VW-Abgasskandal
Porsche will trotz VW-Affäre weiter mit Audi kooperieren

Porsche-Chef Blume: "Im Gegenteil: Wir werden künftig noch enger zusammenarbeiten. Porsche ist immer noch ein verhältnismäßig junges Mitglied im Volkswagen-Konzern. Von einer noch engeren Kooperation können Audi und Porsche nur profitieren."

Teilen

Berlin (dts) – Der Sportwagenbauer Porsche wird die Zusammenarbeit mit der Schwestermarke Audi als Folge der VW-Abgasaffäre nicht zurückfahren. Der „Welt am Sonntag“ sagte der neue Porschechef Oliver Blume: „Im Gegenteil: Wir werden künftig noch enger zusammenarbeiten. Porsche ist immer noch ein verhältnismäßig junges Mitglied im Volkswagen-Konzern. Von einer noch engeren Kooperation können Audi und Porsche nur profitieren.“

Audi hatte an Porsche Motoren geliefert, die aufgrund ihrer Abgaswerte in der Kritik der US-Umweltbehörde EPA stehen. Porsche muss nun in den Vereinigten Staaten 13.000 Cayennes mit V6-TDI-Motoren zurückrufen. „In Abstimmung mit den Kollegen von Audi wird derzeit intensiv an Lösungen gearbeitet; diese werden wir den US-Behörden innerhalb der vorgeschriebenen Frist von 45 Tagen vorstellen“, erklärte Blume das weitere Vorgehen. Blume kündigte an, mit Porsche keinen Wachstumskurs fahren zu wollen.

„Entscheidend ist nicht, immer mehr Autos zu verkaufen, sondern wertschaffend zu wachsen. Volumen ist für uns nicht entscheidend. Das werden wir auch in Zukunft so halten“, sagte er. „Porsche hat heute rund drei Promille Weltmarktanteil. Der wird sich auch in der kommenden Zeit kaum ändern.“ Wenn ein Absatz von 250.000 Fahrzeugen oder sogar 300.000 Autos in Zukunft erreicht werden könne, freue ihn das. „Aber es geht uns nicht darum, eine solche Zahl zu erreichen“, so Blume. Für die Zukunft werde sich Porsche auf die Digitalisierung von Autos, alternative Antriebe sowie neue Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette des Automobils konzentrieren.

„Zentraler Bestandteil unserer Strategie für die nächsten zehn Jahre ist das Innovationsmanagement. Das werden wir deutlich ausbauen“, sagte Blume. „Derzeit untersuchen wir neue Geschäftsfelder, die typisch für Porsche sind und die unser Portfolio ergänzen. Dazu gehört auch die eigene Wertschöpfung.“ Der erste rein elektrisch angetriebene Porsche, der Mission E, werde in Stuttgart-Zuffenhausen gebaut.

Auch interessant

Mattner zu Mansour: Was „Wir schaffen das“ wirklich bedeutet

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Ahmad Mansour veröffentlicht ein Interview auf seiner Facebook-Timeline, in dem er sich darüber beklagt, dass Angela Merkel vor elf Jahren...

Post vom KBA: Warum jetzt 200.000 Autofahrer ihren Tachostand melden müssen

Die Halter von rund 200.000 Fahrzeugen in Deutschland erhalten derzeit Post vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) aus Flensburg. Sie werden gebeten, ihren aktuellen Kilometerstand abzulesen und...

„Hufeisen auf den Kopf gefallen“: Juso-Chef Türmer rechnet nach Berlin-Wahl mit der CDU ab

Berlin - Juso-Chef Philipp Türmer hat im phoenix-Interview die Kritik der Union an einer möglichen rot-grün-roten Koalition in Berlin zurückgewiesen. "Ich habe den Eindruck, dass...

Istanbul Airport erneut zum besten Flughafen der Welt gewählt

Istanbul – Der Flughafen Istanbul ist von den Lesern des britischen Reisemagazins Condé Nast Traveller zum besten Flughafen der Welt gewählt worden. Bei den...

Mini-E-Bike im Alltag: Wann ein kleines Fahrrad die passende Lösung ist

Das Paket liegt zwei Kilometer entfernt in der Abholstation. Für den Weg zu Fuß müsste man etwas Zeit einplanen, mit dem Auto beginnt die...

Headlines

Israel: Netanjahu empfiehlt Krypto gegen Sanktionen und mögliche Krise

Tel Aviv - Angesichts wachsender internationaler Spannungen, drohender Handelsbeschränkungen und des zunehmenden Drucks auf das israelische Bankensystem hat Premierminister...

Israel: US-Kongresskandidat Brad Lander bei Olivenernte festgenommen

Jerusalem – Der jüdische US-Kongresskandidat Brad Lander ist am Mittwoch, 21. Oktober 2026, im Westjordanland von der israelischen Armee...

Israel: Kirchenführer verurteilen Gewalt radikaler Siedler

Jerusalem - Führende christliche Würdenträger in Jerusalem haben die zunehmende Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen palästinensische Gemeinschaften im Westjordanland in...

Netanjahu will „Propaganda gegen Israel“ bekämpfen

Jerusalem – Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat eine umfassende Offensive im digitalen Raum angekündigt um mutmaßliche Desinformationskampagnen auf...

Meinung

Israel: Netanjahu empfiehlt Krypto gegen Sanktionen und mögliche Krise

Tel Aviv - Angesichts wachsender internationaler Spannungen, drohender Handelsbeschränkungen und des zunehmenden Drucks auf das israelische Bankensystem hat Premierminister Benjamin Netanjahu einen bemerkenswerten Schritt...

Paris: Bürgermeister verurteilt „islamfeindlichen Angriff“

Paris - „Rassistisch“ und „islamfeindlich“: Mit diesen deutlichen Worten hat Ali Rabeh, der Bürgermeister des Pariser Vororts Trappes, die tödlichen Schüsse von Freitagnachmittag verurteilt....

CHP: Vatandaşlar ile Parti Arasındaki Artan Kopuş

Nabi Yücel Vatandaşlarla partiler arasındaki giderek derinleşen kopuş, Türkiye'nin en köklü partisi CHP üzerinden somut biçimde gözlemlenebilir. Cumhuriyet Halk Partisi, 38. Olağan Kurultay'ın ardından ve...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...