Mexiko
Lehrer-Demos in Mexiko: Mindestens acht Tote und über 100 Verletzte

Wie mexikanische Behörden am gestrigen Montag mitteilten, wurden im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Lehrern und der Polizei acht Menschen getötet und über 100 verletzt.

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Mexiko Stadt (nex) – Wie mexikanische Behörden am gestrigen Montag mitteilten, wurden im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Lehrern und der Polizei acht Menschen getötet und über 100 verletzt.

Nach Angaben von Regierungsvertretern wurden bei den Ausschreitungen in verschiedenen Städten 24 Personen festgenommen und 12 Fahrzeuge in Brand gesetzt. Die gewalttätigsten fünf Stunden dauernden Auseinandersetzungen fanden jedoch in Nochixtlan, 85 Kilometer von der Hauptstadt Oaxaca des gleichnamigen Bundesstaats entfernt, statt.

„Staats- und Bundespolizei werden von hier nicht weichen, bis Ordnung, Frieden und Harmonie wiederhergestellt sind“, erklärte der Gouverneur Gabino Cue gegenüber Journalisten.

Der Gouverneur teilte mit, dass die Toten Zivilisten seien und zwei unter ihnen Verbindungen zur Lehrergewerkschaft CNTE gehabt hätten. Die CNTE, die größte im Land mit 100.000 Mitgliedern, ist bekannt für ihren Aktivismus.

Im Laufe der letzten fünf Wochen mobilisierten streikende Lehrer im Zentrum mehrerer Städte wie Mexico City große Massen und organisierten Protestmärsche, blockierten Straßen, Schienen, besetzten Geschäfte. Auch ein Gebäude des Bildungsministeriums im nördlich von Oaxaca liegenden Bundesstaat Guerrero wurde am 10. Juni besetzt.

„Die Schüsse kamen von Leuten, die nicht an den Blockaden teilnahmen und sowohl auf die Bevölkerung als auch auf die Bundespolizei schossen“, erklärte das Gouverneursamt in einem am vergangenen Sonntag veröffentlichten Statement.

Die mexikanische Regierung erklärte, dass mindestens 21 Bundespolizisten verletzt worden seien. Das Strafverfolgungspersonal, das versucht habe, die Blockade aufzulösen, habe keine Waffen bei sich geführt, heißt es in dem Statement weiter.

Einige CNTE-Mitglieder behaupteten, dass eine Gruppe ihre Reihen infiltriert habe und für die Schüsse verantwortlich sei. „Wenn wir auf sie geschossen hätten, glauben Sie wirklich, dass die Polizisten sich dann mit diesen einfachen Schilden hätten schützen können?“, fragte ein Demonstrant einen Zeitungsreporter.

Lokale Medien berichten, dass mindestens ein Polizist mehrmals Schüsse abgegeben habe, es aber unklar sei, ob er der Staats- oder der Bundespolizei angehört habe.

Auslöser der Proteste waren unter anderem die 2013 verabschiedete Bildungsreform und ein im vergangenen Jahr eingeführter Pflichttest, den Lehrer ablegen müssen, um ihre Stelle zu behalten.


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