US-Wahlen
Donald Trump: Nazi Soldaten als Wahlkampfhelfer

In einem auf Twitter verbreiteten Wahlkampfbild wollte sich der Milliardär wieder einmal als großer Patriot inszenieren und bildete marschierende Soldaten ab. Das Stock-Foto zeigte jedoch Soldaten der deutschen Waffen-SS.

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New York (nex) – Donald Trump verspricht „echte Führung“ – mit einem SS-Bild
Böse Zungen behaupten, eine Partei, deren Frontrunner bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft Donald Trump heißt, habe ein Problem. Und im Moment sieht es ganz danach aus, als ob dies auf die Republikaner zutreffen würde. Mehrere Umfragen sehen im noch sehr weitläufigen potenziellen Kandidatenfeld der „Grand Old Party“ (GOP) den exzentrischen Multimilliardär in der Wählergunst voran. Selbst namhafte Politiker wie Jeb Bush oder Scott Walker, die zu den Favoriten auf eine Präsidentschaftskandidatur im Jahre 2016 – höchstwahrscheinlich gegen Hillary Clinton – zählen, können derzeit auf weniger Zuspruch zählen als Trump.

Gleichzeitig zeigen die Umfragen, dass Donald Trump, der zu Beginn des Wahlkampfs vor allem durch rassistische Pöbeleien gegen Einwanderer in Erscheinung getreten war, zu jenen potenziellen Kandidaten der Republikaner zählen würde, die in einem Rennen gegen Hillary Clinton die schlechtesten Erfolgsaussichten hätten. Möglicherweise können die Republikaner nach dem jüngsten Skandal im Umfeld Donald Trumps nun aufatmen: In einem auf Twitter verbreiteten Wahlkampfbild wollte sich der Milliardär wieder einmal als großer Patriot inszenieren und bildete auf einem neben seinem Konterfei hinter eine Fahne montierten Hintergrundbild marschierende Soldaten ab. Darüber die Parole: „Wir brauchen wirkliche Führung. Wir brauchen Resultate. Lasst uns die USA zurück ins Geschäft holen!“

Das Stock-Foto unter dem Titel „Marching Soldiers“, dessen sich Trump bediente, zeigte jedoch, wie das Onlineportal Mother Jones herausfand, keine Soldaten der US Army, sondern solche der deutschen Waffen-SS. Als die peinliche Verwechslung aufflog, verschwand das Bild schnell wieder von der Plattform. Ein Sprecher Trumps erklärte, ein junger Praktikant habe einen bedauerlichen Fehler begangen. So wenig Parolen wie jene, wonach aus Mexiko vor allem Drogenhändler, Kriminelle und Vergewaltiger in die USA einwandern würden, Trump bei seinen Anhängern schaden konnten, so negativ könnte sich nun am Ende doch eine Verwechslung dieser Art auswirken.

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