Kampf gegen den Terror
Türkischer Außenminister: Wir werden PYD bis zu ihrem Rückzug angreifen

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat die Erfolge der von der Türkei unterstützten Antiterror-Operation im Norden Syriens gewürdigt. Gleichzeitig forderte er, sicherzustellen, dass geflüchtete Einwohner des befreiten Manbidsch in die Stadt zurückkehren können.

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Ankara (nex) – Die Türkei wird den bewaffneten Arm des syrischen PKK-Ablegers PYD unter Beschuss nehmen, bis sich dieser auf die östliche Seite des Euphrats zurückgezogen hat. Dies erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Montag in Ankara während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem niederländischen Amtskollegen Bert Koenders. „Sie haben sich so früh wie möglich auf die Ostseite des Euphrats zurückzuziehen, wie sie es angekündigt und wie die USA es versprochen hatten“, erklärte der Minister.

Die PYD ist der syrische Ableger der PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation eingestuft wird. Diese hat im Juli des Vorjahres ihren bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen. Seit dieser Zeit starben mehr als 600 Sicherheitsbeamte und mehr als 7000 PKK-Terroristen.

Die am Mittwoch begonnene Operation „Schild des Euphrats“ verfolgt das Ziel, die Sicherheit zu verbessern, die Koalitionskräfte zu stärken und die Terrorgefahr entlang der türkischen Grenze durch Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zu bekämpfen, die durch türkische Waffen, Artillerie und Kampfjets unterstützt wird. Çavuşoğlu machte deutlich, es gehe darum, in der Region „Daesh zu eliminieren“.

„Man hat gesehen, dass eine kleine Truppe ausreichte, um die Daesh-Terroristen in die Flucht zu schlagen“, merkte der Minister an. Er sagte auch, es wäre nicht möglich, die Terrorgruppe allein durch Luftschläge zu besiegen. „Wir können Daesh durch effektive Operationen zu Lande aus dem Irak und Syrien vertreiben“, ist sich Çavuşoğlu sicher. „Davon abgesehen, dass 65 Länder in der Koalition sind, würde es ausreichen, wenn nur fünf oder sechs Länder in dieser Angelegenheit zusammenarbeiten, und es hätte weder im Irak noch in Syrien eine Terrorgruppe wie Daesh gegeben.“

Der Minister wies darauf hin, dass in der syrischen Stadt Manbidsch Araber die Mehrheit stellen und sich die Bewohner der von der türkischen Armee unterstützten Operation angeschlossen hätten. „Wir sollten jenen Bewohnern, die dort gewohnt hatten, die Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen“, gab Çavuşoğlu zu bedenken. „Aber das ist nicht das Ziel der YPG.“ Die YPG betreibe „ethnische Säuberungen“ gegenüber allen, inklusive Kurden, „die nicht denken wie sie“.

 


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