Hannover – Unbekannte Täter haben am frühen Freitagmorgen die türkische und die deutsche Nationalflagge an der ATİB Hacı-Bayram-Moschee in Hannover in Brand gesetzt und damit einen Sachschaden verursacht.
Nach bisherigen Erkenntnissen setzten die Täter die an der Moschee gehisste türkische Flagge gegen 05:00 Uhr in Brand. Auch die deutsche Nationalflagge wurde durch das Feuer beschädigt.
Der ATİB-Regionalvorsitzende Yasin Türkyılmaz verurteilte den Vorfall in einer Pressemitteilung aufs Schärfste. Die türkische Flagge sei „ein Symbol der Unabhängigkeit, der Würde sowie der Einheit und des Zusammenhalts unseres Volkes“.
Die deutsche Flagge stehe „für die gemeinsamen Werte des Landes, in dem wir leben und dessen Gesellschaft wir uns zugehörig fühlen“. Ein Angriff auf beide Symbole richte sich „nicht nur gegen bedeutende nationale Symbole, sondern verletzt auch die Grundwerte des gegenseitigen Respekts, des gesellschaftlichen Friedens und des friedlichen Zusammenlebens“.
Türkyılmaz forderte die zuständigen Behörden auf, den Vorfall umfassend aufzuklären und die Verantwortlichen schnellstmöglich zur Rechenschaft zu ziehen. Zugleich rief er alle Bürgerinnen und Bürger zur Besonnenheit auf. „Wir werden nicht zulassen, dass solche Provokationen unsere Gemeinschaft spalten oder das friedliche Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden“, betonte er.
Der Angriff werde „weder unsere Verbundenheit mit unserer Herkunft noch unseren Glauben an die deutsch-türkische Freundschaft und ein respektvolles Zusammenleben erschüttern können“.

UID-Vorsitzender Kenan Aslan verurteilt Anschlag scharf
Auch Kenan Aslan, Vorsitzender der Union Internationaler Demokraten (UID) mit Sitz in Köln, verurteilte den Anschlag deutlich. „Ich verurteile den Angriff auf die türkische und die deutsche Flagge an der Hacı-Bayram-Moschee der ATİB in Hannover aufs Schärfste“, erklärte Aslan.
Der Angriff auf eine Gebetsstätte und auf die Flaggen, die die nationale Würde repräsentierten, habe sich „nicht nur gegen die Flaggen gerichtet, sondern auch gegen den gesellschaftlichen Frieden, den gegenseitigen Respekt und die deutsch-türkische Freundschaft“.
Aslan betonte, keine Provokation werde „den Willen zum gemeinsamen Leben in diesem Land erschüttern“. Er sprach der Moscheegemeinde und der ATİB sein Bedauern aus. Zugleich forderte er die Behörden auf, den Vorfall schnellstmöglich aufzuklären und die Täter vor Gericht zu bringen.
„Damit sich solche Angriffe nicht wiederholen, ist es zudem dringend erforderlich, die Schutzmaßnahmen für Moscheen und die muslimische Gemeinschaft wirksamer und dauerhafter zu gestalten“, so Aslan.
Yasin Bas
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