Türkisch-israelische Beziehungen
Israel: Präsident Rivlin dankt Erdogan für Unterstützung bei Brandbekämpfung

Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat lokalen Medienberichten zufolge seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan für die Unterstützung der Türkei bei der Bekämpfung der in der vergangenen Woche landesweit ausgebrochenen Brände gedankt.

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Jerusalem (nex) – Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat lokalen Medienberichten zufolge seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan für die Unterstützung der Türkei bei der Bekämpfung der in der vergangenen Woche landesweit ausgebrochenen Brände gedankt.

Das Pressebüro des israelischen Präsidenten teilte in einer Erklärung mit, dass Rivlin und Erdogan auch die Beziehungen zwischen den beiden Ländern erörtert hätten.

Erdogan habe betont, dass die Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Israel wichtig für die Region sei und die beiden Länder ihre Zusammenarbeit im Bereich Erdgas fortführen würden, heißt es weiter in der Erklärung.

Die Türkei hat am vergangenen Samstag drei Löschflugzeuge zur am vergangenen Dienstag ausgebrochenen Brände nach Israel entsandt. Das Feuer brannte Hunderte Häuser nieder und zwang Tausende Einwohner zur Flucht.

Die beiden Staatschefs hätten beim Telefongespräch auch das israelische Gesetz, das den Gebetsruf aus den Moscheen mit dem Lautsprecher verbietet, erörtert, ist in der Erklärung zu lesen.

Das Gesetz gilt für alle Religionen in Israel, aber viele haben die Befürchtung, dass dessen Ziel die Moscheen sind, die fünfmal am Tag mit dem Adhan die Muslime zum Gebet rufen. Die geplante Gesetzgebung erwähnt explizit Israelis, die „regelmäßig und täglich unter dem vom Muezzin, dem Gebetsrufer, verursachten Lärm zu leiden haben“.

Palästinensische Führungspersönlichkeiten und verschiedene islamische Länder haben den Gesetzesvorschlag als eine Verletzung der freien Religionsausübung kritisiert. In der Erklärung heißt es weiter, dass der israelische Präsident hat Erdogan darum gebeten, bei der Rückführung der Leichname zweier israelischer Soldaten, die sich vermutlich in den Händen von Hamas in Gaza befänden, behilflich zu sein.

Ankara und Tel Aviv haben ihre diplomatischen Beziehungen nach sechs Jahren im vergangenen Juni wiederaufgenommen. Israelische Sicherheitskräfte hatten im Mai 2010 das türkische Schiff Mavi Marmara in internationalen Gewässern gestürmt. Bei dem Angriff wurden neun türkische Aktivisten getötet und weitere 30 verletzt, von denen einer nach fast vier Jahren seinen Verletzungen erlag.


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